Nashville Country Jamboree

Nashville Country Jamboree

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Country Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Nashville Country Jamboree
Nashville Country Jamboree, SPV, 2011
John Elgin, Jerry Foster, Rusty Thornhill, Johnny Singer, Bobby Russell, Marijohn Wilkin, Charlie Bare, Chase WebsterLead Vocals
Johnny Elgin, Mac, Gayden, Jack Eubanks, Wayne Moss, Hank Garland, Jimmy Wilkerson, Billy Sanford, Charlie McCoy, Grady Martin, Ray EddingtonGuitar
Bergen White, David Briggs, Bill Pursell, Hargus "Pig" Robbins, Floyd Cramer, Charlie McCoy, Jerry SmithKeyboards
Mac Gayden, Henry Strzelecki, Jack Eubanks, Norbert Putnam, Wayne Moss, Bob Moore, Ernie Newton, Charlie McCoyBass
Steve Bess, Buddy Harmon, Kenny Buttrey, Willie Ackerman,Drums
Weldon Myrick, Lloyd Green, Pete DrakeSteel Guitar
Josh GravesDobro
Bobby ThompsonBanjo
Produziert von: Johnny Elgin, Bill Sherrill & William Beasley Länge: 47 Min 39 Sek Medium: CD
01. Shove It Up Your Heart11. The Best Years Of Our Life
02. Lovin' My Way Through Life12. To See An Angel Cry
03. The heart I Offered You13. You Don't Deserve The Pain
04. Bring Me Sunshine14. New City Limits
05. One Thing15. I Knew Her When
06. My Home Town16. Tear Drops In A Rainstorm
07. When I Hear A Sad Song17. Night Sounds
08. Young And Foolish18. A Fifth Wheel
09. We Must Have Been Out Of Our Minds19. With Your Hand In Mine
10. The Heartaches That You Gave Me20. How Long Is A Memory

Willkommen, meine Damen und Herren, zur Country Jamboree. Genauer gesagt zur "Nashville Country Jamboree". Ja, ja, so einfach ist das nicht und Country ist nicht gleich Country. Da hat man in Amerika sehr wohl regionale Unterschiede gehabt und es war etwas ganz anderes, ob man aus der Gegend von Nashville kam, oder aus der Nähe von San Francisco. Vielleicht kann man pauschal sagen, dass man an der Westküste - fast schon aus Tradition - etwas lockerer mit dieser Musik umging, auch andere Einflüsse hinzunahm, während in Tennessee, na, sagen wir: snobistischer herangegangen wurde.
So hat sich denn auch an der Westküste eher die Country Rock Musik entwickelt, wo die Gitarren - besonders die Telecaster - lauter gespielt wurden und mehr Akzente setzten. Da durfte auch mal derber hingelangt werden.
In den 60ern schwappte das dann auch in den Raum von Nashville und unter dem Banner NASHVILLE COUNTRY JAMBOREE fanden sich Mitglieder der Gruppen AREA CODE 615 und BAREFOOT JERRY zusammen um sich auf dem legendären Spar Label dieser neuen Richtung anzunehmen. Wie man nun einmal in Nashville ist, ging man gleich höchst professionell an und hatte wie immer top-ausgebildete Musiker am Start. Außerdem fügte man dem Ganzen - fast schon gewohnheitsmäßig - einen sauberen Background-Chor hinzu, wie wir das bei Elvis und Johnny ja auch öfter hatten.

SPV veröffentlicht nun in ihrer "Yellow"-Serie diese Zusammenstellung von "Nashville's First Country Rock Group".
Man darf jetzt nicht erwarten, dass es hier im heutigen Sinne "rockt", aber im Vergleich zu den Bluegrass-Vorläufern sind da schon deutlichere Gitarrenspuren zu hören.
Das rührt natürlich daher, dass diese Songs im Ursprung einfach "Country Songs" waren!
Entsprechend vertraut klingt einem manches. The Heart I Offered You hat zum Beispiel keine unwesentliche Ähnlichkeit zu Heartaches By The Number, welches wir ja in unzähligen Versionen aus dem Country-Bereich kennen.
Wie das auch sehr jazzig mit schönem Swing-Touch funktionieren kann, zeigt Bring Me Sunshine. Hat zum einen - aus heutiger Sicht sich antiquierte - Hammondorgel, zum anderen aber auch einen nicht zu übertreffenden "Sportstudio-Schluss".
Die Steel-Guitar darf natürlich nicht fehlen und natürlich haben es die Nashville-Cracks hier zu besonderer Meisterschaft gebracht.
Die Songs sind - wie das damals so war - allesamt nicht sonderlich lang und überschreiten selten weit die 2-Minuten-Grenze, dafür sind sie aber entsprechend kurzweilig. Die geniale Mundharmonika, die hin und wieder durchschimmert, wird von der Mundharmonika-Koryphäe Charlie McCoy gespielt und kommt einem selbst in unbekannten Songs seltsam vertraut vor. Wahrscheinlich, weil man sie in zahllosen Country-Songs schon gehört hat.

Auch dem Western-Swing wird Tribut gezollt und die typische Cowboy-Herzschmerz-Ballade gibt’s ebenso.
Oft ist das mit einem stimmgewaltigen Background-Chor untermalt und ab und an liefert man auch eine etwas schneller Nummer, wie New City Limits, die der Trucker-Abteilung gefallen dürfte.
Insgesamt bleibt es einigermaßen seicht und man braucht schon ein gewisses Faible für diese Musik und ihre Ursprünge. Ist das der Fall, dann hat mit Sicherheit seine Freude an der NASHVILLE COUNTRY JAMBOREE.

Epi Schmidt, 03.03.2011

 

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