Paul McCartney

The Space Within US

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2006

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Paul McCartney Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Paul McCartney
The Space Within US , Warner Music Vision, 2006
Paul McCartney Vocals, Bass, Acoustic & Electric Guitars
Rusty Anderson Guitars
Brian Ray Electric Guitar, Bass
Abe Laboriel, jr. Drums, Percussion
Paul 'Wix' Wickens Keyboards, Accordion
Länge: ca. 148 Min Medium: DVD
Auszug:
1. Magical Mystery Tour6. Drive My Car
2. Flaming Pie7. Got To Get You Into My Life
3. Maybe I'm Amazed8. Till There Was You
4. Eleanor Rigby9. I Will
5. Let Me Roll It10. Fine Line

Dass Paul McCartney den absoluten Legendenstatus innehat, will wirklich niemand bestreiten. Diesen Mann kann man letztlich nur bewundern, ob seiner Kompositionen aus mehr als 40 Jahren Musikbusiness. Muss man aber mit dieser vorliegenden Konzert-DVD, die während der letztjährigen USA-Tour mitgeschnitten wurde, jene Legendenbildung so schamlos und teilweise nervend untermauern? Zumal man von Paule immer wieder hört, er fühle sich doch eigentlich wie ein ganz normaler Mensch, der sich zwar durchaus seiner Bedeutung für viele, viele Menschen bewusst ist, doch auf seine Ikonisierung als persönliches Lebenselixier oder Triebfeder seines Daseins gut und gerne verzichten kann. Muss man dann so eine DVD veröffentlichen?
Ein Konzertmitschnitt, der als eine Art Dokumentation verstanden werden will. Zwischen den einzelnen Tracks (immerhin 30 an der Zahl), die McCartneys komplette Karriere streifen, immer wieder Interviewausschnitte mit dem Maestro selbst oder auch mit namenlosen Fans bzw. ganzen, generationübergreifenden Fan-Familien und prominenten Verehrern wie z.B. Bill Clinton.
Da kommen Wissenschaftler und Psychologen zu Wort, die das Phänomen Paul McCartney samt seiner fabulösen Songs zu erklären versuchen. Für denjenigen, der sich schon mal näher mit dem Weltereignis THE BEATLES beschäftigt hat, wirkt dies recht dröge, weil letztlich alles schon bekannt und vielerorts debattiert wurde. Na ja, und in den Bonus-Features kommen McCartneys Begleitmusiker zu Wort, die ihren Chef als zwar recht bestimmenden, aber letztlich sehr sympathischen Zeitgenossen beschreiben. Eine Ikone zum Anfassen. Lug oder Trug? Gestelzt oder echt? The boy in the bubble?

Etwas nervig auch die ständigen Einblendungen verzückter Fans aus dem weiten Hallenrund, wo vom Kleinkind bis zum ältlichen Ehepaar alles an Huldigern vertreten ist, was laufen, tanzen, singen, lachen, schreien und weinen kann. Das wirkt alles zu aufgesetzt, zu inszeniert, zu übertrieben. Im Publikum natürlich auch wieder Jack Nicholson. Den sieht man ständig auf U.S.-amerikanischen McCartney-Gigs. Die Kameras fokussieren sich beinahe häufiger auf jubelnde Fanatiker als auf die weitaus interessanten Beiträge der Herren Keyboarder, Drummer und Gitarristen. Die Band spielt sehr konzentriert und fügt sich irgendwie nahtlos in das megalomanische Geschehen ein.

Das Konzert bekommt fast unwirkliche Züge und untermauert McCartneys Status als gottgleiche Lichtgestalt etwas zu nachhaltig. So sympathisch und erdverbunden sich McCartney mit seiner letztjährigen, grandiosen Albumveröffentlichung "Chaos And Creation In The Backyard" wieder ins allgemeine Gedächtnis zurückkatapultierte, so vehementer schiesst er sich jetzt wieder zurück ins All. Unerreichbar schwebt er über uns. Bekommt man ihn doch mal zu fassen, meint man einen Geist zu berühren.

Frank Ipach, 26.11.2006

 

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