Northlane

Obsidian

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.07.2022
Jahr: 2022
Stil: Metalcore
Spiellänge: 56:26
Produzent: Northlane & Chris Blancato

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Plattenfirma: Believe


Redakteur(e):

Michael Koenig

Titel
01. Clarity
02. Clockwork
03. Echo Chamber
04. Carbonized
05. Abomination
06. Plenty
07. Is This A Test?
 
08. Xen
09. Cypher
10. Nova
11. Inamorata
12. Obsidian
13. Dark Solitaire
Musiker Instrument
Marcus Bridge Lead Vocals
Jon Deiley Lead Guitar, Bass, Programming
Josh Smith Rhythm Guitar
Nic Pettersen Drums, Percussion

Die australische Metropole Sydney ist die Heimat der 2009 entstandenen Hardcore Punk und Metalcore Truppe NORTHLANE. Bis vor kurzem hatte die Band die Alben “Discoveries“ (2011), “Singularity“ (2013), “Node“ (2015), “Mesmer“ (2017) und “Alien“ (2019) sowie die EPs “Hollow Existence“ (2010), “Equinox“ ([2016), Split-EP mit IN HEARTS WAKE) und “SG“ (2021) veröffentlicht. All diese Einspielungen hinterließen leider kaum irgendwelche Spuren in den europäischen Charts.

Im Frühjahr erschien von dem mehrmals umbesetzten Quartett das nächste vollwertige Studioalbum. “Obsidian“ umfasst dreizehn Tracks bei einer Spieldauer von knapp  sechsundfünfzigeinhalb Minuten. Das Hooked on Music nutzte die Möglichkeit zum Reinhören weidlich aus.

Marcus Bridge (Gesang), Jon Deiley (Gitarre, Bass, Programmierung), Josh Smith (Gitarre) und Nic Perrersen (Schlagzeug, Programmierung) produzierten die Scheibe, unterstützt von Chris Blancato, letztlich in eigener Verantwortung. Die Aufnahmen dauerten von April bis Juni 2021 und fanden in Blancatos eigenem Tonstudio in Sydney statt. Schon 2021 und 2022 koppelten die Jungs, noch vor dem Erscheinen des Longplayers, die Albumsongs Clockwork, Echo Chamber, Plenty und Carbonized (samt Video) als Singles aus.

NORTHLANES musikalischer Weg ist ganz offensichtlich davon geprägt, sich selbst (und nicht zuletzt ihren Anhängern) immer aufs Neue etwas bis dahin noch nicht Dagewesenes bieten zu wollen. Scheinbar haben die vier Kunstschaffenden großes Vergnügen daran, eine gewisse Unvorhersehbarkeit in ihrem Songmaterial unterbringen. Wenn man sich nach dem Anhören des aktuellen Outputs fragt, wo denn die Reise nun eigentlich hingehen soll, ist das eine Folge davon.

Im Verlauf der einzelnen Titel wird mehr als deutlich, dass deren Schöpfer außer Metalcore und Hardcore Punk auch Induistrial Metal, Electro und sogar Pop zumindest so viel abgewinnen können, um damit kreativ zu sein. Die Palette der Beanspruchung des Hörers reicht von Aggressivität in Reinkultur über weniger Offensivkraft bis hin zu Entspannung und Beruhigung. Dem entsprechend variabel fallen auch die Geschwindigkeiten des Dargebotenen zwischen thrashig und erheblich langsamer aus. Frontmann Marcus trägt dem dadurch Rechnung, indem er von Growls zu Klargesang wechselt und von angriffslustig auf moderat umschaltet. Seine drei Kumpane spielen sich die Seelen aus ihren Leibern, nur um es dann wieder wesentlich relaxter anzugehen. Die Produktion ist der Band ziemlich gelungen.

NORTHLANE erfinden sich mittels “Obsidian“ tatsächlich bis zu einem gewissen Punkt neu, anstatt auf die berühmte Nummer Sicher zu setzen. Das kann oder das muss man ihnen sogar hoch anrechnen. Das einzige Manko liegt darin begründet, dass alles ein wenig unkoordiniert aus den Kopfhörern strömt. Abgesehen davon, ist die von den Australiern angerührte Mixtur höchst unterhaltsam, groovy wie Hölle und von A bis Z volle Möhre tanzbar.               

 

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