Motörhead

Charly Hübner über Motörhead

( English translation by Google Translation by Google )

Buch-Review

Reviewdatum: 20.10.2021
Stil: Rock'n'Roll
Autor: Charly Hübner
Seitenzahl: 161
ISBN: 978-3-462-00135-8
Preis: 12,00 EUR

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Verlag: Verlag Kiepenheuer & Witsch


Redakteur(e):

Epi Schmidt


Die Bände der KiWi-Musikbibliothek sind nicht wirklich durchnummeriert, aber soeben erschienen drei neue Werke, von denen dieser im Verlag als Nr. 14 läuft. Zeitgleich erschien Helene Hegemann über Patti Smith und “Kristof Magnusson über die Pet Shop Boys“, die die Nummern 13, bzw. 15 tragen.

Autor im Falle MOTÖRHEAD ist Charly Hübner, der sicher etlichen als Kommissar Bukow aus dem “Polizeiruf 110“ ein Begriff ist (hört allerdings im kommenden Jahr damit auf), wie auch aus zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR (geboren 1972) hat er sicher manche Dinge intensiver erlebt, als der Durchschnittsbürger.

 

Und so hat sich bei ihm zu Beginn der 80er Jahre eine Liebe zu Hard- und Heavy-Rock entwickelt, die – besonders im Falle MOTÖRHEAD - bis heute anhält. Da wird auch 2009 noch zu Ace Of Spades auf Hübners Geburtstagsfeier in den Morgenstunden abgerockt. Für diese Liebe hat Charly Hübner hier sogar sein erstes Buch überhaupt geschrieben. Wie er zu Beginn anmerkt: “Manches fand so statt. Manches so ähnlich. Manches gar nicht“. Aber den wilden Ritt, auf den er uns mitnimmt, dem nimmt man ihm ab. “Sein Reiseleiter“ wiederum ist einer von den beiden “Deibels“, auf dessen Rücken er durch Raum und Zeit rockt.

 

Geplagt von der elterlichen Schlagermusik ist es eine zugesteckte Musikkassette, die ihn auf “den rechten Weg bringt“. Und da diese Kassette auf die zweite Seite zurückgespult war, war der erste Song der aus dem tragbaren Player dröhnte The Hammer von MOTÖRHEAD. Hübner: “AC/DC war irre – MOTÖRHEAD war Wahnsinn!“ So begleiten wir Carsten (wie er eigentlich heißt) auf Sonntagsfahrten mit der elterlichen Taiga-Wanze, zu Tanzpartys mit DJ, der ein oder anderen Rauferei, in den Schallplatten-Verleih der Bibliothek, zum Flohmarkt, zum ersten Mix-Tape und ausgerechnet zu seinem einzigen MOTÖRHEAD-Konzert, das auch noch durch Lemmys Unpässlichkeit abgebrochen wird.

 

Der tiefen Verbundenheit zur Band tut das keinen Abbruch. Interessant ist, wo andere die Band gern überwiegend auf Lemmy reduzieren, ist für Hübner immer die ganze Band von Bedeutung. Wohl auch, weil er zuerst nur die Musik kannte und die Mitglieder erst später zu sehen bekam. Und so tauchen in seiner Playlist auch einige Songs der Band auf, die vielleicht nicht jeder gleich auf dem Schirm hat, wie I Don't Believe A Word, Back At The Funny Farm, Speedfreak oder Till The End. Und natürlich Bukows, sorry: Hübners zweitliebster MOTÖRHEAD-Song Orgasmatron. Seine Nummer Eins? Das könnt ihr ja in Kürze selbst nachlesen.

Wie auch die Unterhaltung, die Charly am Schluss des Buches, bei einigen Jack & Coke, mit Lemmy führt. Fast, als wäre es wirklich passiert...

 

Nur falls es jemand übersehen sollte, hier schon der Hinweis aus dem Buch: “Es empfiehlt sich, während der Lektüre des folgenden Textes die zitierten Songs so laut wie möglich zu hören“.

 

Getreu dem MOTÖRHEAD-Motto “Everything louder than everything else“.

 

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