Okkervil River

The Stand Ins

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.09.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Stand Ins, Jagjaguwar Records, 2008
Will SheffVocals, Acoustic Guitar, Casio SK 1
Brian CassidyVocals, Electric Guitar, Mandolin, Pedal Steel
Charles BissellElectric Guitar
Scott BrackettVocals, Coronet, Hammond Organ, Synthesizer, Mellotron
Jonathan MeiburgVocals, Piano, Wurlitzer, Banjo
Travis NelsonDrums, Percussion
Patrick PestoriusVocals, Bass, Melodica
Justin SherburnVocals, Mellotron, Piano, Hammond Organ
Produziert von: Brian Beattie & Okkervil River Länge: 40 Min 19 Sek Medium: CD
01. Stand Ins, One07. Pop Lie
02. Lost Coastlines08. On Tour With Zykos
03. Singer Songwriter09. Calling And Not Calling My Ex
04. Starry Stairs10. Stand Ins, Three
05. Blue Tulip11. Bruce Wayne Campbell Interviewed On The Roof Of The Chelsea Hotel 1979
06. Stand Ins, Two

Fast genau ein Jahr nach dem von der Kritik zumeist hochgelobten "The Stage Names erscheint OKKERVIL RIVER's Folgealbum "The Stand Ins", welches sich im wahrsten Sinne des Wortes an seinen Vorgänger anschließt. Musikalisch als auch lyrisch verarbeitet Will Sheff, der Chefdenker der umtriebigen Amerikaner, ähnliche Ansätze und Ideen, was, mit dem Wissen, dass sämtliche Songs in eben jenen "Stage Names"-Sessions aufgenommen wurden, natürlich kaum verwunderlich und folgerichtig erscheint. Ursprünglich war seinerzeit ein Doppelalbum geplant, welches nun eben auf zwei Solitäre gesplittet wurde. Wahrscheinlich sogar die elegantere Lösung, weil eine Doppeldröhnung dieser vor Ideen sprühenden OKKERVIL RIVER Melange kaum zu verarbeiten gewesen wäre.

Nun hat man die Ruhe und den Abstand Will Sheffs Sammelsurium aus Indie-Folk, Sixties-Pop und Alt.Country Versatzstücken, die er wie immer meisterlich verquirlt, zu geniessen, Verknüpfungen auszuloten, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu analysieren, oder auch einfach nur die 11 Tracks auf sich wirken zu lassen und sich an ihnen zu erfreuen. Denn OKKERVIL RIVER sind natürlich immer noch erfreulich kreativ und eigenständig, versnobt und schräg und präsentieren sich als Amerikaner mit deutlichem Hang zu britischen Soundmustern, die sie gerne auf ihre ungewöhnliche Art und Weise mal opulent und schwelgerisch, mal rotzig rockend, mal reduziert und völlig in sich gekehrt in den Raum stellen. Immer angeführt von Will Sheffs melancholischem, leicht weinerlichem Unterton.

Diese Band hat den Bogen wirklich raus und hat sich ihre OKKERVIL RIVER Welt mehr als passabel zusammengeschraubt. Sheff und seinen Mannen gelingt es erneut, anspruchsvollen Indie-Pop zu kreieren und Kopf und Bauch gleichermaßen zu befriedigen. Im November lassen sich die Herrschaften für drei Termine in Deutschland blicken: 15.11. in Hamburg, 17.11. in Berlin, 18.11. in München.

Frank Ipach, 14.09.2008

 

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