Pearl Jam

MTV Unplugged

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.11.2020
Jahr: 2020
Stil: Grunge
Spiellänge: 35:44
Produzent: Alex Coletti

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Plattenfirma: Sony Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Soundgarden

Chris Cornell

Neil Young

Titel
01. Oceans
02. State Of Love And Trust
03. Alive
04. Black
 
05. Jeremy
06. Even Flow
07. Porch
Musiker Instrument
Eddie Vedder Vocals
Jeff Ament Bass
Stone Gossard Rhythm Guitar
Mike McCready Lead Guitar
Dave Abbruzzese Drums

Prinzipiell bin ich dem Grunge nicht so zugetan. Für mich war Anfang der 90er eine andere Musik maßgebend. Zum einen erfreute mich die Rückkehr der ROLLING STONES und zum anderen war ich eher einem kernigen Hard Rock – von JUDAS PRIEST bis AEROSMITH – zugetan. Dazu noch ein paar Sleazer a la DOGS D'AMOUR und die QUIREBOYS und die Party war gerettet. Die verdrießliche Art der Seattle-Jünger war mir suspekt. Lachen verboten – oder was?

Nun, genug des Outings, mittlerweile und mit dem gewachsenem Verständnis des Alters, kann ich schon einigem etwas abgewinnen. So hat sich selbst mir die Klasse eine Chris Cornell längst offenbart und wie beeindruckend PEARL JAM auf mich wirkt, habe ich bereits im Review zum Soundtrack, bzw. Film, “Twenty“ bekundet. Demnächst gefällt mir womöglich noch NIRVANA. Naja, wollen wir's nicht übertreiben.

Übertrieben haben es PEARL JAM eigentlich meist. Zumindest haben sie es meist weiter getrieben, als die Durchschnitts-Mitkonkurrenten. Und das auch, wenn sie auf den damals munter dahinschnaufenden MTV Unplugged-Zug aufgesprungen sind. Noch etwas, was mir irgendwie suspekt war. Am besten von dem Unplugged-Hype hat mir noch TESLA (was evtl. der Auslöser war) und der trunkene Rod Stewart gefallen. Sonst wäre mir vielleicht damals schon die Performance von PEARL JAM  aufgefallen, die damals natürlich zu sehen war und die es längst auf DVD gibt. Allerdings bisher – man höre und staune – nicht als CD.

Dem wird hiermit Abhilfe geschaffen. Sieben Titel wurden damals aufgezeichnet und die sind komplett hier vertreten. Was mit knapp über eine halben Stunde ja nicht unbedingt den CD-Rahmen sprengt.

Ziemlich viele Rahmen hatte das Debüt-Album “Ten“ gesprengt und entsprechend setzte sich der Set auch fast komplett aus den Songs des Albums zusammen. Was sich anfangs, mit Oceans noch etwas zurückhaltend und subtil brodelnd präsentiert, legt bei State Of Love And Trust (dem einzigen Song der damals nicht auf “Ten“ war, allerdings später auf dem Re-Issue) schon deutlich an Dynamik zu. Nicht zuletzt ein Verdienst des neuen Schlagzeugers Dave Abbruzzese, würde ich meinen.

Im Video wird mal kurz Angie von den STONES angespielt, was man auf der CD nicht kredenzt bekommt. Dafür den euphorischen Jubel der Fans, die natürlich den bereits zum Kult mutierten Hit Alive umgehend identifiziert haben. Übrigens darf man den Sound nicht mit irgendwelchen Videoclips vergleichen. Der ist hier deutlich besser, klarer, mitreißender. Da fühlt man sich schon fast wie im “elektrischen Konzert“, so druckvoll kommt das rüber.

Dass das hier kürzer ist, als die DVD, liegt daran, dass man überflüssiges Geplänkel weggelassen hat. Wozu das an LED ZEPPELIN erinnernde Black natürlich nicht gehört. Und natürlich wird auch Jeremy frenetisch vom Publikum begrüßt. Nach wie vor muss ich beim intensiven Vortrag von Sänger Eddie Vedder fast schon schwer atmen, soviel komprimierte Power ist da vorhanden.

Wer die bewegten Bilder dazu kennt, dem ist die Barstuhl- und Schlagzeugakrobatik während Porch noch lebhaft in Erinnerung. Und wer nicht, der nimmt trotzdem die Spannung auf, die PEARL JAM bei dieser Schlussnummer inszenieren. Ja, man fragt sich im Nachhinein, warum es so lange gedauert hat, bis zu dieser Veröffentlichung.

Ende gut, alles gut.

 

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