Oleander

Joyride

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.02.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Oleander
Joyride, Sanctuary Records, 2003
Thomas FlowersVocals, Guitar
Ric IanisevichGuitar
Doug EldridgeBass
Scott DevoursDrums
Produziert von: Richard Mouser Länge: 41 Min 58 Sek Medium: CD
1. Hands Off The Wheel7. Better Luck Next Time
2. Don't Break My Fall8. Joyride
3. Fountain and Vine9. King Of Good Intentions
4. 30 60 9010. Leave It All Behind
5. Rainy Day11. Runaway Train
6. Off And On

Die Band aus Sacramento spielt schon seit 12 Jahren zusammen und bildet daher insbesondere in Konzerten eine gut zusammengeschweißte Einheit.
Der eine oder andere hat sie vielleicht bei den Rockpalast-Bootleg-Concerts im Jahre 2000 wahrgenommen, im Vergleich fällt das neue Album "Joyride" deutlich härter aus.

Natürlich ist OLEANDER deshalb noch lange keine Heavy Metal oder Hard Rock Band, ihr Stil läßt sich am ehesten unter den in den Staaten so beliebten Begriff "Adult oriented Rock" einordnen.
Dies bedeutet auch, dass die Songs schön durchstrukturiert, in punkto Songwriting liefert Flowers gute und solide Arbeit ab. Der Sound des Albums beim neuen Label gewinnt an Druck, ist dadurch aber vielleicht etwas undifferenzierter, die durchaus vorhandenen Feinheiten kommen nicht ganz so zur Geltung.

Während die ersten beiden Stücke etwas unspektakulär vorbeiziehen, frißt sich Fountain & vine als catchy Midtempo-Nummer in den Gehörgängen fest.
Mit 30 60 90 legen die Kalifornier dann noch einen Zahn zu und werden beinahe richtig heavy.
Die heavy Ballade Rainy day könnte glatt von CREED stammen (es bleibt jedem überlassen, ob er das gut oder schlecht findet). King of good intentions erweist sich als solide Rock-Nummer, Leave it all behind ist mir persönlich zu breitwandiger Mainstream, während bei Joyride endlich mal die Handbremse gelöst und ordentlich kalifornischer Straßenstaub aufgewirbelt wird.

Die Single Runaway train, bei der die akustische Gitarre zur Einleitung ausgepackt wird und die den typischen Spannungsbogen von sanftem Beginn bis zu dramatischem Finale bietet, rundet ein durchweg solides Album einer Band ab, die den College-Klamotten und der entsprechenden Alternative-Attitüde langsam zugunsten einer druckvolleren Performance zu entwachsen scheint.

Zwar wird sich der ganz große Erfolg vermutlich nie einstellen, dazu fehlen der Band die Persönlichkeiten, vielleicht auch etwas Exaltiertheit. Man kann OLEANDER mit der SpVgg Greuther Fürth vergleichen: gut eingespielt und mit einem harmonischen Mannschaftsgefüge nie in Abstiegsgefahr aber mangels Spielerpersönlichkeiten auch nie über die zweite Liga hinauskommend.

Da man solch solides, bodenständiges Handwerk in den heutigen "Superstar"-Zeiten durchaus schätzen sollte und OLEANDER als ausgewiesene Live-Band on stage noch eine gehörige Schippe drauflegen, sollte man den wirklich sympathischen Jungs eine Chance geben.

Ralf Stierlen, 26.02.2003

 

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