Neal Schon

So U


CD-Review

Reviewdatum: 17.05.2014
Jahr: 2014
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Neal Schon
So U, Frontiers Records, 2014
Neal SchonGesang & Gitarre
Marco MendozaGesang & Bass
Deen CastronovoGesang & Schlagzeug
Produziert von: Neal Schon Länge: 50 Min 17 Sek Medium: CD
01. Take A Ride06. On My Way
02. So U07. Serenity
03. Exotica08. Shelter
04. What You Want09. Blue Ocean
05. Love Finds A Way

Seit drei Jahren warten die Fans von JOURNEY auf den Nachfolger von "Eclipse". In der Zwischenzeit hat es Gitarrist Neal Schon nun schon geschafft zwei Solo-Alben aufzunehmen. Das erste "The Calling" war dabei ein rein instrumentales, das Schon in der musikalischen Nähe von Joe Satriani ansiedelte. Für das aktuelle Werk, "So U", hat sich Schon nun eine kleine Band aus Marco Mendoza (Gesang, Bass, Ex-WHITESNAKE, BLACK STAR RIDERS) und Deen Castronovo (Schlagzeug, Gesang, JOURNEY) zugelegt und da sowohl Mendoza als auch Castronovo wirklich ordentliche Sänger sind, dürfen sie das auch hier beweisen.

Die Musiker bieten dabei eine äußerst abwechslungsreiche musikalische Reise. Nach den eher bluesigen Tönen des Openers Take A Ride bewegen sie sich anschließend beim Titeltrack in fast schon Alternative Rock-igen Gefilden. Mich erinnert das Stück dabei phasenweise an die kongenialen SAIGON KICK und hätte wohl auch gut auf deren Album "Water" gepasst. Das darauf folgende Exotica hätte hervorragend auf den Vorgänger "The Calling" gepasst und präsentiert den Gitarren-Helden Neal Schon und dessen perfekte Technik. Ebenso lässig zeigt sich die Gruppe auch auf dem treibenden On My Way.

Musikalisch erinnert hier sehr wenig an Schons Hauptband. Vielleicht hätte das balladeske Love Finds A Way noch besten auf eine künftige JOURNEY-Scheibe gepasst. Natürlich auch wegen dem Gesang, der hier doch stark an Steve Perry erinnert. Und auch der Rocker Serenity erinnert von der Grundstimmung her auch an die AOR-Rocker – es fehlen eigentlich nur noch die Keyboards.

Leider haben sich aber auch ein paar kleinere Hänger auf das Album geschlichen. Ein What You Want transportiert zwar einen unterschwelligen KING’S X-Vibe, wirkt aber irgendwie etwas zerfahren und lässt die zwingende Melodie missen. Das mit der Melodie kann man auch 1:1 so über Shelter sagen, ehe das Album mit dem eher bedächtigen Instrumental Big Ocean ausplätschert.

Ansonsten aber ist Schon schon wieder ein spannendes Solo-Album gelungen, das Fans melodisch hart rockender Musik viel Spaß bereiten wird. Das Spiel von Schon ist dabei wie gewohnt makellos. Und seine Mitmusiker gehören auch nicht von ungefähr zu den etablierten Namen in der Rock-Szene. Aber so langsam wird es trotzdem wieder Zeit, dass sich Schon an die Arbeit für ein neues JOURNEY-Album begibt. Denn da liegt seine wirkliche Stärke – egal wie gut seine Solo-Werke sind.

Marc Langels, 16.05.2014

 

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