Miss Velvet And The Blue Wolf

Feed The Wolf


CD-Review

Reviewdatum: 24.08.2019
Jahr: 2019
Stil: Funk Rock
Spiellänge: 41:34
Produzent: George Clinton

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Plattenfirma: Isotopia Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Aretha Franklin

Janis Joplin

Titel
01. Super Bon Bon
02. Phat Blunt
03. Feed The Wolf
04. FSL
 
05. Nasty Freak
06. Bitch Honey
07. Launch
08. Sweet Intoxication
Musiker Instrument
Miss Velvet Gesang
Constance Hauman Keyboards
Nick Carbone Schlagzeug
Henry Ott Gitarre
James Jones Bass
TJ Robinson Posaune & Congas
JS Williams Trompete
Trevor Neumann Trompete
Dan Levine Posaune

Vor rund zwei Jahren funkrockte sich eine Band mit dem etwas sperrigen Namen MISS VELVET AND THE BLUE WOLF zum ersten Mal in meine Gehörgänge. Der Achter konnte mit seiner ganz eigenen Melange aus klassischem Rock, jeder Menge Funk und einer gehörigen Extra-Portion Soul auf dem Debüt-Album “Bad Get Some“ wirklich rundum überzeugen und hat in seiner MISS VELVET eine Frontfrau, die schon jetzt nur in Superlativen und durch Vergleiche zu Größen wie Janis Joplin und Aretha Franklin beschrieben werden kann.

Mit “Feed The Wolf“ geht die musikalische Retro-Reise mit jeder Menge Bläser-Power nun in die zweite Runde. Außerdem haben sich MISS VELVET AND THE BLUE WOLF sehr prominente Unterstützung ins Boot geholt. Funk-Legende George Clinton hat der Band bei der Produktion und der Aufnahme ordentlich unter die Arme gegriffen – und das hört man der Scheibe auch deutlich an. Denn Clinton hat den Funk-Faktor auf “Feed The Wolf“ noch einmal kräftig erhöht.

Im Gegenzug hat die Gruppe allerdings ein kleines wenig den klassischen Rock-Anteil in ihrem Band-Sound zurückgeschraubt. Gitarrist Henry Ott nutzt den Verzerrer sehr sparsam, wie etwa in Bitch Honey oder Launch und lässt sich ansonsten auch eher von den funkigen Rhythmen mitreißen. Und da, wo einer zurücktritt, da treten auch welche nach vorne, um den freigewordenen Platz einzunehmen. Das ist in diesem Fall insbesondere Bassist James Jones – und in etwas geringerem Maße die Bläsersektion. Aber insbesondere die Bass-Lines von Jones bringen  hier die Songs voran und bringen den Hörer zum grooven.

Im Mittelpunkt steht aber wieder die aufregende und faszinierende Stimme von Frontfrau MISS VELVET, die den Songs wieder einmal den Stempel aufdrückt – oder vielleicht treffender das i-Tüpfelchen aufsetzt. Denn heutzutage weiß kaum mehr eine Sängerin ihre Stimmbänder so variabel und mitreißend einzusetzen. Auf jeden Fall fällt es schwer, sich dem lasziven Charme der MISS VELVET auf Dauer zu entziehen. Dazu sollte man sich nur mal das Duett mit TJ Robinson, FSL, anhören.

MISS VELVET AND THE BLUE WOLF machen auch auf ihrem zweiten Werk wieder eine ganze Menge Spaß. Man hört den Songs schon auch den großen Einfluss von George Clinton an, der ja nun wirklich eine der – wenn nicht sogar DIE – Koryphäe in dieser Musikrichtung ist. Dadurch hat sich der Funk-Einfluss zum Haupt-Element im Band-Sound entwickelt und wirkt zudem noch durchdachter und auch technisch versierter aber auch fast schon natürlicher als auf dem Debüt. “Feed The Wolf“ ist genau das: frisches Futter für das hungrige Funk-Rudel.

 

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