Mystic Prophecy

Metal Division

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.01.2020
Jahr: 2020
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 43:46
Produzent: R.D. Liapakis

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Plattenfirma: Rock Of Angels Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Accept

Bruce Dickinson

Iron Maiden

Judas Priest

Jorn

Manowar

Titel
01. Metal Division
02. Eye To Eye
03. Hail To The King
04. Here Comes The Winter
05. Curse Of The Slayer
06. Dracula
 
07. Together We Fall
08. Die With The Hammer
09. Reincarnation
10. Mirror Of A Broken Heart
11. Victory Is Mine
Musiker Instrument
Roberto Dimitri Liapakis Gesang
Markus Pohl Gitarre
Evan K Gitarre
Joey Roxx Bass
Hanno Kerstan Schlagzeug

MYSTIC PROPHECY gehören seit mittlerweile fast 20 Jahren zur deutschen Metal-Elite. Die Band um Frontmann R. D. Liapakis hat dafür auch hart gearbeitet, schließlich wurden in dieser Zeit bislang neun starke Studio-Alben vorgelegt. Und die neue Dekade der2020er Jahre läutet die Band mit ihrem neuesten Streich ein, der da auf den Titel “Metal Division“ hört.

Den Auftakt macht dann auch gleich der treibende Titel-Song, bei dessen textlicher Anmutung der Hörer wohl sofort an MANOWAR denken wird, sich dann aber wehmütig fragen muss, wann die selbsternannten Kings Of Metal das letzte Mal einen solchen Knaller rausgehauen haben? Da muss man schon sehr lange in die Vergangenheit reisen. Damit wäre schon einmal ein extrem starker Einstand gemacht, dem die Band mit Eye To Eye einen klassischen Banger in bester JUDAS PRIEST-Manier folgen lässt, wobei Liapakis‘ Gesang eher an IRON MAIDEN und Bruce Dickinson erinnert.

(Foto: Sascha Sinofzik)

Ähnlich wie die Briten haben auch MYSTIC PROPHECY dem wohl größten Eroberer des Altertums, Alexander dem Großen, eine Ode geschrieben, diese heißt Hail To The King und die Verehrung wird sowohl auf musikalischer wie auch auf textlicher Ebene deutlich. Auf jeden Fall kann man zu dem Song schon vor dem inneren Auge die gereckten Fäuste, fliegenden Mähnen und den lauten Chor-Gesang der Fans sehen und hören. Allerdings ist erst das folgende Here Comes The Winter mein persönliches Highlight auf “Metal Division“. Die Nummer verbreitet mächtig ICED EARTH-Feeling und Liapakis liefert eine begeisternde Performance ab. Die Nummer mündet denn auch in einem Refrain, den man als Heavy Metal-Fan auch nach Tagen nicht mehr aus den Ohren bekommt.

Wer nun befürchtet, dass die Band damit sicherlich ihr Pulver verschossen hat, der wird mit dem etwas thrashigen Curse Of The Slayer rasch eines besseren belehrt. Eine weitere Nummer, die geradezu danach schreit, auf den größten Metal-Bühnen dieser Welt performt und lauthals mitgesungen zu werden. Das anschließende Dracula klingt für mich wie eine Nummer, die auch perfekt zu Jorn Lande gepasst hätte, zumal Liapakis hier auch ein kleines wenig tiefer singt. Der Song hat eine Menge Groove, weiß aber auch an den richtigen Stellen das Tempo entsprechend anzuziehen.

Together We Fall ist ein Hybride aus klassischem Teutonen-Metall à la ACCEPT mit melodischem Metal, der sich insbesondere in der Melodie-Führung bemerkbar macht. Bei Die With The Hammer versprühen MYSTIC PROPHECY wieder ordentlich Thrash-Emotionen, dennoch wirkt das Stück auf mich nicht wirklich „rund“ sondern irgendwie ein wenig zusammengestückelt, was sich insbesondere im Schlagzeug – und dort beim Übergang in den Refrain – immer wieder negativ bemerkbar macht. Die Grundstimmung des Liedes ist aber prima und vielleicht hätte man da sogar mit etwas mehr Geduld für ein folgendes Album noch mehr draus machen können.

Mit Reincarnation erlebt das Album dann so etwas wie seine Wiedergeburt, denn nach dem kleinen vorangehenden Durchhänger bekommt der Hörer hier wieder ein sattes Metal-Pfund vor den Latz geknallt und mit einem dazu passenden Gesang veredelt. Und genau so geht es bei Mirror of A Brolken Heart nahtlos weiter, bevor die Band das Album mit einem weiteren Metal-Knaller in Form von Victory Is Mine beendet. Und wenn man dann rein analytisch auf das vorliegende Album zurückblickt muss man festhalten: zehn von elf Nummern sind in den Bereich „Kracher“ einzuordnen und das Album damit als Ganzes auch.

MYSTIC PROPHECY beweisen auf “Metal Division“ ein weiteres Mal, dass sie weiterhin ein Garant für unverfälschten Heavy Metal sind: die Songs und der Sound sind kompromisslos „true, and right between the eyes“. R.D. Liapakis, Markus Phl, Evan K, Joey Roxx und  Hanno Kerstan haben hier so gut wie alles richtig (eben mit der oben beschriebenen kleinen Einschränkung) gemacht. “Metal Division“ ist vielseitig und doch klassisch MYSTIC PROPHECY. Das Songwriting klingt noch reifer und ausgefeilter als auf den ohnehin schon starken Vorgänger-Alben. Manmuss sich wirklich fragen, was die Band denn noch leisten muss, um in den Kreis der großen und erfolgreichen Metal-Bands vorzudringen?

 

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