Nigel Barker

The Fifth Album - Five

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.01.2021
Jahr: 2020
Stil: Rock, Blues
Spiellänge: 37:37
Produzent: Nigel Barker

Links:

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Plattenfirma: Wonderland West Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Leonard Cohen

Bob Dylan

The Delta Saints

Tom Waits

Titel
01. Yeah Yeah Yeah
02. Telling My Troubles To Strangers
03. I curse The Sun For Coming Up Today
04. Don't Think Twice When Once Will Do
05. Yeah I'm Extra Fly
06. Heroin
 
07. That's Just The Way It Is
08. When The World Was Round
09. Going To Albuquerque
10. Seek The Truth And I'll Meet You There
11. We Sang Songs In The Prison Church
12. Only The Right Woman Can Do Me Wrong
Musiker Instrument
Nigel Barker Vocals and all Instruments

Als Selbstbeschreibung bittet Nigel Barker (bzw. der Verfasser des Textes) auf seiner Homepage darum, sich Beck mit Tom Waits, Leonard Cohen mit den Delta Saints vorzustellen und dann noch etwas Kurt Weill, Curtis Stigers, Bob Dylan und Peter Gabriel hinzuzugeben.

Soweit, so verwirrend, aber es ist auch nicht ganz einfach mit dem Briten. Da muss man schon ein etwas breiteres Spektrum mögen und trotzdem noch für diverse Wendungen offen sein.

 

Immerhin beim Albumtitel gibt’s keine Zweifel: Es ist sein fünftes Album. Auf den vorherigen war er zum Teil mit Begleitband zugange, aber dieses Mal hat er alles selbst übernommen. Eine langjährige Tätigkeit als “recording engineer“ in den bekannten AIR Studios (einst von George Martin gegründet) leistete ihm diesbezüglich gute Dienste.

Und auch sein britischer Humor kommt ihm zugute. So eröffnet zu druckvollen Drums den Reigen mit “Now for your listening pleasure, the sound of a one-string-guitar“. Die natürlich dann auch kommt. Ebenfalls mit druckvollem Sound und teils mit Slide gespielt, reicht ihm diese Untermalung den ganzen Song über. Denn Nigel legt wert auf seine Lyrics und braucht's also nicht viel Beiwerk. Mit der Zeit erinnert er mich einigermaßen an Gary Floyd (einst Sister Double Happiness).

 

Telling My Troubles To Strangers wird mit klassisch anmutenden Streichern ausgeschmückt, ohne die es weit mehr Richtung experimentellen Roots Rock gehen würde. In der Tat könnte man sich heutzutage auch Bob Dylan mit so einer Nummer vorstellen. Eine Zeile, wie “I'm telling my troubles to strangers, cause I can't get no sense out of you“, könnte man sich jedenfalls bei Bob auch gut vorstellen. Bluesiger wird’s bei der Single-Auskopplung I Curse The Sun For Coming Up Today, die gut als Soundtrack für einen apokalyptischen Film dienen könnte und die einen mit Gesang ebenso hypnotisiert, wie mit den Klangwelten im Hintergrund.

 

Aus Don't Think Twice When Once Will Do hätte man locker einen straighten Rocker machen können, aber das liegt überhaupt nicht im Sinn von Nigel Barker. Auch hier werden diverse Klänge vermischt und zu einem flirrenden Gebilde vereint, welches einen zwangsläufig fasziniert. Oder verschreckt, je nachdem. Ein bisschen spinnt mir hier im Hinterkopf die Musik von Steve Harley und Cockney Rebel aus den 70er herum.

 

Hinter Heroin vermutet man keinen Partysong und tatsächlich geht das stark in Richtung der Graveyard-Waltz von Tom Waits. Wäre auch was für einen Jim Jarmusch-Film. Es geht aber auch rockiger, wie in dem leicht an THE WHO angelehnten That's Just The Way It Is. Also, was die Gitarre angeht, der Gesang ist weiterhin mehr so eine Art Sprechgesang, der Wert auf gute Verständlichkeit des Textes legt. Immerhin gibt’s hier ein, recht verfremdetes Gitarrensolo.

Und mit dem nahezu fröhlichen Going to Albuquerque wird’s direkt poppig-frisch, mit einem leichten Country-Folk Flair und einem guten Drive. Macht Spaß.

Spaß macht auch We Sang Songs In The Prison Church. Klingt im Refrain nach Gospel-Nummer, pendelt aber sonst zwischen 60's Beat-Anleihen und etwas Country. Der Refrain ist ein astreiner Ohrwurm.

 

Zum Schluss widmet sich Nigel Barker mit Only The Right Woman Can Do Me Wrong einem klassischen Blues-Schema. Ganz typisch, nur zur gezupften Akustischen gesungen (leichter Keyboard-Teppich im Background) und ganz viel Wert auf die Story gelegt. Wie das eben bei Nigel so ist. Trotzdem, wer einen etwas breiter angelegten Geschmack, sollte hier vielleicht mal reinhören, denn da kann sich durchaus ein Lieblingsalbum drin verbergen.

 

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