Pandoras Box

Monomeet

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.02.2011
Jahr: 2011
Stil: Indie Pop/Art Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Pandoras Box
Monomeet, Noisolution, 2011
Martin SteerVocals, Guitar & Effects
Johannes HertrichGuitar
Markus StaudingerPiano & Synthesizer
Phillip DübelBass
Andre WittmannDrums
Produziert von: Pandoras Box Länge: 61 Min 46 Sek Medium: CD
01. Ballet Of Promises08. Severn Suzuki
02. Nothing But The Wind09. Daily Hopes
03. Agent Of Time10. Life Does Not Really Fit
04. State Of Rust11. Echoes
05. Monomeet12. Any Memories
06. A Nervous Smile13. Lie You Always Did
07. 1910

Es ist ein offenes Geheimnis, dass immer wieder die interessantesten heimischen Klänge aus der Abgeschiedenheit der sogenannten Provinz kommen, fernab der großen Metropolen. Man denke nur an THE NOTWIST, BLACKMAIL oder ULME. PANDORAS BOX aus dem niederbayerischen Geisenhausen (bei Landshut) sind ein weiterer Name in dieser Reihe, den man sich unbedingt merken muss. Auf “Monomeet“ kombinieren die Jungs um Martin Steer (der auch bei der Electropunk-Band FRITTENBUDE tätig ist) überwiegend dunkel eingefärbten Indie-Pop mit Post-Rock- und Shoegaze-Elementen, Streichern (1910), Samples, Chören und zielgerichtet eingesetzten Elektronics zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk.

Schwelgerische Melodien (Nothing But The Wind) und tanzbare Grooves (State Of Rust) bewegen sich wie selbstverständlich in einer irgendwie herrlich entrückten Atmosphäre, in der man sich Zeit lässt die Songs entwickeln, ja reifen zu lassen. Bei aller Geschmeidigkeit und vielen eingängigen Momenten verkommt nichts zu glatten, kalten Popoberfläche – dafür sorgen schon immer wieder warme Pianoklänge und pointiert gesetzte Noiseattacken (Echoes). Auch das instrumentale, leicht verschlungene Titelstück und das leicht ins Dramatische gehende Severn Suzuki zählen zu den Glanzlichtern eines Albums ohne Ausfälle.

Letztlich wurden diese betörenden Klänge aus der Provinz natürlich auch in der Weltstadt Berlin gehört, so dass dieses Album nun beim dortigen Label Noisolution veröffentlicht wurde. Jeder, der an kunstvollem Indie-Pop und experimentellem Rock der Marke RADIOHEAD Freude hat, kommt an dieser Band und dieser Scheibe nicht vorbei.
Von der Büchse der Pandora ging in der griechischen Mythologie alles Übel in der Welt aus. Aber beim zweiten Öffnen kam die Hoffnung auf die Erde zurück. Hier ist von Schlechtigkeiten weit und breit nichts erkennbar, vielmehr obsiegt die Hoffnung, dass man von dieser Band noch viel Positives wird hören dürfen.

Ralf Stierlen, 31.01.2011

 

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