Mike Zito

Songs From The Road


CD-Review

Reviewdatum: 10.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Roots Rock, Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Mike Zito
Songs From The Road, Ruf Records, 2014
Mike ZitoVocals and Guitars
Jimmy CarpenterSaxophone, Vocals
Rob LeeDrums, Percussion
Scot SutherlandBass, Vocals
Lewis StephensPiano, Organ
Produziert von: Mike Zito Länge: ( CD) 62 Min 00 Sek Medium: CD & DVD
CD:
01. Introduction07. Hell On Me
02. Don' Break A Leg08. C'mon Baby
03. Greyhound09. Judgment Day
04. Little Red Corvette10. Dirty Blonde
05. Rainbow Bridge11. Substraction Blues
06. Pearl River12. Gone To Texas
DVD:
01. Don't Break A Leg08. Substraction Blues
02. Greyhound09. Judgment Blues
03. I Never Knew A Hurricane10. Gone To Texas
04. Hell On Me11. Let Your Light Shine On Me
05. Pearl River12. Natural Born Lover
06. Dirty Blonde13. Texas Flyer
07. One Step At A Time

Die “Songs From The Road“-Reihe aus dem Hause Ruf Records hat uns bereits einige Sternstunden beschert – wir denken da, u. a., an Erja Lyytinen, Oli Brown oder die ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD - und strahlt mit dieser Veröffentlichung noch ein kleines bisschen heller. Wie meistens, kommt das Album als CD + DVD, sodass man sich auch visuell an dem Konzert, welches am 10. Januar dieses Jahres in Texas mitgeschnitten wurde, erfreuen kann.
Die erwähnte Adlige-Rothals-Bruderschaft scheint ja ein wahrer Jungbrunnen und Inspirationsquelle zu sein, denn deren Mitglieder kommen ja fast im Monatstakt mit Veröffentlichungen daher. Diesmal also Mike Zito, der anscheinend auch nicht zur Ruhe kommt.

Schön für uns, denn mit seine Band THE WHEEL liefert er eine absolut überzeugende und mitreißende Show ab. Wo man als Auftrittsort eher einen Club erwartet hätte, ist das “Dosey Doe“ eher eine mittelgroße Kneipe und die Zuschauer haben alle Sitzplätze. Lässt den Funken jetzt nicht so schnell überspringen, aber an der Band liegt’s nicht. Auch nicht an der Musik, die zunächst recht funky, hier und da mal soulig und, vor allem wenn Jimmy Carpenter von der Leine gelassen, auch mal ins jazzige abdriftenden.
Mit Songs wie dem Titelstück zu seinem 2011er "Greyhound"-Album klingt’s aber bereits eine ganze Ecke mehr nach Roots Rock und Namen wie John Mellencamp oder Bob Seger kommen mir da in den Sinn.
Auch in den ruhigeren Nummern groovt es richtig gut oder sie steigern sich dynamisch. Was zudem auffällt, ist der gute Sound. Tja, ein Mann wie Mike Zito, der gern auch von Kollegen als Produzent gebucht wird – z. B. von Samantha Fish - weiß offensichtlich auch, wie man seiner Band einen amtlichen Bühnensound verpasst. Dazu setzt Zito dezent kleine Effekte ein. Hier wird mal das Slide-Röhrchen gezückt, dort mal das Wah-Wah-Pedal in Aktion versetzt und seine Mitstreiter sind kaum weniger einfallsreich.
So gibt’s mal sich gegenseitig anstachelnde Solo-Duelle oder auch von Saxofon und Gitarre unisono gespielte Läufe, die aus manchen „Jam-Mittelteilen“ wieder in den Blues-Groove überleiten, der gern auch mal locker swingt.

Für One Step At A Time greift sich Zito die Akustische und hier klingt es wieder besonders nach dem oben erwähnten Detroit-Shouter. Liegt sicher auch an dem unterstützenden Saxofon.
Beim südstaatlichen Blues-Groove von Subtraction Blues kommen mir Leute wie John Hiatt und Ry Cooder (LITTLE VILLAGE könnte man hier noch anfügen). Zu den vielen Highlights einer tollen Live-Scheibe gehört auch zweifellos die Heavy-Ballade Gone To Texas. Gefällt mir richtig gut, wie die Band ihre Emotionen in den Song einfließen lässt.
Funky, wie der Auftritt begann, endet er mit Texas Flyer. Die DVD hat nicht nur mehr Songs aus dem Konzert, sondern auch noch ein paar “Fan- Interviews“ sowie sechs Songs aus einer “Storyteller“-Veranstaltung (Wir erinnern uns: Das gab’s mal bei VH-1), bei denen sich Mike Zito als ganz schöne Plaudertasche entpuppt. Unterhaltsam ist es trotzdem.
Und das ist auch das ganze Album, welches nahezu uneingechränkt empfehlenswert ist. Für Musikfans ebenso, wie für Musiker.

Epi Schmidt, 06.09.2014

 

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