Mitch Kashmar

West Coast Toast

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.01.2017
Jahr: 2016
Stil: Blues, Swing, Chicago Blues

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Mitch Kashmar
West Coast Toast, Delta Groove Music, 2016
Mitch KashmarVocals, Harmonica, Claves
Junior WatsonGuitar
Fred KaplanPiano, Hammond Organ, Cabasa
Bill StuveUpright Bass
Marty DodsonDrums
Produziert von: Jeff Scott Fleenor Länge: 48 Min 34 Sek Medium: CD
01. East Of 82nd Street07. My Lil' Stumptown Shack
02. Too Many Cooks08. Makin' Bacon
03. Young Girl09. Alcohol Blues
04. The Petroleum Blues10. Love Grows Cold
05. Mood Indica11. Canoodlin'
06. Don't Stay Out All Night

Von Mitch Kashmar wissen wir von den vorherigen Reviews, dass er ein feuriger Mundharmonika-Player ist, aber meistens dafür sorgt, dass die Hitze nicht zu groß wird. Gut, an der West Coast ist es meist auch etwas wärmer als beispielsweise in Chicago. Nichtsdestotrotz, geht bei seinem Blues-Harp-Jump-Boogie schon die Post, wie uns das eröffnende Instrumental zeigt.
Mit hochkarätigen Musikern, wie Junior Watson an der Gitarre und Fred Kaplan an den Tasten, ist da natürlich auch eine gewisse Substanz vorhanden.
Da kommt auch der vielkopierte Willie Dixon-Klassiker Too Many Cooks ziemlich gut. Swingt gut, lässt einen umgehend mitgrooven und bringt einen gut drauf. Die Güte der beteiligten Musiker hört man auch daran, wie wohl dosiert die ihre Beiträge liefern und immer Raum und Luft für den Mitmusiker und für die Musik im Allgemeinen lassen. Dazu klingt das auch noch richtig gut. Man höre sich hier nur Kaplans Pianosolo an.

Young Girl erinnert an Green Onions eben so sehr, wie an Dixons Little Baby (wie wir es z.B. von den STONES auf “Stripped” kennen). Unaufgeregt, cool, mit herrlicher Blues-Harp. Da dürfen Harmonikaspieler ruhig etwas genauer hinhören.
Und das erst recht beim folgenden The Petroleum Blues. Da geht’s flotter zu, Kashmar fügt seinem Harmonika-Sound einiges an Verzerrung hinzu, was die ganze Sache natürlich “dreckiger“ macht. Da ist man schon versucht, mal einen kleinen Spurt über den Tanzboden zu machen.
Und dazu verleitet einen auch der wundervolle Boogie Don’t Stay Out All Night. Hat ein bisschen was, von den gezügelteren – also späteren – Songs der BLUES BAND. Besonders Junior Watson trumpft hier mal mehr auf.

Dazwischen gibt’s natürlich immer ein paar “Verschnaufer“, wie das erdige My Lil‘ Stumptown Shack. “Tell my friends in California, I ain’t never comin‘ back“, singt Mitch Kashmar, aber so gut wie es ihm in dieser Blues-Hütte gefallen mag, er wird schon wiederkehren. Obwohl es schon zu hören ist, welchen Spaß er da hat. Blues-Harp-Fans werden ihre Freude daran haben.
Wie auch an dem jumpy Blues Makin‘ Bacon. Wundervoll, wie die sich hier die Bälle zuspielen, auch wenn man natürlich merkt, wer der Chef im Ring ist.
Ein Alcohol Blues ist naturgemäß eine eher melancholische Angelegenheit, aber, keine Sorge, in Tränen wird hier nicht erstickt.
Lowell Georges Love Grows Cold hat ein bisschen was von Messin’ With The Kid. Legt sich deswegen Junior Watson hier wieder mehr ins Zeug? Mag sein, und ob er dabei an Lowell oder an Rory gedacht hat, ist eigentlich egal, den gut kommt’s allemal.
Wie gesagt, zu sehr in einen Rausch von Geschwindigkeit oder Lautstärke will hier keiner verfallen, jedoch zeigt auch das fast 8-minütige Canoodlin‘ - erneut eine Instrumentalnummer – welch tolle Musiker hier zugange sind. Da kann man auch beim zweiten und dritten Durchlauf noch was lernen und sich inspirieren lassen. Oder einfach gut gelaunt zuhören und sich auf den Wellen von Mitch Kashmars West Coast Blues wiegen lassen.

Epi Schmidt, 08.01.2017

 

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