Parzival

Urheimat

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.03.2011
Jahr: 2011
Stil: EBM, Industrial, Gothic

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Parzival Homepage



Redakteur(e):

Kay Markschies


Parzival
Urheimat, VME/Soulfood, 2011
Dimitrij BablevskijVocals, Programming, Keyboards
Oleg NaumovDrums, Percussion
Michael HedelainPercussion, Keyboards
Tim MogensenBass, Guitars, Keyboards
Produziert von: Parzival Länge: 50 Min 35 Sek Medium: CD
01. Zeit 008. Die große Schau
02. Urheimat09. Der Anilingürtel
03. Nach Nord10. Der Aarn
04. Sei bereit11. Der Blasebalg
05. Peitsche und Zuckerbrot12. Elektrisches Vorspiel
06. Der Geist des Barons13. Die spröde Welt
07. Leben ist Fabrik

EBM und Neue Deutsche Härte aus Dänemark ? Wenn vier Russen nach Dänemark auswandern und dort beschließen, harte Musik mit deutschen(!) Texten zu machen, dann beginnt zumindest hierzulande immer das Naserümpfen, weil der Verdacht naheliegt, es würde sich hier um national angehauchte Musik handeln.

Solche Vorwürfe muss sich auch immer wieder die Band LAIBACH anhören, da diese oft die Ästhetik totalitärer Systeme in ihrer Musik verwendet hat.
Ähnliches tun auch PARZIVAL und scheinen somit gleichzeitig demselben Rechtfertigungszwang wie LAIBACH zu unterliegen.
Im Bandinfo wird nämlich explizit darauf hingewiesen, dass man Besseres zu tun habe, als sich mit extremen politischem Gedankengut oder Organisationen zu beschäftigen.

Hätten wir das also geklärt und können uns um die Musik kümmern.
LAIBACH scheinen für PARZIVAL in vieler Hinsicht Vorbild zu sein. Man pflegt in Kopenhagen nicht nur dasselbe Image, die ersten Songs Zeit 0 und Urheimat weisen mit ihren Bläsern und Fanfaren im Hintergrund auch erhebliche Parallelen mit dem LAIBACH-Soundtrack "MacBeth" von 1990 auf.
Synthetischer und tanzbarer werden PARZIVAL erst in der Mitte des Albums, wobei der monotone NDH-Gesang einem nach einer gewissen Zeit schon ein bisschen auf den Nerv gehen kann.
Auch wenn der Band es auf einigen Stücken gelingt, die Sequencer und Sampler so programmieren, dass Groove und Energie entstehen, so wirkt der Sound an anderen Stellen oftmals dünn und unausgewogen. Insbesondere die Gitarren(samples) sind durchweg nur unspektakuläres Beiwerk.

So kann man leider nur resümieren, dass "Urheimat" nicht wirklich der große Wurf geworden ist und nur stellenweise mitzureißen vermag.

Kay Markschies, 21.03.2011

 

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