Old Crow Medicine Show

Paint This Town

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.05.2022
Jahr: 2022
Stil: Americana, Bluegrass
Spiellänge: 42:59
Produzent: Matt Ross-Spang

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Plattenfirma: ATO Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Holger Müller


s. weitere Künstler zum Review:

Jerry Lee Lewis

John Mellencamp

Charlie Daniels Band

Titel
01. Paint This Town
02. Bombs Away
03. Gloryland
04. Lord Willing And The Creek Don’t Rise
05. Honey Chile
06. Reasons To Run
 
07. Painkiller
08. Used To Be A Mountain
09. Deford Rides Again
10. New Mississippi Flag
11. John Brown’s Deam
12. Hillbilly Boy
Musiker Instrument
Ketch Secor Vocals, Fiddle, Banjo, Guitar
Morgan Jahnig Bass
Mason Via Guitar, Vocals
Mike Harris Guitar, Banjo, Mandolin, Vocals
Jerry Pentecost Drums, Vocals
Corry Younts Mandolin, Harmonica, Keyboards, Vocals

Sie sind die fröhlichen Rabauken der Americana-Szene, die aus Virginia nach Nashville umgesiedelte OLD CROW MEDICINE SHOW. Die Welt mag im Corona-Blues versinken oder wegen der blutigen russischen Invasion der Ukraine in Depression verfallen, aber das Sextett um Hauptsänger und Fiddle-Spieler Ketch Secor macht einfach Gute-Laune-Musik, selbst wenn die Lyrics durchaus nachdenklich sind. Das Leben ist hart genug, dann muss wenigstens der Rhythmus stimmen.

Und davon haben die Jungs - wie im Bluegrass üblich alle Multiinstrumentalisten - jede Menge. Zumal sie jetzt mit Jerry Pentecost auch erstmals einen Drummer mit feinem Händchen in der Band haben, was die MEDICINE SHOW endgültig aus den Reihen der reinen Bluegrass- oder Punk-Folk-Bands heraushebt. Der Opener Paint This Town setzt schon mal den Ton irgendwo zwischen John Mellencamp zu „Lonesome Jubilee“-Zeiten und den WATERBOYS in deren „Fisherman’s Blues“. Bombs Away ist dann schon der halsbrecherische Hillbilly-Bluegrass-Pop, den das Sextett immer wieder gerne zelebriert. Auf dem inzwischen siebten Longplayer gibt es Mitsinghymnen à la MUMFORD & SONS (Gloryland), Country im Stil von Charlie Daniels (Used To Be A Mountain), Bluegrass on extra Speed (Painkiller) und Blues-Anleihen (John Brown’s Dream). Und all dies natürlich mit dem genre-typischen mehrstimmigen Gesang.

Es gibt auf diesem Album auch klassischen Rockabilly, zu dessen Pianostakkato Jerry Lee Lewis wohl am liebsten aus dem Grab steigen würde (Lord Willing And The Creek Don’t Rise) und eine pathetische Südstaaten-Eloge namens New Mississippi Flag, die so manchen echten Redneck richtig sauer fahren dürfte. Ist es doch eine Lobeshymne auf die erst 2021 eingeführte neue Staatsflagge mit einer Magnolie im Zentrum, die die alte Fahne mit dem Konföderierten-Symbol ersetzt hat. Verbunden mit dem Wunsch nach noch mehr Wandel im tiefen Süden…

Bluegrass-Legende Doc Watson hat den Sechser einst entdeckt und mit Wagon Wheel schrieben sie bereits 2013 ihren bisher erfolgreichsten, mehrfach gecoverten Song. Das sollte sich jetzt eigentlich ändern, denn Honey Chile hat alles, um der OLD CROW MEDICINE SHOW ein größeres Publikum zu sichern. Sanft beginnend, entfaltet der Song immer mehr Wucht, weisen sich Gitarre und Fiddle gegenseitig den Weg, um der Sängertruppe den Boden für ihr Stoßgebet zu bereiten: „Ain't going down easy, good lovin' is a hard habit to break. I'm taking her with me, good lovin' is a hard habit to break.“ Say Amen…

 

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