Otis Redding

The King Of Soul

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.02.2014
Jahr: 2014
Stil: Soul

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Otis Redding
The King Of Soul, Atlantic, 2014
Produziert von: Diverse Länge: 263 Min 34 Sek Medium: CD

Es kann nur einen geben. In diesem speziellen Fall sicherlich nicht den Highlander, sondern den einzigartigen Otis Redding. Einer der absolut größten Soul-Sänger der letzten fünfzig Jahre, neben Sam Cooke, Ray Charles, Marvin Gaye, James Brown und Al Green sicherlich einer der Protagonisten des Genres und zum einen wichtiger Wegbereiter für die florierende Soul-Szene der Sechziger Jahre, zum anderen 'role model' für zahlreiche nachwachsende farbige und weiße Vokalisten wie z.B. Paul Rodgers und Frankie Miller.

Die Vita des in Georgia geborenen Soul-Shouters hier aufzudröseln hieße, Eulen nach Athen zu tragen, deshalb hier nur ein ganz kurzer Abriss aus dem offiziellen Pressetext dieser aktuellen und remasterten 4-CD-Box:
'Die Veröffentlichung von "The King Of Soul" fällt mit dem 50. Jubiläum seines Debüt-Albums "Pain In My Heart" zusammen, das den Startpunkt für die Karriere Reddings, von seinen Fans auch “The Big O” genannt, markierte. Überdies definierte das Album aus dem Jahr 1964 auch den typischen Stax-Sound aus Memphis, Tennessee, der in der Soulwelt noch immer einen Garant für musikalische Qualität darstellt. Als umfassendes Porträt von Otis Redding präsentiert “The King Of Soul” ganze 92 Songs und geht auf die Spuren einer einzigartigen Karriere, die den Musikhimmel wie ein Meteor erleuchtete und tragischerweise durch sein vorzeitiges Ableben in einem Flugzeugabsturz im Jahre 1967 beendet wurde.'

Während Otis auf seinem Debutalbum für Stax Records noch relativ zahm und streicherumzärtelt daherkam wandelt sich seine Vortragsweise spätestens auf "Otis Blue" (1965) in eine leidenschaftlichere und bissigere, was nicht zuletzt auch an der zupackenden Bläser-Section der legendären Memphis Horns und dem unwiderstehlichen Groove der Stax House-Band BOOKER T. & THE M.G.'S liegt, die bemerkenswerterweise mit Steve Cropper (Guitar) und Donald 'Buck' Dunn (Bass) über zwei Weiße in ihren Reihen verfügten. Erstaunlich auch, dass die Eigner dieses auf "schwarze" Musik setzenden Labels, Jim Stewart und Estelle Axton, ebenfalls Weißbrote waren und durch ihr Engagement und ihre künstlerische Weitsicht den Weg für eine fruchtbare, interkulturelle Zusammenarbeit ebneten, die für die mittleren Sechziger Jahre in den USA nicht gerade selbstverständlich war.

Die Qualität und unnachahmliche Klasse der Studioaufnahmen bleibt hier sicherlich unstrittig, doch einen treffenden und nachhaltigen Eindruck über das Feuer und die ungestüme Wildheit des King of Soul präsentieren zweifellos die zahlreichen Live-Aufnahmen dieses üppigen Box-Sets. Die Konzertversionen seiner größten Hits wie I've been loving you too long, Try a little tenderness oder Mr. Pitiful gehen sicherlich jedem echten Soul-Fan unter die Haut.

Lässt man also anhand dieses Box-Sets die immense Zahl wahrhafter und unverrückbarer Soul-Edelsteine Revue passieren, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es tatsächlich nur einen geben kann: The Big O, Otis Redding.

Frank Ipach, 09.02.2014

 

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