Nelson Wright

Still Burning

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.12.2012
Jahr: 2012
Stil: Americana

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Redakteur(e):

Holger Müller


Nelson Wright
Still Burning, Fetching Grace Music, 2012
Nelson Wrightvocals, guitar
Michael Connollymandolin, fiddle, accordion, upright bass, keyboards
Orville Johnsondobro, lap steel
Matthew Bergerpercussion
Grant Dermodyharmonica
Miller McNaymandolin
Jim Ballardguitar, harmony vocals
Produziert von: Michael Connolly Länge: 37 Min 33 Sek Medium: CD
01. Worse Things06. Burnin'
02. Five Feet Under07. It Ends With My Longing For You
03. Time To Choose08. February Thaw
04. No Second Chances09. Trouble In Mind
05. Red Wing10. Unfinished Business

Nelson Wright gehört zu jenen Songwriter-Typen, die man einfach ins Herz schließen muss, auch wenn sie ihre großen Vorbilder wohl nie erreichen werden. Seine Stimme ist nicht so markant wie die von Steve Earle oder Cavin Russell, seine Songs sind nicht so tiefgründig wie die von Guy Clark und die Dobro von Orville Johnson verursacht nicht ganz so viel Gänsehaut wie die von Jerry Douglas. Und Wright kann sich auch nicht so richtig entschließen, ob er lieber Outlaw-Country oder Nashville-Country sein will.

Aber letztendlich ist das auch gar nicht so wichtig, denn "Still Burning", das erste Album von Nelson Wright, ist eine wohltuende Reise durch das Hinterland Amerikas, vom kühlen Nordosten (wo der Songwriter herkommt) bis hinunter ins Cajun-Territorium. Wrights graue Haare sind Beleg für Lebenserfahrung, die er in seinen Songs aber mit viel Wärme und verschmitzter Miene weitergibt. Auf seiner Website fällt der Name Bob Dylan, aber mit dem grummelnden Übervater des Songwritings sollte man ihn auf keinen Fall vergleichen - dafür sind seine Songs einfach zu positiv gestimmt.

Red Wing zum Beispiel ist so ein Song, der auf beschwingten Fingerpicking-Pfaden zum Spaziergang mit Mattie am Mississippi entlang führt - aber nicht im tiefen Süden, sondern in Cairo, dort wo der große Strom auf den Ohio River trifft. Und auch wenn der Held der Geschichte Mattie ziehen lassen muss und sich nur noch an ihr weisses Sommerkleid erinnert, bleibt ein Gefühl von fröhlichem Spätsommer zurück. Richtig dunkel werden Wrights Songs nie, auch wenn er sich manchmal Mühe gibt wie in Time To Choose. Aber das ist kein Makel. Denn dafür hat Wright mit It Ends With My Longing For You eines der schönsten akustischen Liebeslieder des ausklingenden Jahres geschrieben, zu dem höchst passend neben der Gitarre nur ein sehnsuchtsvolles Akkordeon erklingt.

Holger Müller, 18.12.2012

 

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