Nefacio

Lauf

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.01.2012
Jahr: 2011
Stil: Mittelalter / Folk Rock

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Nefacio
Lauf, Nicrothal Records, 2011
Baba HailGesang, Bass, Schlagzeug
Gäste:
BodenskiGitarre
Buzz DeeGitarre
Der MorgensternSchlagwerk
Markus Van LangenGesang, Gitarre, Schalmei
u.a.
Produziert von: Baba Hail Länge: 51 Min 51 Sek Medium: CD
01. Das Gesetz09. Nefacio (Hymne)
02. Frei sein10. Das Versprechen
03. Kopf ab11. Irgendwo
04. Nie mehr12. Leben
05. Flucht13. Ai vis lo lop
06. Der Ring14. Der Weg (Alléz oh, oh ,oh)
07. Lauf!15. Kein Blick zurück
08. Der Kampf16. No More (Bonustrack)

NEFACIO - lateinisch: Anders handeln - Der Name ist Programm. Anstatt die in Mittelaltermusik übliche Instrumentierung zu verwenden, setzt der ehemalige INGRIMM- und VAN LANGEN-Musiker auf eine ungewöhnliche Variante. Ursprünglich als Trio für Bass, Schlagzeug und Holzblasinstrumente konzipiert, ging Baba Hail noch einen Schritt weiter und warf auch noch die Melodieinstrumente über Bord.

Nicht komplett, denn live wird NEFACIO bewusst als offenes Projekt mit wechselnden Besetzungen verstanden. Im Studio gab es punktuelle Unterstützung von unter anderem Marcus Van Langen, Bodenski (SUBWAY TO SALLY), Buzz Dee (KNORKATOR) und ex-IN EXTREMO Der Morgenstern.

"Lauf" wird zu einem Hörerlebnis, das polarisiert. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines Mannes im 14. Jahrhundert, der gezwungen wird Scharfrichter zu sein, dessen Traum aber ein Leben als Spielmann ist. Hail und einige Gaststimmen tragen die Handlung fast hörspielartig vor, lediglich von Bass- und Schlagzeugsequenzen, den Gastbeiträgen und einigen Soundeffekten begleitet.

Hails Bassspiel ist aufregend und innovativ. Nicht umsonst wurde er mit dem 2. Platz in der Kategorie ‚bester Bassist' des deutschen Rock- und Pop-Preises 2011 ausgezeichnet. Das Experiment den Musikanteil auf das Nötigste zu reduzieren funktioniert in dem Sinne, dass "Lauf" einen interessanten Hörspiel-, wegen mir auch Hörbuch-Ansatz vorstellt, der für ein paar Hördurchgänge zu fesseln weiß. Allerdings passiert musikalisch auf Dauer zu wenig. Vieles klingt auf lange Sicht zu ähnlich und irgendwann kennt man die Story halt auswendig.

Eine spannende Angelegenheit mit Verfallsdatum.

Martin Schneider, 21.01.2012

 

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