Rob Zombie

Duff McKagan's Loaded

Oberhausen, Turbinenhalle, 06.06.2011

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 21.06.2011
Stil: Hard Rock, Heavy Metal

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Rob Zombie, Duff McKagan's Loaded,
Oberhausen, Turbinenhalle, 06.06.2011

Nach über 16 Jahren Abstinenz auf deutschem Bühnenboden läßt sich Monsterrocker Rob Zombie, der in seinem Heimatland, den USA, regelmäßig in den oberen Plätzen der Billboard-Charts landet, wieder hierzulande blicken. Neben zwei Festivalauftritten und wenigen anderen Hallengigs tritt er am heutigen Abend in der Oberhausener Turbinenhalle vor ca. 2000 zahlenden Gästen auf. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch und die Vorfreude und Spannung sind in den Gesichtern des recht gemischten Publikums deutlich sichtbar. Im Vorprogramm hat man zudem mit DUFF MCKAGAN'S LOADED eine richtig große Nummer verpflichten können.

Eigentlich war ursprünglich auch WAYNE STATIC als Support angedacht gewesen, doch nach dessen Absage „durfte“ DUFF MCKAGAN'S LOADED eine knappe Stunde spielen. Der ex-Guns'n'Roses-Basser und jetzt Gitarrist hat eine Truppe junger Musiker um sich geschart und versucht, mit frischem Rock die Meute anzuheizen. Leider bleibt es jedoch bei dem Versuch. Der leicht alternativ angehauchte Rock'n'Roll ist recht austauschbar und langweilig, zudem ist die Stimme von Duff völlig ausdruckslos. Schade, aber wäre hier nicht der große Name von Duff McKagan, würde diese Kapelle unter „ferner liefen“ laufen und recht schnell wieder vergessen. Die Platten sind zwar durchaus in Ordnung, aber live reißt das niemanden so recht vom Hocker. Auch der zum Ende hin gezockte G'n'R-Smasher It's so easy ändert hieran nichts. Von daher heißt es hier für viele noch kurz vor Ende: zum Bierstand gehen und sich im Foyer mit Getränken eindecken, um sich dann frisch versorgt bei ROB ZOMBIE möglichst weit vorne vor die Bühne zu begeben.

Gegen 21.30 ist es dann soweit und der Großmeister des Horrors und Multitalent ROB ZOMBIE stürmt mit ein paar „monstermäßig“ verkleideten Musikern zusammen die Bühne. Das Bühnenbild macht schon einiges her: Dracula, King Kong, der Wolfsmensch und Frankenstein starren die Gäste von übergroßen Plakaten aus an. Zudem einige Totenköpfe und ein sehr furchteinflößender Mikroständer. Doch wäre hier mehr drin gewesen: gemessen an den riesigen Bauten und der gigantischen Show auf US-Bühnen wirkt das hier recht abgespeckt. „Kein Pyro!“, „keine leichtbekleideten Ladys!“ bemängeln auch hinterher einige Beinhart-Fans deutlich. Nun ja, zumindest musikalisch ist alles im grünen Bereich: Mit Übermusikern wie Ginger Fish an den Drums und John 5 an der Gitarre (der es mit seinen Soli allerdings auch etwas übertreibt) kann man nicht viel falsch machen. Gespielt werden eine Reihe Quasi-Klassiker, darunter Songs der Marke Superbeast oder Living Dead Girl, die vom Publikum amtlich mitgegrölt und ordentlich abgefeiert werden. Oberzottel und Monster Rob wirkt äußerst agil und routiniert und hat die Menge permanent im Griff. Auch einige Songs der Vorgängerband WHITE ZOMBIE werden natürlich zum besten gegeben, ein Thunder Kiss '65 darf schliesslich nicht fehlen. Beendet wird der Gig schliesslich mit dem Smasher Mars Needs Women. Alles in allem eine runde Sache also, wäre da nicht die eindeutig zu kurze Spielzeit von knapp 80 Minuten! Das ist eindeutig zu wenig für das Geld und nicht zu akzeptieren!

Fazit: Musikalisch durchaus sehr gut, aber die kurze Spielzeit und die gemessen an den US-Shows viel zu spartanische Show trüben den Gesamteindruck. Beim nächsten Mal sollten die Herren mal darüber nachdenken...

Fotos von Duff und Rob findet ihr hier und hier!

Maurice Schreiber, 06.06.2011

 

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