Motörhead

Hammered

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.04.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Motörhead
Hammered, Steamhammer/SPV, 2002
Lemmy Kilmister Vocals, Bass
Phil Campbell Guitars
Mikkey Dee Drums
Produziert von: Bob Kulick & Bob Marlette Länge: 45 Min 41 Sek Medium: CD
1. Walk A Crooked Mile7. Kill The World
2. Down The Line8. Dr. Love
3. Brave New World9. No Remorse
4. Voices From The War10. Red Raw
5. Mine All Mine11. Serial Killer
6. Shut Your Mouth

MOTÖRHEAD-Reviews sind eine dankbare Aufgabe. Man schreibt einmal eins und braucht dann nur ein paar Variablen wie Albumtitel, erwähnenswerte Songs und bisweilen den einen oder anderen Namen von Lemmys Mitmusikern auszutauschen.

Seit 1977 rocken MOTÖRHEAD nun durch die Szene und von soundmäßigen Polituren abgesehen hat sich stilistisch wenig getan.
Na ja, ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, aber wer heutzutage von einem MOTÖRHEAD-Album noch überrascht wird, der hat entweder das letzte Vierteljahrhundert tiefgefroren verbracht oder mit schmutzigem Rock'n'Roll wirklich überhaupt nichts am Hut.

Was unterscheidet denn ein wirklich großartiges MOTÖRHEAD-Album von einem lediglich Guten? Eigentlich ist es ganz einfach: Es enthält eine Hand voll Songs, die das Zeug zum Klassiker haben.
In dieser Hinsicht sieht es bei "Hammered" eher düster aus, denn Granaten mit der Schlagkraft von Stücken wie Iron fist, Eat the rich, Don't let daddy kiss me, Born to raise hell, Going to Brazil, Bomber oder Ace of spades sucht man leider vergeblich.
Natürlich hat auch "Hammered" seine speziellen Momente, im melodischen Opener Walk a crooked mile, den Ohrwürmern Brave new world, Down the line oder Mine all mine, das recht unverhohlen mit dem Riff von I was made for loving you kokettiert. Auch das schwerfällige No remorse geht als würdiger Capricorn-Nachfolger durch.

Auffällig ist aber vor allem, dass "Hammered" tempomäßig sehr verhalten wirkt, gerade so, als ob die Band vergessen hat die Handbremse rechtzeitig zu lösen. Oder sind das etwa erste Alterserscheinungen, Lemmy?
Jedenfalls hätte die eine oder andere Nummer vom Schlage eines No class, Killed by death, Overkill oder Motörhead dem Album sehr gut getan. Red raw muss sich jedenfalls verdammt einsam vorkommen, ist aber dafür konkurrenzlos der Höhepunkt.

Trotzdem: "Hammered" ist ein gutes Album, denn der Tag, an dem der einzig wahre Böss & Co. mal eine wirklich schlechte Scheibe abliefern, fällt bestimmt mit dem dritten Champions League Triumph der Stuttgarter Kickers in Folge zusammen.
Ein MOTÖRHEAD-Klassiker ist es aber definitiv nicht.

Martin Schneider, 04.04.2002

 

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