N.M.A.

N.M.A.


CD-Review

Reviewdatum: 29.05.2019
Jahr: 2019
Stil: Metal
Spiellänge: 36:10
Produzent: N.M.A.

Links:

N.M.A. Homepage

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Promotion: CMM GmbH


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Dio

Halford

Symphony X

Within Temptation

Titel
01. This World
02. Shining Bolt
03. Turn On The Light
04. Shadow
05. Dark Creatures
 
06. Tearminator
07. Whatever
08. Innocent
09. Demons
Musiker Instrument
Denise Gutzwiller Gesang & Bass
Robo Indrist Schlagzeug
Greg Altherr Gitarre
Gastmusiker:
Warwick Richard Bass

N.M.A., das ist keine neue Rap-Gruppe aus Los Angeles wie etwa N.W.A., sondern eine Rock- und Metal-Gruppe aus der Schweiz. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Trio, bestehend aus Denise Gutzwiller am Bass und dem Gesangsmikrofon, Robo Indrist am Schlagzeug und Greg Altherr an der Gitarre. Die Band stammt aus Zürich und nach einer Demoaufnahme aus dem Jahr 2017 steht sie nun mit dem selbstbetitelten Debüt-Album in den Startlöchern, das über das bandeigene Label RobnRoll Records erscheint.

Das Werk legt gleich mal mit einem richtig guten Metal-Riff und dazu passender Double-Bass-Attacke los, was die Erwartungshaltung gleich mal in die Höhe schnellen lässt. Allerdings hält die Freude ganze 24 Sekunden, denn dann steigt „Sängerin“ Denise ein und zerstört die Hoffnung auf eine gelungene Metal-Scheibe innerhalb weniger Sekunden. So leid es mir auch für die Band tut, aber das, was hier als Lead-Gesang geboten wird, macht alle Ansätze, über die das Songwriting definitiv verfügt zunichte. Denn so kommt auch das folgende Shining Bolt – wenn auch mit zugegebenermaßen etwas besserem Gesang – nicht ganz zur Entfaltung. Denn was nützen gute Riffs, wenn man sich beim Gesang fremdschämt? Weiteres Beispiel gefällig – folgt direkt mit Turn On The Light oder Tearminator.

Da hilft es natürlich auch nichts, dass auch die Riffs im weiteren Verlauf des Albums an Durchschlagskraft verlieren und nicht mehr so packend aus den Boxen knallen. Das grundlegende Talent ist definitiv vorhanden, aber die Band braucht definitiv eine andere Sängerin oder einen Sänger. So wird aus dem selbstformulierten Anspruch, die regionalen, nationalen und internationalen Bühnen zu erobern, sicherlich nichts. Nicht jede Band braucht einen Gesangsgott wie Rob Halford, Ronnie James Dio, Russell Allen (SYMPHONY X) oder Sharon den Adel (WITHIN TEMPTATION), aber es sollte sich bitteschön doch so anhören, als ob es wenigstens ernsthaft versucht wird, richtig und mit der nötigen Überzeugungskraft zu singen. Denn so sind alle Ansätze von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

 

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