Noam Weinstein

Sixteen Skies

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2009

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Noam Weinstein Homepage



Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Sixteen Skies, Skycap, 2009
Noam WeinsteinVocals, Guitars
Lee AlexanderBass
Andy BorgerDrums
Tyler WoodKeyboards
Naomi SommersHarmonies
Jon DrydenAccordion
Produziert von: Lee Alexander & Noam Weinstein Länge: 51 Min 21 Sek Medium: CD
01. Too Small09. When I Get My
02. Gonna Have To Charge You10. Changes
03. We're All Going There11. This Land
04. I Can Hurt People12. Men And Women
05. Alpha13. Above The Music
06. Sail On14. Angel
07. Pushing Sixty15. Big Babies
08. Rosetta Stone16. Where There's A Sky

Noam Weinstein? In den USA ist der junge Mann seit einiger Zeit in der Szene der Singer & Songwriter eine feste Größe, während er in unseren Breitengraden höchstens Kennern des Genres geläufig ist. Das mag mit Sicherheit auch daran liegen, dass es in Deutschland bis dato keine Alben von ihm gab.
Weinstein, 1977 in Boston geboren mit jüdischen Wurzeln, veröffentlichte in seiner Heimat bereits im Jahre 2001 eine EP ("Enough About You"), welcher im Jahr darauf mit "Above The Music" ein zweites Mini-Album folgte. 2004 gab es mit "Probably Human" den ersten vollständigen Longplayer, welchem zwei Jahre mit "We're All Going There" das zweite Album folgte.
Das Anfang Februar 2009 veröffentlichte Werk "Sixteen Skies" ist Weinsteins erste internationale Veröffentlichung.

Bereits als Teenager sammelte Noam erste Erfahrungen auf der Bühne. Zuerst im Großraum Boston auftretend, zog er nach seiner Zeit auf dem College nach New York und wurde schnell zu einem Teil der Szene in und um Greenwich Village. Zuweilen als eine Mischung aus Randy Newman und Elvis Costello bezeichnet, sah der Boston Globe ihn jüngst als "... ein Talent, das liebenswerte , feinsinnige Lieder darbietet".
In den vergangenen Jahren konnte Weinstein in seiner Heimat zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen ernten, landete mit seinen Songs oftmals in den lokalen Indie-Sendern des amerikanischen Radio und durfte auch schon mal eine TV-Sendung musikalisch untermalen. Außerhalb der USA sah man ihn live allerdings nur in England und Irland, während er auf dem alten Kontinent nahezu unbekannt sein dürfte.
Auf seinen bisherigen Releases hatte Weinstein zumeist eine volle Liste von Gästen. Diese wiederum bedienten sich andersherum auch gerne in dessen Fundus und interpretierten seine Songs auf eigenen Alben oder bei diversen Konzerten.

"Sixteen Skies" bietet feines, intelligent durcharrangiertes Songwriting, welches nur selten seine vielen stillen Momente verlässt und mit einem Song wie Above The Music einen rockigen Ausreißer präsentiert. Überwiegend bewegt man sich in einem von eher spartanischer Instrumentierung geprägten Terrain. Bereits der Opener Too Small macht das überzeugend klar. Eine akustische Gitarre, ein verhaltenes Akkordeon sowie minimale Drums plus ein wenig Bass - fertig ist der Track!
Weinsteins häufig klagender Gesang wird durch vielerlei, jedoch stets dezent eingesetzten Instrumenten unterstützt. Gonna Have To Charge You, das ist ein feines Barpiano, etwas Hammond-Orgel plus ein unterkühltes Gitarrensolo. Noam setzt eindeutig auf etwas weniger, was eben durchaus ein entscheidendes mehr bedeuten kann - im Fall von "Sixteen Skies" auf jeden Fall.
Weinstein, der sich häufig auf der akustischen Gitarre begleitet, ist jedoch kein sturer Einzelgänger. Seine Alben mit diversen Gastmusikern einspielend, weiß er auch im Duett mit z. B. Naomi Sommers gesangliche Höhepunkte (We're All Going There) zu setzen.
Seine Ausflüge in die Zeit des Ragtime/Dixieland (I Can Hurt People, Alpha, When I Get My) lassen die typischen Blasinstrumente erscheinen. Wie herrlich der Klang einer Klarinette doch sein kann...

"Sixteen Skies" benötigt einiges an Aufmerksamkeit, bevor es zu zünden vermag. Dann aber quillt es an reizvollen Momenten regelrecht über. Wem neben den bereits genannten Künstlern solche wie Leonard Cohen, Bob Dylan, Tom Waits oder THE BAND etwas sagen, sollte hier auf jeden Fall etwas von seiner geschätzten Aufmerksamkeit investieren.

Jürgen Ruland, 09.02.09

 

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