Nightingale

Nightfall Overture [2024 Re-Issue]

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.07.2024
Jahr: 2024
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 117:58
Produzent: Nightingale

Links:

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Plattenfirma: Insideout Music

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Edge Of Sanity

Opeth

Katatonia

Amorphis

Faith No More

Titel
Disc 1: Nightfall Overture (Länge: 44:33)
01. Nightfall Overture
02. The Dreamreader
03. Revival
04. Steal The Moon
05. Alonely
06. I Return
07. The Glory Days
08. Shadowland Serenade
09. Losing Myself
10. Better Safe Than Sorry
Disc 2: Live In Europe 2004 - 2016 (Länge: 73:23)
01. Nightfall Overture (Live in Gelsenkirchen 2016)
02. A Raincheck On My Demise (Live in Gelsenkirchen 2016)
 
03. Hideaway (Live in Gelsenkirchen 2016)
04. Forevermore (Live in Gelsenkirchen 2016)
05. Into The Light (Live in Gelsenkirchen 2016)
06. Chasing The Storm Away (Live in Gelsenkirchen 2016)
07. Revival (Live in Gelsenkirchen 2016)
08. Steal The Moon (Live in Gelsenkirchen 2016)
09. Black Tears (Live in Gelsenkirchen 2016)
10. Better Safe Than Sorry (Live in Baarlo 2012)
11. Shadowland Serenade (Live in Örebro 2004)
12. The Glory Days (Live in Barcelona 2006)
13. Alonely (Live in Vosselaar 2008)
14. Losing Myself (Live in Örebro 2004)
15. Edge of Sanity Medley (Live in Helsinki 2010)
16. Piska Mig (Med Lagom Mycket Gummi) (Live in Helsinki 2010)
Musiker Instrument
Dan Swanö Gesang, Gitarre & Keyboards
Dag Swanö Gitarre, Keyboards & Gesang
Erik Oskarsson Bass & Gesang
Tom Björn Schlagzeug
Gastmusiker:
Craig Smith Gitarre

Es ist ja eine Entwicklung, die viele Death- oder Black-Metal-Musiker durchmachen: mit zunehmender Erfahrung beim Songwriting, mit steigenden technischen Fähigkeiten und auch wachsenden Einflüssen von außen eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, sich musikalisch auszudrücken. Das beste Beispiel dafür sind wohl OPETH, die heute kaum noch etwas mit ihren Death Metal-Wurzeln zu tun haben. Aber auch KATATONIA oder AMORPHIS machten eine deutliche, klangliche Wandlung durch.

In manchen Fällen war es aber nicht so einfach möglich, die DNA der Hauptband "umzuprogrammieren", so dass einzelne Musiker stattdessen einfach ein neues Projekt begannen. So hat es auch Dan Swanö getan, der mit seinen zunehmend melodischen und stellenweise progressiven musikalischen Ideen bei seiner Haupt-Band EDGE OF SANITY zunehmend auf Widerstand stieß. Um diese dann doch zu verwirklichen, gründete er das Projekt NIGHTINGALE, aus dem später eine richtige Band wurde, bei der er seit vielen Jahren mit seinem Bruder Dag zusammen agiert.

Im Zuge des Re-Releases der klassischen EDGE OF SANITY-Alben hat sich das Label dazu entschieden auch ein NIGHTINGALE-Werk wieder zu veröffentlichen. Dafür wurde "Nightfall Overture" ausgewählt, eine Best Of-Kollektion der ersten vier Alben, die zusätzlich noch zwei damals neue Aufnahmen enthielt. Unter den zehn enthaltenen Songs sind jeweils zwei Stücke von den damals schon veröffentlichten vier Studiowerken. Hinzu kamen mit Losing Myself ein EDGE OF SANITY-Cover sowie Better Safe Than Sorry ein sehr eingängiges Stück, das teilweise fast schon in Richtung Radio Rock geht, bevor es immer wieder ein gutes Stück Härte zurückgewinnt.

Aber das Interessante an der Zusammenstellung waren denn tatsächlich die besten Songs. Denn diese wurden von NIGHTINGALE teilweise noch einmal neu arrangiert und frisch eingespielt, wodurch sie nicht nur besser klingen als auf den vorangegangenen Alben, sondern stellenweise eine neue Anmutung bekommen, etwa weil die Gesangsmelodie oder die Songstruktur abgeändert wurde. Dadurch hat dieses Album damals auch einen wirklichen Mehrwert für die Fans der Band.

Als Bonus wurde für dieses Reissue eine CD mit Live-Aufnahmen aus den Jahren 2004 bis 2016 zusammengestellt. Dabei stammen neun der 16 Lieder vom Rock Hard Festival 2016, die damals im Anschluss auch als "Rock Hard Live" veröffentlicht wurden. Der Sound der Aufnahme klingt dabei nicht als sei sie im Studio nachbearbeitet worden, sondern richtig authentisch live, allerdings ein wenig sehr bassbetont. Die Band präsentiert ihr Material mit mehr Biss und deutlich hörbareren Orgel-Sounds als im Studio und auch die Stimme von Dan Swanö hat mehr Biss. Aber das alles sind Sachen, die den Songs nur zusätzlich gut tun. Meine persönliche Favoriten unter den vielen starken Songs sind dabei A Raincheck On My Demise und Revival. Aber man merkt der Band - und insbesondere dem Frontmann - den Spaß an dem Auftritt in Gelsenkirchen wirklich jederzeit an.

Gegen die Qualität der Aufnahme vom Rock Hard-Festival kommen die übrigen Songs hier soundtechnisch nicht an. Sie klingen vielmehr überwiegend wie ganz ordentliche Bootleg-Aufnahmen. Nicht ganz mithalten können dabei einzig das 2010 in Helsinki mitgeschnittenen Edge Of Sanity Medley und das daran anschließende Piska Mig (Med Lagom Mycket Gummi). Diese beiden sind klanglich noch etwas schlechter, allerdings ist insbesondere das Medley musikalisch natürlich sehr interessant. Und das finnische Lied hat vor allen Dingen einen humoristischen Bonus und erinnert ein wenig an frühe FAITH NO MORE.

Das 2024 Re-Issue von "Nightfall Overture" ist wirklich eine sehr lohnenswerte Anschaffung, zeigt es nicht nur die stärksten Stücke der frühen Phase der Band-Geschichte in neuem Sound und neuer Gestaltung, sondern präsentiert daneben auch sehr deutlich, was für eine starke Live-Band NIGHTINGALE sind. Es ist also sowohl für Fans als auch für solche, die diese Band erst noch entdecken wollen, eine perfekte Scheibe.

 

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