Outlaws

Dixie Highway

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.03.2020
Jahr: 2020
Stil: Southern Rock
Spiellänge: 55:09
Produzent: Henry Paul, Dale Oliver & The Outlaws

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Plattenfirma: Steamhammer/SPV

Promotion: SPV


Redakteur(e):

Nachgehakt

Ralf Frank

Michael Koenig

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Judas Priest

Lynyrd Skynyrd

The Allman Brothers Band

Doc Holliday

Molly Hatchet

Blackfoot

Marshall Tucker Band

Charlie Daniels Band

Titel
01. Southern Rock Will Never Die
02. Heavenly Blues
03. Dixie Highway
04. Overnight From Athens
05. Endless Ride
06. Dark Horse Run
 
07. Rattlesnake Road
08. Lonesome Boy From Dixie
09. Showdown (Instrumental)
10. Windy City’s Blue
11. Macon Memories
Musiker Instrument
Henry Paul guitars, vocals
Monte Yoho drums, percussion
Dale Oliver guitar, vocals
Randy Threet bass, vocals
Dave Robbins keyboards, vocals
Steve Grisham guitar, vocals
Jaran Sorenson drums, percussion
Guests:
Billy Crain guitar

Die OUTLAWS teilen ein wenig das Schicksal von JUDAS PRIEST, sie sind weder der ersten Welle des Southern Rock mit den Urgesteinen ALLMAN BROTHERS, LYNYRD SKYNYRD oder MARSHALL TUCKER zuzurechnen, noch der zweiten Welle wie MOLLY HATCHET, BLACKFOOT und DOC HOLLIDAY.

Auch wenn sie die erste Welle nur um ein, zwei Jahre knapp verpasst hatten, gehören die OUTLAWS unbestritten zur ersten Liga des Southern Rock und nach dem Solo Trip ihres Country affinen Frontmans Henry Paul und die Hinzunahme des härter rockenden Freddy Salem hatte man das Potenzial, auch den jungen Wilden Paroli bieten zu können.
Aber dazu ist es damals nicht gekommen, als letztes verbliebenes Gründungsmitglied löste Hughie Thomasson die Band in den frühen 1980ern auf. Es gab zwar immer wieder diverse Comebackversuche aber spätestens als  Thomasson 1996 zu  LYNYRD SKYNYRD wechselte glaubte wohl niemand mehr an eine Reunion. Nicht zuletzt, weil Henry Paul derweil mit seinem neuen Country Trio BLACKHAWK stetige Erfolge feierte.

Aber manchmal geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder und auch wenn Hughie Thomasson mittlerweile von uns gegangen ist, hat er die Reunion doch noch maßgeblich anschieben können, so dass Henry Paul seit ihrer 2012er Comeback-Scheibe „It`s About Pride und des 2016er Live-Doppelalbums „Legacy Live bei den OUTLAWS wieder fest im Sattel sitzt, allerdings nicht exklusiv, denn BLACKHAWK betreibt er weiterhin nebenher.
Seine Mitstreiter rekrutiert Paul aus dem reichhaltigen Fundus seiner Solokapellen und Veteranen der verschiedenen OUTLAWS Manifestationen inkl. Billy Crain als Gast.
Das Album ist dem verstorbenen Frank O‘Keefe gewidmet, der auf den ersten drei Alben den Tieftöner bedient hat und aus dessen Feder der Song Windy City‘s Blue stammt. Eine weitere Hommage an die gute alte Zeit ist die Neuauflage von Heavenly Blues vom 1977er „Hurry Sundown“ Album sowie mit Lonesome Boy From Dixie ein Coversong der CHARLIE DANIES BAND und damit eine Verbeugung an Billy Crains Bruder Tommy, der den Song mitverfasst hat.

Überhaupt bemüht das Album den Geist der Vergangenheit in beinahe jeder Zeile, exemplarisch natürlich der inhaltsschwere  Opener Southern Rock Will Never Die, in dem die Band namentlich den gefallenen Helden des Genres huldigt, aber versteckte oder auch plakative Verweise wie in Macon Memories ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album wie der Dixie Highway selbst einst quer durch halb Amerika führte.
Dabei bedient Paul auch stilistisch das gesamte Spektrum an OUTLAWS Traditionen, von hartem Rock über Westcoast bis balladesken Country Songs und selbstverständlich dürfen die ausufernden Gitarrenduelle nicht fehlen, quasi das Markenzeichen der sogenannten „Florida Guitar Army“ aber auch des Southern Rock generell.

„Ich möchte, dass die Fans die Weiterentwicklung der Band und die hohe Qualität unserer Musik erkennen, sagt Paul. Die Scheibe zeigt, woher wir kommen, wohin wir gehen und wie viel Spaß wir auf diesem Trip immer noch haben. Wir haben dieses Album geschrieben und aufgenommen, um die weiterhin große Bedeutung der OUTLAWS und des Southern Rock zu belegen, es ist eine Botschaft, die wir stolz ins 21. Jahrhundert tragen.“

(Zitat Preseinfo SPV)

So sei es.

