Okieson

Cupboard Full Of Things

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.03.2010
Jahr: 2010
Stil: Singer-/Songwriter, Alternative Country Noir

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Okieson
Cupboard Full Of Things, Elektrograph Records, 2010
Sebastiaan van BijleveltVocals, Guitars
David GeraertsGuitar
Nico HuijbregtsPiano
Floris de JongeDrums
Ruben TrimbachBass
Guests:
Bj BaartmansGuitar
Sjoerd van BommelDrums & Percussion
Mike RoelofsHammond, Wurlitzer
Big John KoolenBanjo
Alex AkelaViolin
SeptimaStrings & Brass
Dennis CroninTrumpet
Paul NiehuisPedal Steel, Dobro
Tony CrawKeyboards
Paul van GoghGuitar
Produziert von: Sebastiaan van Bijlevelt Länge: 48 Min 29 Sek Medium: CD
01. Fix Me Up07. Great Coverup
02. Small House08. Alienation
03. Trees09. Write It Down
04. Sittin' In The Sun10. Interlude #001
05. Cupboard Full Of Things11. Two Blue Chairs
06. Good Friend

Seit ihrem Debut "Tomorrow's Gone vom Sommer 2008 sind fast zwei Jahre ins Land gegangen. Es hat sich eine Menge Staub auf die niederländische Band OKIESON gelegt. Nun schicken sich unsere Nachbarn aus Nimwegen/Holland mit ihrem zweiten Album an, einen ordentlichen Frühjahrsputz zu betreiben. Sie reißen auf "Cupboard Full Of Things" sämtliche Türen auf, wedeln Luft in ihre wintergrauen Räume und steigen zunächst auf den Dachboden, um die dort schlummernden Ideen mit zittrigen Fingern zu beleben. Sebastiaan van Bijlevelt, Kopf und Vorsteher dieser schwer kategorisierbaren Band, die sich aus Ermangelung passenderer Begriffe als Alternative-Country-Noir Combo sieht, lüftet also sein überbordendes Oberstübchen und es purzeln zehn neue Songs heraus (einer stammt von Gastgitarrist Paul van Gogh), die, mit allerlei Zierat verschönert, den musikalischen Nerv des Hörers zu treffen suchen.

Im Grunde hat dies alles nicht viel mit Country im herkömmlichen Sinne zu tun, auch wenn ein irritierendes 'alternative' vorausgeschickt wird. Da ändert auch die wunderschöne Pedal Steel von Paul Niehaus (CALEXICO) bei dem vorzüglichen Great coverup nicht wirklich viel. Es tauchen auf "Cupboard Full Of Things" eine Menge schöner Songs zu Tage, die man wohl eher in die Kiste fein bis verdreht arrangierter Singer-/Songwriter Kunstwerke ablegen sollte. Die Soundlandschaften driften dann schon eher in die Richtung HOBOTALK oder Bonnie Prince Billy, klingen mit etwas Wohlwollen sogar in manchen Passagen nach einem zugekifften Van Morrison, der auf saftigen holländischen Wiesen in den Himmel stiert. Sämtliche Songs sind recht einfallsreich instrumentiert, die Arrangements zeugen von Mut zum Verspielten, peppen die Songs mancherorts auf gewitzte Art und Weise auf, weil sie in ihrer ursprünglichen Reinform wohl etwas viel Tristesse verströmen würden. Da machen Wurlitzer Piano, Hammond Orgel, Violine, Pedal Steel und Trompete schon einiges her und sprechen für die geschickte Herangehensweise der Niederländer.

"Cupboard Full Of Things" besitzt eine Menge guter Momente, klingt hervorragend (Mark Nevers zeichnet für den Mix verantwortlich), bezaubert den Hörer mit allerlei melancholischen Stimmungen und Farben, gerät aber auch manches Mal in den Verdacht, etwas überambitioniert und zu kunstbeflissen zu erscheinen. Sollten OKIESON ihren vollen Schrank vielleicht doch ein wenig zielstrebiger entrümpeln?

Frank Ipach, 29.03.2010

 

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