Pax

10.000 Words


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


PAX
10.000 Words, Roastinghouse Records, 2006
Michael Fridh Vocals, Bass & Programming
Christian Fridh Guitar & Backing Vocals
SG Peterson Keyboards & Programming
Stefan Eldevall Rhythm Guitar
Jaime Salazar Drums
Produziert von: Anders Theander Länge: 46 Min 56 Sek Medium: CD
1. 10.000 Words8. One Step Closer
2. Come Out Of The Rain9. Remind
3. Why This Had To Be10. Someone
4. Drowning11. Learn From My Mistakes
5. Tears12. You're No Good
6. Bring Me Down13. Why This Had To Be (Video)
7. Pain

Die Band PAX ist ein recht ambitioniertes Bandprojekt der schwedischen Gebrüder Fridh. Bei der Besetzung fällt einem gleich der Name Jaime Salazar an der Schießbude auf - ist das d e r Jaime Salazar von den FLOWER KINGS? Aber dann wäre die Bandinfo diesbezüglich sicherlich nicht so zurückhaltend mit dieser Tatsache. Auf der anderen Seite hat sich Salazar (also der Ex-Blumenkönig) schon reichlich in den Studios der Welt und insbesondere Schwedens umgetan (siehe zum Beispiel ALLEN/LANDE oder auch LAST TRIBE). Und bei letzteren war ja auch Anders Theander Produzent, wie auch jetzt wieder bei PAX. Also spricht wohl doch einiges dafür. aktuell ist allerdings ein gewisser Martin Fürst Drummer bei PAX, so dass man es für dieses Mal nicht mehr herausfinden wird (wer es besser weiß - bitte bei mir melden).

Jedenfalls ist "10.000 Words" eine reichlich dunkel getönte, melancholische, aber gleichwohl sehr harmonie- und melodiegesättigte Angelegenheit mit tief gestimmten Gitarren, schwermütig zartbitterem Gesang, aber leider auch, nach gutem Beginn, zunehmend in Schönheit erstarrend. Irgendwie geht mit der Zeit etwas die Luft raus, es fehlen die Ecken und Kanten zum Festkrallen, der letzte Kick, der sich festsetzt, oder der überraschende Ausbruch aus der melancholischen Melodic-Rock-Einheitssoße.

Natürlich gibt es einige schöne Songs, wie das kernige 10.000 Words, das atmosphärisch groovende Come Out Of The Rain, das hymnische Why This Had To Be oder das eingängige Bring Me Down, aber über die Gesamtheit fehlt ein wenig klangfarbliche Vielfalt und wirkt das Arrangement zwischen rockiger Gitarre, düster angehauchten Keyboards und melodischem Indiepop-Gesang etwas unausgegoren zwischen allen Stühlen. So bleibt als Fazit: sicherlich nicht vergeigt, aber auch nicht der ganz spektakuläre Wurf.

Ralf Stierlen, 10.04.2006

 

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