Natalie MacMaster

In My Hands

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1999

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Natalie MacMaster Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Natalie MacMaster
In My Hands, Greentrax Records, 1999
Natalie MacMaster Vocals, Acoustic & Electric Fiddles
Gordie Sampson Guitar, Bass, Keyboards, Organ, Percussions, Programming
Al Cross Drums
Joel Chiasson Piano
Scott Alexander Bass
Gäste:
Sharron Shannon Accordion
James Blennerhasset, Bruce Dickson,
George Kohle, Victor Krauss, Glenn Worf
Bass
Paul Widner Cello
Charlie Cooley, Ray Fean Drums
Mark O'Connor Fiddle
Kevin Breit, Jesse Cook, David MacIsaac, Brant Mason Guitar
Harry Stinson Drums, Hand Drum
Laoise Kelly Harp
Mary Shannon Mandolin
Denis Keldie Organ
Art Avalos, David Direnzo Percussions
Brian Leonard Drums, Percussions
Aaaron Davis, John Jarvis, Matt Rollins, Howie MacDonald Piano
Jamie Foulds Programming
Phil Dwyer Saxophone, Trombone
Terry Promane, Rick Tate Trumpet
Douglas Perry Viola
Marie Berard, Fujiko Imajische Violin
Alison Krauss Vocals
Produziert von: Gordie Sampson Länge: 61 Min 51 Sek Medium: CD
1. In My Hands8. Olympic Reel
2. Welcome To The Trossachs9. Father John MacLeod's Jig
3. Gramma10. Get Me Through December
4. Blue Bonnets Over The Border11. The Farewell
5. New York Jig12. Moxham Castle
6. Flamenco Fling13. Mom's Jig
7. Space Ceilidh14. Flora MacDonald

Cape Breton, Nova Scotia, Kanada - ein wunderbares Fleckchen Erde, eines der Zentren keltischer Folklore und die Heimat von Natalie MacMaster.

Die Violinistin wird in ihrer Heimat mit Ehrungen, Preisen und Auszeichnungen geradezu überschüttet, unter anderem seit vier Jahren regelmäßig mit dem 'Best fiddle player'-Award der Canadian Country Music Association. Obwohl Natalie 1999 und Anfang des Jahres für einige Konzerte in Europa weilte und mit "In my hands" bereits ihr fünftes Album vorliegt, dürfte sie hierzulande nur den absoluten Folk-Experten bekannt sein, was an sich sehr bedauerlich ist.

Auch ich bin eher zufällig beim Stöbern im Internet auf Natalie gestoßen. Vor allem ihr Song In my hands hatte es mir sofort angetan, eine Nummer, bei der traditioneller Folk sich mit modernen Rock- und Popsounds in beeindruckender atmosphärischer Weise vereinigt.
Normalerweise müsste ein Song dieser Qualität und - das ist jetzt wirklich positiv zu interpretieren - Massenkompatibilität ein Riesenhit werden. Die komplette Etheridge-, Nova, Marshall- oder Crow-Klientel müsste auf sowas abfahren, wie mein Hund auf eine frische gegrillte Schweinshaxe.

Doch In my hands, bei dem Natalie erstmals in ihrer Laufbahn persönlich die Leadvocals übernommen hat, ist ohne Frage ein untypischer Song für das komplette Album.
Natalie widmet sich fast ausnahmslos traditonellem Celtic Folk, also den typischen Jigs und Reels, die zumeist aus mehreren traditionellen, aneinandergefügten Melodien bestehen.

Normalerweise wird mir so etwas auf CD, ungeachtet der spielerischen Klasse eines Künstlers, relativ schnell langweilig, nicht jedoch bei der hübschen Kanadierin.
Der raffinierte Trick, den sie einsetzt, ist ganz einfach eine ungeheure Vielfalt an unterschiedlichen Stimmungen zu erzeugen. Mal ruhig und verträumt, dann wieder schnell und mitreißend, jedoch immer wieder überraschend und nicht zuletzt auch beeindruckend, was sie ihrer Geige an Tönen und Melodien entlockt.

Zudem nimmt Natalie es mit der Geographie und Tradition auch nicht so hundertprozentig genau. Ihr Flamenco fling ist definitiv nicht keltischen Ursprungs, jedoch entsteht auch nicht der Eindruck eines all zu gravierenden Stilbruchs.
Space Ceilidh enthält, wie der Name es fast schon vermuten lässt, modernen Dancesound und mit der Ballade Get me through December, gesungen von Alison Kraus, findet sich noch sogar ein zweiter Kandidat für eine potentielle Singlesauskopplung für aufgeschlossene, qualitätsbewusste Rundfunkstationen auf "In my hands".

Auch wenn ich mir persönlich mehr Material im Stile des herausragenden Titelsongs gewünscht hätte, kann ich dieses Album allen Folk-(rock)-Fans nur wärmstens empfehlen.

Martin Schneider, (Artikelliste) 30.09.2001

 

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