Redakteur: Ralf Frank

(Foto: John Gellman/SPV)

 

Beim ersten Hören des brandneuen OUTLAWS Albums "Dixie Highway" dachte ich noch: "Ach komm, geh mir weg, sind doch alles olle Kamellen. Immer der gleiche Kram." Beim zweiten und dritten Durchgang fand ich plötzlich wieder Gefallen an den alten Recken und dachte mir: "Mensch, was soll eine alte, gestandene Southern-Rock Truppe auch schon anderes machen, als die Vergangenheit hochleben zu lassen, die alten Soundmuster ein bisschen neu einzufärben, um dann ordentlich vom Leder zu ziehen".

Southern Rock Will Never Die heißt es dann auch gleich im Opener, der vielleicht ein wenig zu schablonenhaft und klischeehaft rüberkommt und von vornherein gleich alles bemüht, was den Southern Rock einst groß gemacht hat. Im Laufe des Albums wird es jedoch immer besser. Die Songs klingen zwar durchweg wie alte Bekannte, aber das wird irgendwann völlig egal, weil's einfach gut gemacht ist. Und viele beinharte Southern-Rock Fans wollen es ja genau so haben. Vorausgesetzt die Songs sind nicht zu abgeschmackt.

Wenn ich mir allerdings solche Hammer-Songs wie das grandiose Windy City's Blues, die flockige Eagles meet America Reminiszenz Dark Horse Run oder den fett rockenden Title Track Dixie Highway anhöre, dann weiß ich auch warum sich die OUTLAWS auch heute noch den Sticker "Florida Guitar Army" ans Revers heften können. Das klingt trotz aller Klischees immer noch lebendiger und ehrlicher als beispielsweise die irgendwie ziemlich lahmarschig gewordenen Lynyrd Skynyrd. Ja, Leute, es lohnt sich, den "Dixie Highway" runterzupreschen. Astreines Album. Mein persönlicher Favorit und Anspieltipp ist übrigens Over Night In Athens.

Redakteur: Frank Ipach

(Foto: John Gellman/SPV)

 

Die OUTLAWS, so heißt eine Southern Rock Formation aus Tampa in Florida. Sie wird ja ganz gerne in einem Atemzug mit vielen ganz großen Namen dieses (Sub)Genres wie LYNYRD SKYNYRD, THE ALLMAN BROTHERS BAND, MARSHALL TUCKER BAND, MOLLY HATCHET und noch etlichen anderen genannt. Aber das geschieht eben auch vollkommen berechtigt, denn immerhin existiert die Truppe (trotz Umbesetzungen) schon seit 1972. Außerdem haben die US-Amerikaner in jedem Jahrzehnt ihres Bestehens Tonträger veröffentlicht und sich so in Kombination mit ausgedehnten Konzertreisen im Laufe der Zeit einen Platz unter den wirklich bedeutenden Vertretern ihrer Zunft erarbeitet.

Es gibt natürlich einen ganz handfesten Grund, weshalb sich das Hooked on Music mit dieser altgedienten Truppe befasst. Und der besteht darin, dass die OUTLAWS zum Ende des Monats ihr neues Studioalbum “Dixie Highway“ herausbringen werden.

Schon der erste Höreindruck lässt erahnen, dass wir es hier mit allem anderem als altbacken oder überholt klingendem Songmaterial zu tun haben. Dieser Elf-Tracker bietet ehrlichen, handgemachten, mitreißenden und bodenständigen Southern Rock mit Blues-, Akustik- und Balladeneinschüben.
Die sich auf der Höhe der Zeit befindliche Produktion der Scheibe ist obendrein ein handfestes Argument für die Dauerrotation im CD-Player.
Die Stücke sind einfach und eingängig gehalten, kernig, fetzig, wild (Gitarren) und unbegradigt. Sie haben Kanten und Ecken, bringen Gefühle zum Ausdruck, biedern sich jedoch nicht an. In Kombination mit den unkomplizierten, aber dennoch aussagekräftigen Texten garantiert der Longplayer jede Menge Unterhaltungswert und Kurzweil.

Den OUTLAWS ist mit “Dixie Highway“ sicher kein innovatives oder gar revolutionäres Werk gelungen, aber eines, das in jeder Phase Lust auf unverfälschten Southern Rock macht. Nach Hängern oder Längen sucht man vergeblich. Die Herren aus Florida verstehen sich wohl als Mitverwalter und -bewahrer einer zwar in die Jahre gekommenen, aber dennoch gefragten und beliebten Rockspielart und outen sich dabei selbst als Fans und Nacheiferer speziell der ALLMAN BROTHERS. und der MARSHALL TUCKER BAND.
Das allerbeste an “Dixie Highway“ ist ohne jeden Zweifel die Tatsache, dass der gute alte Southern Rock sicher weiterleben wird (wie die Männer aus Florida gleich im ersten Titel der Platte bekanntgeben), solange ihn solche Cracks wie die OUTLAWS unverfälscht praktizieren und ihn dadurch gleichzeitig vor dem Untergang bewahren. Beide Daumen nach oben!

Redakteur: Michael Koenig

(Foto: John Gellman/SPV)

 

 

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