Myrath

Shehili


CD & LP-Review

Reviewdatum: 03.05.2019
Jahr: 2019
Stil: Oriental Prog Metal
Spiellänge: 47:38
Produzent: Eike Freese, Kevin Codfert, Jens Bogren

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Plattenfirma: ear music

Promotion: Networking Media


Redakteur(e):

Ralf Frank


s. weitere Künstler zum Review:

Ayreon

Virgin Steele

Titel
01. Asl (Intro)
02. Born To Survive
03. You've Lost Yourself
04. Dance
05. Wicked Dice
06. Monster In My Closet
 
07. lili Twil
08. No Holding Back
09. Stardust
10. Mersal
11. Darkness Arise
12. Shehili
Musiker Instrument
Zaher Zorgatti Lead Vocals , Backing Vocals
Malek Ben Arbia Guitars
Anis Jouini Bass
Elyes Bouchoucha Keyboards, Backing Vocals
Morgan Berthet Drums
Kevon Codfert Piano, Guitars, Backing Vocals
Guests:
Lotfi Bouchnal Vocals (# 10)
Mehdi Ayachi Vocals (# 1)
Pierre Danel Acoustic Guitar
Tunisian Symphony Orchestra
u. a.

Mit ihrem Vorgängeralbum “Legacy“ haben sich MYRATH im wahrsten Sinne des Wortes ein schweres Erbe aufgebürdet, denn die Klasse des Albums gilt es jetzt zu halten wenn nicht gar zu toppen und da hängt die Messlatte ziemlich hoch. Zum Glück besitzen die Tunesier offenbar einen fliegenden Teppich, mit dem sie die Messlatte mühelos meistern können und in Kevin Codfert den idealen Produzenten, der aus jedem Song das Optimum heraus kitzeln zu vermag.
Für die besonderen Fälle stehen darüber hinaus noch  Eike Freese,  Jens Bogren, diverse Gastmusiker und sogar das Tunisian Symphony Orchestra parat, so dass jeder Song sein besonderes Flair entfalten kann. Für den Puristen klingt das hier und da vielleicht etwas überfrachtet, aber für den Bombast affinen Prog Metaller  darf‘s ruhig ein wenig mehr sein.

Aber keine Angst, man wird bei “Shehili“ nicht pausenlos vom Wüstensturm überrollt, schließlich bedeutet der Albumtitel so was wie sanfter Saharawind und so hat das Album auch viele ruhige Momente und auch die traditionell instrumentierte orientalische Folklore wird noch ein Stück weit breiter eingebunden als vielleicht bisher.Die Mischung aus hartem Metal, Symphonic Metal und Melodic Prog Metal erinnert dagegen mehrfach an solch Hochkaräter wie VIRGIN STEELE, hier und da aber auch an AYREON, letzteres auch durch den Aufbau ähnlich einer Prog Oper begründet, obwohl das Album kein Konzeptalbum darstellt.

[Foto: Nidhal Marzouk/earMusic, via Networking Media]

MYRATH haben sich seit ihren ersten Gehversuchen als Death Metal Band mittlerweile zur  Oberliga der Symphonic Prog Metaller hochgearbeitet, was nicht zuletzt ihre kürzlich erfolgreich absolvierte Japan Tour oder Billings beim namhaften ProgPower Festival in Atlanta sowie dem heimischen Festival International De Carthage eindrucksvoll belegen.

Erste Eindrücke konnte man auch bereits durch die fantastische Videotrilogie  erlangen, die ihren Anfang in “Legacy“ nahm und nun in “Shehili“ abgeschlossen wird und sich vor Blockbustern wie DIE MUMIE oder SAHARA nicht verstecken braucht.   

Das Album erscheint in den üblichen Formaten wie CD Digipack, Gatefold Vinyl oder Digital Download, wobei im Vergleich bei gleicher Konfiguration der PA die LP erstaunlicherweise bei mir etwas undifferenziert abschneidet.

 

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