Motörhead

Motörizer

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.08.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Thorsten Philipp


Motörizer, SPV, 2008
Lemmy KilmisterVocals, Bass
Phil CampbellGuitars
Mikkey DeeDrums
Produziert von: Cameron Webb Länge: 39 Min 02 Sek Medium: CD
01. Runaround Man07. English Rose
02. Teach You How To Sing The Blues08. Bak On The Chain
03. When The Eagle Screams09. Heroes
04. Rock Out10. Time Is Right
05. One Short Life11. The Thousand Names Of God
06. Buried Alive

Freunde des guten Geschmacks, machen wir uns nichts vor! Der Tag wird kommen, da wird kein Lemmy mehr sein. Und der Tag wird kommen, da wird MOTÖRHEAD nicht mehr sein! Was dann?
(..)
Natürlich reden wir hier "nur" von Rock`n`Roll. Dabei auch noch von einer Band, die den Rock`n`Roll nicht mal selbst erfunden hat. Vermutlich hat sie den Rock`n`Roll nicht mal groß beeinflusst. Auch die Geschichte der Rockmusik wäre keine andere gäbe es MOTÖRHEAD nicht. Aber diese Band ist verdammt noch mal der Inbegriff des Rock`n`Roll. Und Lemmy ist die Gallionsfigur.
Der "Wardog" gehört mittlerweile zum Musikbiz wie der Stern auf den Benz. Er ist zur Marke geworden, zur "corporate identity", und, das darf man einfach so sagen, zum Qualitätsmerkmal. Wo MOTÖRHEAD drauf steht ist MOTÖRHEAD drin.
Denn Lemmy und Konsorten ziehen ihr Ding mit einer Erbarmungslosigkeit, mit einer Kompromisslosigkeit durch, das einfach seinesgleichen sucht.
(..)
Aber noch ist der finale Tag nicht gekommen. Nein, wir halten MOTÖRHEAD´s neues Album in den Händen.
Los geht´s mit Runaround Man. Ein Song, der den Hörer wie ein Schnellzug überrollt. Erst hört man nur das Flirren der Gleise, doch dann von jetzt auf gleich.wuuuusch. Eine Gitarrenwand die sich gewaschen hat. Lemmy schreit sich die Seele aus dem Leib und die Hose beginnt zu flattern. Der optimale Opener. Sofort wird klar, MOTÖRHEAD werden auch in ihrem 33. Jahr keine Gefangenen machen.
Bei Teach You How To Sing The Blues erklären die alten Herren abermals wie es funktioniert. Der Song ist ein Paradebeispiel für einen ordentlichen, groovigen MOTÖRHEAD-Stampfer, wie ihn die Band schon oft zum Besten gegeben hat. Nichts Neues also. Dafür beeindruckend auf den Punkt. Insbesondere Phil Campbell schenkt es uns hier ordentlich ein.
When The Eagles Screams packt noch einen Zacken Geschwindigkeit drauf. Es bollert und bollert. Keine Atempause. Und kurz nach der Ausblendung folgt Rock Out. Lemmy bedient den Bass als wolle er Ace Of Spades abermals aus der Taufe heben. Der schnellste Song bis dato, schlägt in punkto Geschwindigkeit sogar den Opener. Wer jetzt nicht schwitzt, schwitzt nie.
One Short Life verschafft etwas Verschnaufpause. Schleppend, sperrig entpuppt sich der Song zu einem netten Kopfnicker. Aber, hey, es kann ja nicht immer so rasant weiter gehen. Und ein verklärtes Grinsen stellt sich allemal ein.
Buried Alive bietet den gleichen Stoff wie Rock Out. Hochgeschwindigkeit. Eine typische Lemmy-Bass-Walze. Und Kopfnicken ist nicht mehr. Hier wird gebangt.
English Rose ist wohl an die Adresse einer Frau gerichtet. Zumindest scheint uns aller Ian Kilmister eine Rose anzuflehen. Allerdings kann auch hier wieder nicht von einem gefühlvollen Song die Rede sein. Gut, wer braucht das auch schon von MOTÖRHEAD auch? Er walzt und stampft wie so oft. Business as usual. Nur wird hier leider nichts Besonderes geboten. Allein Phil Campbell rettet den Song mit seinem Gitarrenspiel und Solo.
Mit Back On The Chain präsentieren sich MOTÖRHEAD abermals sperrig. Nicht dass der Song sonderlich schlecht wäre. Aber hier verhält es sich wie beim Vorgänger, der Axeman muss abermals die Kastanien aus dem Feuer holen. Guter Mann. Das Solo ist vom Feinsten.
Heroes ist ein Langweiler. Muss man leider in aller Deutlichkeit sagen.
Time Is Right gewinnt den Hörer glücklicherweise wieder zurück. Im Stile von Overkill hämmert sich die Band durch den Song. Großartig. Mehr davon.
Und es kommt mehr: The Thousand Names Of God. MOTÖRHEAD liefern einen tollen Song zum Abschluss ab. Ein Riff-Monster. Groovy as hell. MOTÖRHEAD as hell. Rock`n`Roll as hell.

So, nun freuen wir uns alle auf die kommende Tour mit SAXON und DANKO JONES. Und hoffentlich nicht zum letzten Mal.

PS:
(..) sollte dem geneigten Leser kurz die Chance geben inne zu halten.
Eine Band wie MOTÖRHEAD wird es nie wieder geben. Irgendwann ist Schluss Auch Lemmy lebt nicht ewig. Doch was kommt danach????

Thorsten Philipp, 19.08.2008

 

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