Mirror

Pyramid Of Terror


CD-Review

Reviewdatum: 30.06.2019
Jahr: 2019
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 41:04
Produzent: Taz Danazoglou

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Plattenfirma: Bad Omen Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Angel Witch

Judas Priest

Iron Maiden

Saxon

Titel
01. Pyramid Of Terror
02. I Am The Freak
03. Secrets Of Time
04. Master Of The Deep
05. Running From The Law
 
06. Apollo Rising
07. Black Magic Tower
08. Nitocris
09. The Last Step Down
Musiker Instrument
Jimmy Mavromatis Gesang
Constantinos Constantinou Gitarre
Nikolas Sprits Moutafis Gitarre
Tas Danazoglou Bass
Danny Koullis Georgiou Conway Schlagzeug

Vor rund 40 Jahren brach eine musikalische Bewegung sich den Weg, die das Leben von Millionen (zumeist junger) Menschen für immer verändern sollte: die New Wave of British Heavy Metal – kurz NwoBHM – wurde geboren und brachte solche Legenden wie JUDAS PRIEST, SAXON und IRON MAIDEN hervor, die mit ihrer Art auch heute noch begeistern und weiterhin zu den prägendsten Erscheinungen der Szene gehören. Wie profund ihr Einfluss ist und war, das erkennt man daran, dass es auch heute noch Bands gibt, die diesen Sound und den Spirit der frühen Werke dieser Legenden aufs Neue einfangen wollen und in ihrer Tradition auch heute noch Musik erschaffen. Eine dieser Gruppen sind MIRROR.

(Foto: zur Verfügung gestellt von Bad Omen Records)

Die Band stammt aus dem ziemlich „unbritischen“ Zypern. Ihre Geschichte beginnt durch ein zufälliges Treffen von „Bandkopf“ und Bassist Tas Danazoglou (ehemals ELECTRIC WIZARD und DATAN‘S WRATH) mit dem in London ansässigen Produzenten und Schalgzeiger Jaime Gomez Arellano. Dabei wurden sich die Beiden schnell klar, dass sie zusammen Musik machen wollten. Kurz darauf stand ein internationales Line-up mit Sänger Jimmy Mavromatis und ebenfalls recht schnell fad sich die Band im Studio um das unbetitelte Debüt-Album einzuspielen. Anschließend zerfiel diese Besetzung (auch ob der großen Entfernung zwischen den Musikern) recht schnell, so dass sich  Danazoglou und Mavromatis auf Zypern für das nächste Album eine neue Band suchten und in den beiden Gitarristen Constantinos C. Bynd und Nikolas Spirits Moutafis sowie Schlagzeuger Danny Koullis Georgiou Conway fanden.

Mit “Pyramid Of Terror“ liegt nun das zweite Album vor, das die Aura der wilden Anfangstag der NwoBHM fast ungefiltert in die Gegenwart transportiert und dabei nicht retro sondern überzeugend und insbesondere sehr charmant klingt. Letzteres hat auch mit dem Akzent von Sänger Mavromatis zu tun. Aber im Vordergrund stehen dabei Songs der Marke Pyramid Of Terror, I Am The Freak, Running From The Law, Apollo Rising oder Nitocris die jeden Fan des Keep It True-Festivals in wahre Verzückung versetze werden. Aus jedem Riff und jeder Note tönt die Leidenschaft für den Heavy Metal, ganz unprätentiös und „true“. Man fühlt sich schnell in die Anfangstage von MAIDEN, ANGEL WITCH und SAXON zurück versetzt.

Das ganze Album ist eine große abwechslungsreiche Zeitreise, mit etwa den etwas pathetischen Untertönen in Secrets Of Time, der Epik von Black Magic Tower oder die schleppende Power von Master Of The Deep. Der Sound der Aufnahmen verzichtet ganz bewusst auf all die Pro-Tool-Möglichkeiten und die Hochglanz-Sounds, die heute möglich und leicht erreichbar sind, sondern setzt ganz bewusst auf den leicht bassbetonten Charme alter Zeiten. “Pyramid Of Terror“ klingt ganz bewusst so, als habe das Album schon 40 Jahre auf dem Buckel und stamme von  einer obskuren Untergrund-Band aus den Anfangstagen der NWoBHM.

Das Album ist randvoll mit starken Melodien, klassischen Heavy-Riffs und einem tollen Tenor-Gesang und macht MIRRO zu einer der Bands, die insbesondere jeder Fan des frühen – was wir so gerne als „klassischen“ bezeichnen – Heavy Metal auf seinen Merkzettel packen muss. Dabei toppt “Pyramid Of Power“ das durchaus bereits beachtliche Niveau des Debüts noch einmal in eigentlich jeder Hinsicht und darf getrost in die Kategorie „absoluter Geheimtipp“ gepackt werden. Aber hoffentlich nicht mehr all zu lange. Dafür sind MIRROR einfach zu gut.

 

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