Night Ranger

Hole In The Sun


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Hole In The Sun, Frontiers Records, 2007
Jack Blades Vocals, Bass
Kelly Keagy Drums, Vocals
Brad Gillis Guitars, Vocals
Jeff Watson Guitars, Vocals
Michael Lardie Keyboards, Vocals
Produziert von: Night Ranger Länge: 53 Min 35 Sek Medium: CD
1. Tell Your Vision7. Hole In The Sun
2. Drama Queen8. Fool In Me
3. You're Gonna Hear From Me9. White Knuckle Ride
4. Whatever Happened10. Revelation 4am
5. There Is Life11. Wrap It Up
6. Rockstar12. Being

Sie wurden also noch nicht ausrangiert. Satte 10 Jahre nach ihrem letzten Studiowerk "Seven" melden sich NIGHT RANGER mit einem brandneuen Album zurück. Im Zuge der vielen Reunions der letzten Jahre verwundert das auch keineswegs. Nur weiß ich nicht, ob die Band sich jemals offiziell aufgelöst hat. Unzählige Soloprojekte von Jack Blades, Kelly Keagy und Brad Gillis erweckten den Eindruck, die Band würde nur eine künstlerische Auszeit nehmen.
Nun gut. Die Ranger patrouillieren wieder. Und das fast in Originalbesetzung. Lediglich für Alan Fitzgerald haut jetzt Michael Lardie (früher GREAT WHITE) in die schwarz-weißen Tasten.

Und anders als auf dem zwischenzeitlich fast schon uralten Vorgängeralbum "Seven" legen sich die Ranger auf "Hole in The Sun" gleich mächtig ins Zeug. Der Opener Tell Your Vision ist alles andere als stromlinienförmiger Mainstreamrock. Gekonnt mischt die Band hier konzertante und Metal-Elemente zu einem gelungenen Bombast-Hardrocker zusammen. Im Mittelpunkt stehen die brachialen Gitarren und der mächtige Satzgesang der Band - wie zu ihren besten Zeiten.
Auch das folgende Drama Queen überzeugt durch knackige Gitarrenläufe und einen hyperaktiven Rhythmus. Und trotz allem besitzt Drama Queen vorzügliche Ohrwurmqualitäten.
Track Nummer 3, You're Gonna Hear From Me, beginnt wie eine alte Suzie Quatro-Nummer und verfällt dann zunehmend in den typischen NIGHT RANGER Bombastrock-Sound. Drummer Kelly Keagy muss hier absolute Schwerstarbeit leisten. Die Schlagzeug-Arrangements sind wuchtig und ziemlich vertrackt. Absolut geil kommen dazu die Saiten-Angriffe von Brad Gillis und Jeff Watson. Neben Wrap It Up eines meiner Lieblingsstücke auf dem Album.
Und es rockt herzhaft weiter. Whatever Happened klingt stark nach NIGHT RANGER zu ihren "Big Life" Zeiten. Die 80er leben wieder auf. Glücklicherweise im Sound des neuen Jahrtausends. Keine kitschigen Keyboards oder Drum-Loops vermiesen die gute künstlerische Gesamtnote.
Apropos Keyboards. Die Band scheint Michael Lardie in die hinterste Ecke des Studios verbannt zu haben. Lediglich auf der Ballade There Is Life rückt er mit seinem Pianosound etwas in den Vordergrund. Sonst spielt er nur eine Statistenrolle. Und das tut dem Album gut.

Es gibt nur drei typische NIGHT RANGER-Balladen zu hören. Neben dem eben erwähnten There is Life gehören dazu noch Being und das folkloristische Fool In Me. Bei allen drei Nummern übernimmt Kelly Keagy für Jack Blades den Lead Vocal Part.
80% der CD wird aber von deftigen Rocksongs beherrscht. Weitere Beispiele dafür sind Rockstar und Wrap It Up, mit ihren überbordenden Vocal-Arrangements. Außerdem es gibt natürlich wieder jede Menge Arbeit für Brad Gillis und Jeff Watson. Und Mann, was gehen die Songs ins Ohr. Selbst Leute mit Halskrause werden bei solchen Rockern zum Headbanger.
Die 10jährige Pause hat der Band gut getan. "Hole In The Sun" ist ein tolles Rockalbum auf der Höhe der Zeit geworden. Die Arrangements klingen teilweise recht spektakulär. Absolut überzeugend ist der herausragende Satzgesang und der voluminöse Gitarrensound. Das Comeback des Jahres für mich.
Klang und Produktion sind sehr gut und heftig.

Joachim Domrath, 24.03.2007

 

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