Nasty Bulletz

Right Time To Rock You


CD-Review

Reviewdatum: 16.03.2013
Jahr: 2013
Stil: Glam Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Nasty Bulletz
Right Time To Rock You, Fastball Music, 2013
Axl VanityGesang
Rexx TigerGitarre
Randy RockGitarre
Mad MurryBass
Pete "theBea(s)t" LewisSchlagzeug
Produziert von: Christoph Renner & Hagen Grohe Länge: 46 Min 29 Sek Medium: CD
01. Really Gonna Rock07. Right Between The Eyes
02. Deal With The Devil08. Kissing You Goodbye
03. Tonight Is The Night09. Got To Do It Tonight
04. Keep Breaking My Heart10. Loaded Gun
05. Girl Is Mine11. First Strike
06. Make Me Stay12. Rock You

Rein optisch wirken die NASTY BULLETZ wie die deutsche Antwort auf die US-Amerikaner STEEL PANTHER. Hört man sich die Musik an, dann wird allerdings sofort klar, das hier ist keine Comedy sondern eine Herzensangelegenheit. Die NASTY BULLETZ frönen dem Glam Metal der 1980er Jahre. Vorbilder für den Sound der Rheinland-Pfälzer dürften solche Bands wie RATT, WARRANT oder DOKKEN gewesen sein.

In dieser Tradition rocken sich die NASTY BULLETZ dann ganz Stil-echt durch die zwölf Kompositionen ihres Debüt-Albums. Dabei machen sie ihre Sache so gut, dass man sich glatt in die Zeit zurückversetzt fühlt, als toupierte Haare und Schminke keine reine Frauendomäne waren und enge Spandexhosen tatsächlich ein adäquates Kleidungsmittel darstellten. Die Stücke rocken mit ordentlich Schmackes aus den Boxen und wirken nie aufgesetzt, abgekupfert oder aber überproduziert. Wie schon gesagt, man merkt den Pfälzern an, dass sie mit dem Herzen dabei sind.

Die Band hat definitiv die Rock-Musik der 1980er im Anbaugebiet Süd-Kalifornien aufgesogen wie ein Verdurstender. Stilecht präsentieren sie Kompositionen, wie sie der geneigte Fan ansonsten nur von RATT, WARRANT, POISON , FASTER PUSSYCAT etc. serviert bekam. Dabei kommen sie sogar fast an das Niveau der momentanen Glam-Metal-Könige STEEL PANTHER heran. Dabei ist es nicht so sehr das Spieltechnische, was den NASTY BULLETZ fehlt, sondern eher das Gespür für diese ganz großen Melodien, die sich gnadenlos in den Gehörgängen festsetzen. Da sind ihnen STEEL PANTHER eben noch den entscheidenden Schritt voraus. Aber für ein Debüt ist das hier Gebotene schon recht beachtlich. Zumal ich eine Peinlichkeit – mal abgesehen vom Aussehen – nicht ausmachen kann.

Zum Glück verzichten die NASTY BULLETZ auf die infatilen Texte ihrer US-Kollegen, ohne aber zu versuchen, auf "intelektuell" zu machen. Denn das passt nicht wirklich zu dieser Art Rock-Musik. Vielmehr halten sie sich grob an das Themengebiet "Liebe und Zwischenmenschliches". Als Fazit bleibt eine Menge Respekt und Anerkennung für die deutschen Glam Rocker. So Detail-getreu und voller Hingabe wurde dem Glam Metal der 1980er nur selten gehuldigt. Somit ist auch klar, an wen sich dieses Album richtet. Wer schon damals Glam nicht leiden konnte, der ist hier falsch. Wer aber damals RATT, WARRANT oder POISON mochte, der wird hier richtig gut unterhalten.

Marc Langels, 15.03.2013

 

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