Oblique Rain

Isohyet

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.05.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Isohyet, Independent Records, 2008
Flavio SilvaVocals, Guitar
Andre RibeiroGuitar
Cesar TeixeiraGuitar, Backing Vocals
Daniel BotelhoBass
Gast:
Daniel CardosoDrums Recording
Produziert von: Dnaiel Cardoso Länge: 47 Min 07 Sek Medium: CD
01. Nothing's Silence05. Silent (Lost For Words)
02. Dealing With Lies06. Shadows Entwined
03. Sights07. Isohyet
04. Candle Flame

OBLIQUE RAIN kommen aus Porto, was auch den Namen erklärt. Dieser ist nämlich auch der Titel eines Gedichts ihrer großen Landsmannes und Schriftsteller Fernando Pessoa, dem sie denn auch gleich ihr Debüt gewidmet haben. Moment, Debüt und Portugal? Dafür klingt "Isohyet" aber zum einen schon ziemlich reif und zum anderen reichlich düster. Das erste lässt sich ein wenig nachvollziehen, wenn man weiß, dass die Band um Flavio Silva das Werk bereits seit 2004 beackert hat. Und in Sachen Düsternis muss man sich ja nur an die Landsmänner von MOONSPELL erinnern. Und auch der traditionelle Fado ist ja ganz sicher keine ausschließlich heitere Angelegenheit.

Jedenfalls gibt es hier (seltener) progressiven Metal, (häufiger) New Artrock mit härteren Passagen und erstaunlicherweise keine Keyboards. Mit drei Gitarren und einem wirklich guten Sänger, der ab und an auch ein paar Grounts hören lässt (Dealing With Lies) ist die Grundstimmung dünkel, verhangen melodisch und eher etwas grüblerisch. Der gelegentlich geäußerte Vergleich mit RIVERSIDE geht daher schon in die richtige Richtung. Zwischendurch gibt es aber auch etwas für das Herz der Melodic Metaller (Sights).

Da diese Musik zunächst einmal eher den Kopf als das Tanzbein anspricht, nimmt man sich auch ausreichend Zeit, die Songs zu entwickeln (siehe vor allem Nothing's Silence oder das Instrumental Isohyet mit seinen sphärischen Soundcollagen). Handwerklich und vom präsentierten Sound ist das alles absolut untadelig, mir persönlich fehlt eine überraschende Idee im Songwriting, die einmal aus der gediegen-verhangene braun-grau-düsteren Midtempo-Spur ausbricht. Aber für Freunde von (wie erwähnt), RIVERSIDE, MOONSPELL oder auch DREAM THEATER sind die Jungs aus der Hafenstadt am Douro ganz sicher ein näheres Hinhören wert.

Ralf Stierlen, 23.05.2008

 

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