New Soul Cowboys

New Soul Cowboys

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.09.2009
Jahr: 2009
Stil: Southern Rock

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New Soul Cowboys Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


New Soul Cowboys
New Soul Cowboys, Eigenvertrieb, 2009
Anthony GomesGesang & Gitarre
David KarnsBass & Gesang
Peter LangSchlagzeug & Gesang
Gastmusiker:
Chris CarmichaelStreicher
Sandy WeltmanBanjo
Darin PierceKeyboards
Hilary RobertsGesang
Opal StaplesGesang
Produziert von: New Soul Cowboys & Van Christie Länge: 46 Min 24 Sek Medium: CD
01. Painted Horse07. Born To Ride
02. Rebel Highway08. Carolina
03. Gamblin' Man09. You Are Amazing
04. What It's All About10. New Soul Cowboy
05. Somebody's Missing11. Chicken Bone Cross
06. Purple Whiskey Sack12. Losing You

Eine Warnung vorweg: Wenn man das Album zum ersten Mal startet, dann sollte man den Volumenregler nicht zu weit aufdrehen! Denn ein unerwartet hartes Riff eröffnet dieses Album, so dass man kaum glauben kann, dass dies hier Southern Rock sein soll. Aber dann setzt darüber das Banjo ein und der Hörer weiß: das ist Southern Rock und zwar feiner. Aber die NEW SOUL COWBOYS belassen es nicht dabei, die ausgetretenen Pfade anderer Bands weiter zu beschreiten, sondern sie integrieren auch Einflüsse aus Hard Rock und Blues in ihren Sound und mixen so ein Gebräu, das zahlreichen Musikfans munden sollte.

Dabei bläst einen der Opener Painted Horse erst einmal um. So viel Power ist schon ungewöhnlich und wird sicher den ein oder anderen traditionellen Southern Rock-Fan erst einmal auf dem falschen Fuß erwischen. Wenn Frontmann Anthony Gomes proklamiert: „I’m bader, Baby, than Jesse James“, dann ist klar: hier sind Outlaws am Werk. Und wenn er später hinzufügt: „Excuse me Mama, while I kiss the sky“, dann wissen auch die Fans der 1960er, was Sache ist. Hier gibt es auch Einflüsse des ersten Gitarren-Gottes – und zwar satt und genug.

Aber ansonsten sind die NEW SOUL COWBOYS “southern, as southern can be”. Und das beweisen sie auf den 12 Tracks ihres selbstbetitelten Debüts. Da klingt die Dobro, da jault die Pedal Steel, da wird geslidet was das Zeug hält. Dazu die wahnsinnig soul-, blues- und Bourbon-getränkte Stimme von Gomes, das ergibt Gänsehaut pur.

Es ist schon beeindruckend, was Gomes und seine beiden Mistreiter David Karns (Bass) aus Peter Lang (Schlagzeug) aus dieser Trio-Besetzung herausholen. Einen solchen vollen Sound bringen sonst teilweise sechsköpfige Bands nicht zu Stande. Zudem entpuppen sich die beiden Kompagnons als überraschend gute Background-Sänger, die Gomes mehr als nur adäquat unterstützen, wie zum Beispiel bei Rebel Highway, das überwiegend von der kompletten Besetzung gesungen wird.

Damit ist auch klar, dass “New Soul Cowboys“ eine fast reine Gitarren-Platte ist. Nur ganz vereinzelt kommen mal Keyboard- und vor allem leichte Hammond-Sounds vor (beispielsweise bei Somebody’s Missing), aber ansonsten regieren Gitarre, Bass und Schlagzeug. Aber dennoch ist dies kein „Rock-auf-Teufel-komm-raus“-Album, sondern hat durchaus seine ruhigen – ja sogar romantischen Momente (Somebody’s Missing, Carolina und Losing You). Dabei darf es auch nicht überraschen, dass Gomes gerade diese Tracks fast noch überzeugender singt als die Rocker – hier wird echtes Herzblut geboten.

Die NEW SOUL COWBOYS rocken schon über weite Strecken etwas härter und gradliniger, als man das von vielen anderen Southern Rock Bands gewohnt ist. Aber die Band wurde eben nicht nur von Johnny Cash, Hank Williams und LYNYRD SKYNYRD beeinflusst, sondern auch von Jimmy Hendrix oder zeitgenössischen Rock-Bands. Dies lassen sie mal mehr, mal weniger subtil in ihre Musik einfließen und zollen auch textlich gerne ihren Heroen Tribut. Das klingt dann trotz der unterschiedlichen Einflüsse niemals gezwungen oder aber aufgesetzt, sondern einfach nur zwingend und konsequent.

Insgesamt ist “New Soul Cowboys“ ein wirklich verdammt starkes Debüt, das Lust auf mehr macht und das die Band von ihren vielen verschiedenen Seiten zeigt. Gerade dieser Abwechslungsreichtum ist es auch, der die NEW SOUL COWBOYS aus der Masse der Bands heraushebt. Hier fühlen sich bei Tracks wie Gamblin’ Man sowohl die Anhänger des straighten, traditionellen Hard-Rock richtig als auch die Freunde des Southern Rock, wenn die Band den Rebel Highway - die Interstate 40 - besingt. Mit ihrem Erstling ist den NEW SOUL COWBOYS direkt ein wahres Meisterwerk gelungen, das weltweit seine Anhänger finden dürfte. Denn wer seinen Southern Rock mit viel Druck mag, der ist hier goldrichtig.

Marc Langels, 19.09.2009

 

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