Lordi

Silverlane
Fatal Smile

Oberhausen, Turbinenhalle, 31.01.2009

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 31.01.2009

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Oberhausen, Turbinenhalle, 31.01.2009

Would you love a monsterman? Wir (das sind mein Kollege Marcus von Metalviecher.de und ich) sagen ganz klar "Ja!" und besuchen LORDI auf ihrer Deadache-Tour in Oberhausen. Wir erwarteten viel und wurden nicht enttäuscht.

Pünktlich um 20 Uhr eröffnen FATAL SMILE aus Schweden das Programm und können die Fans gleich mitreißen. Sleaze Metal der alten Schule steht auf dem Programm. Das neue Album "World Domination" will schließlich der Masse vorgestellt werden. Mittelpunkt der Show ist unweigerlich Blondschopf und Sänger Blade, der mit großer Gestik die Blicke auf sich zieht. Das letzte verbleibende Originalmitglied Y dagegen hält sich eher im Hintergrund und wenn Basser Alx nicht großer Nikki Sixx Fan ist, dann weiß ich es nicht! Sehr geiler Opener, der mit stampfenden Rock'n'Roll Songs wie S.O.B oder Run For Your Life nicht nur mich begeistern kann!

Nach kurzer Umbaupause werden SILVERLANE von mir schon ungeduldig erwartet, leider teilt das Publikum meine Freude nicht, denn im Gegensatz zu FATAL SMILE wird die Band eher verhalten begrüßt. Liegt es daran, dass das Album "My Inner Demon" noch nicht auf dem Markt ist, oder sind die ersten Songs einfach zu komplex, um schon beim ersten Hören verdaut werden zu können? Die Band um SUBWAY TO SALLY Drummer Michael Simon und seinen Geschwistern Dodo (Keyboards) und Chris Alexander (Guitar) hat sich an EDGUY erinnernden Power Metal mit einem guten Schuß Prog auf die Fahne geschrieben, und sie wissen musikalisch und technisch zu überzeugen, wenn auch die Bühnenperformance etwas statisch wirkt. Das Publikum geht spätestens beim hymnenartigen Wings Of Eternity mit, und man kann der sympathischen Band nur alles Gute für die Zukunft wünschen, auf das sie ganz vorne im Power Metal Bereich mitmischen. Das Zeug dazu haben sie! (Auch wenn mich Sänger Ecki fast zu Tode erschreckt hat. ich dachte Bill von TOKYO HOTEL entert da die Bühne.)

Umbaupause für LORDI. Schnell ein Bier geholt und ein paar Worte mit FATAL SMILE und SILVERLANE gewechselt, die am Merch Stand Autogramme geben, dann wenige Minuten vor dem Konzertbeginn noch rasch Backstage in die Garderobe zu einer extrem kurzen Fotosession mit LORDI in vollem Stageoutfit, und schon gehen die ersten Feuerfontänen hoch und LORDI steigen mit Girls Go Chopping in den Gig ein! Das Publikum rast!

Wider Erwarten sieht man nur wenige Fans in Begleitung der Eltern, in Hamburg und Herford müssen wohl mehr Kids in der Altersklasse 8-12 anwesend gewesen sein. LORDI sind sicherlich Monster zum kuscheln, aber die Bühnenshow ist definitiv nicht kuschelig. Da werden tanzende Zombies von Awa gepfählt, Kita enthauptet einen Samurai, Mr Lordi zerlegt Leute mit der Kettensäge oder operiert bei Dr.Sin einen nicht mehr ganz frisch aussehenden. ja was war das eigentlich? Zumindest beliebt die Gestalt nicht liegen zu bleiben, setzt sich immer wieder auf und guckt zu allgemeinem Gelächter mit dem Charme eines angebrannten Chucky in die Menge. Zu Snow in Hell schneit es tatsächlich, überhaupt ist die Lightshow fantastisch, schöne Pyros gepaart mit Lichteffekten lassen keine Langeweile aufkommen.

Dass die Band sich und ihr Image nicht unbedingt bierernst nimmt zeigt Frontmonster Mr.Lordi als er vor Would You Love A Monster Man mit einer deutsch sprechenden Puppe auf die Bühne kommt, die Sachen wie "Ich habe dich Lieb", "Drück mich" oder "Willst Du mein Freund sein" von sich gibt. Mr. Lordi versteht kein Wort (zumindest gibt er es vor!) Neben einer ausgewogenen Setlist, die einen Querschnitt des Bandschaffens repräsentiert, geben auch alle Musiker ausgedehnte Soloparts an ihren Instrumenten zum Besten, eine willkommene Verschnaufpause für die Kollegen in ihren warmen Kostümen, besonders die Mumie Amen-Ra leistet Schwerstarbeit, wenn er im "Paul Stanley Gedächtnis-Schritt" über die Bühne jagt.

Mit Would you Love a Monster Man, Devil Is A Looser und Hardrock Halleluja findet dann ein vergnüglicher, runder Abend seinen krönenden Abschluß! LORDI live kann man jedem nur empfehlen, für KISS und Alice Cooper Fans definitiv Pflichtprogramm!

Jörg Litges, 31.01.2009

 

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