Okieson

Tomorrow's Gone

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.07.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Tomorrow's Gone, Coast To Coast, 2008
Sebastiaan van BijleveltVocals, Guitars
Paul van GoghGuitars
Floris de JongeDrums, Vocals
Ruben TrimbachBass
Produziert von: Sebastiaan van Bijlevelt Länge: 38 Min 44 Sek Medium: CD
01. The Rain06. Loneliness
02. Contribute07. Hoping For
03. Tomorrow's Gone08. Secret Love Lane
04. Red Duck Dude09. Savage Beauty
05. Dry Off10. Travel Faster

OKIESON stammen aus den Niederlanden, eines der europäischen Länder in denen Americana bzw. Roots-Musik einen relativ hohen Beliebtheitsgrad vorweisen können. Kein Wunder also, dass aus Holland immer wieder mal interessante Bands auf der Bildfläche erscheinen, die sich diesem breitgefächerten Genre verschreiben.
OKIESON selbst beschreiben den Sound ihres Debutalbums als Country-Noir. Okay, kann man meinetwegen so stehen lassen, aber ich für meine Person wäre so nicht drauf gekommen. Klar, eine gewisse Melancholie schwebt über "Tomorrow's Gone", die das Adjektiv 'noir' halbwegs rechtfertigt. Massive Country-Einflüsse kann ich allerdings nicht ausmachen, auch wenn hin und wieder eine Lap Steel Gitarre durch die Atmospäre schlingert. Red Duck Dude reitet zumindest annähernd auf dem Country-Ross und könnte auch von den RAINRAVENS intoniert werden. Hoping for schielt auch ein wenig nach Texas. Hier meint man fast, neben den Fußstapfen der texanischen Troubadoure verwehte Spuren unseres deutschen Akteurs Markus Rill zu erspähen.

In meinen Ohren klingt OKIESONs Debut aber nicht durchweg nach USA, sondern eher auch mal nach Großbritannien oder gar Skandinavien.
"Tomorrow's Gone" überzeugt mit ruhigen, akustisch dominierten, besonnenen bis versponnenen, nachdenklichen, melancholischen Momenten, die oftmals flackernde Streiflichter auf alle möglichen großartigen Singer-Songwriter werfen, wobei sich Sänger und Komponist Sebastiaan Bijlevelt mit seiner sympathischen Sandpapierstimme wohl Howe Gelb als Vorbild greifen möchte und sich, nach eigenen Aussagen, gerne an Bonnie Prince Billys Ouevre orientiert. Letztlich könnte ich mir ein so wunderbares, stimmungsvolles Lied wie den Titeltrack Tomorrow's gone aber auch von einer Band wie TURIN BRAKES vorstellen, obwohl deren Sänger natürlich völlig anders klingt. Man spürt, so richtig greifbar und kategorisierbar ist OKIESONs Musik nicht, was letztlich natürlich für sie spricht und ihnen musikalisches und künstlerisches Talent attestiert, welches sich im Verlaufe des Albums mittels eines durchaus prickelnden Spannungsbogen widerspiegelt. Ein niveauvolles Singer-Songwriter-Album mit ganz wenigen langweiligen Momenten. Ein ansprechendes, sympathisches Debut.

Frank Ipach, 20.07.2008

 

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