Philipp Fankhauser

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CD-Review

Reviewdatum: 27.03.2015
Jahr: 2015
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Philipp Fankhauser
Home, Sony Music, 2015
Philipp FankhauserVocals, Guitar
Marco JencarelliGuitar
Hendrix AckleGrand Piano, Hammond A 100
Richard SpoonerDrums
Angus ThomasBass
Till GrünewaldAlto Sax
Lukas ThoeniTrumpet, Flugelhorn
Thomi GeigerTenor Sax
Luis ContePercussion
Produziert von: Marco Jencarelli Länge: 63 Min 37 Sek Medium: CD
01. Daily Bread08. I Sing The Blues
02. Learned My Lesson09. Sweet Sensations
03. Nobody But You10. Runnin' In Circles
04. Promised Myself11. I Love To Be Loved By You
05. Rainy Night In Georgia12. Louisiana Lover Man
06. The Chokin' Kind13. Home
07. Once Is Not Enough14. Pie In The Sky

Alle Achtung. Bevor Philipp Fankhausers neue Scheibe Album "Home" dieser Tage offiziell in Deutschland veröffentlicht wird, erreichte der Schweizer Bluesmeister in seiner Heimat bereits den Goldstatus für 10.000 verkaufte Einheiten dieses von seinem Gitarristen Marco Jenkarelli produzierten Blues-Albums. Wieder einmal, kann man sagen. Denn die letzten Scheiben des 1964 in Thun geborenen Eidgenossen wurden sämtlich mit Edelmetall legiert.

Dass Beliebtheit und Verkaufszahlen nicht unbedingt mit der gebotenen Qualität korrelieren ist natürlich hinlänglich bekannt. Im Falle Philipp Fankhausers jedoch stimmen hohes musikalisches Niveau und immenser Beliebtheitsgrad durchaus überein.

Warum ist Fankhausers Big-Band Blues also in der Schweiz so beliebt? Na, höchstwahrscheinlich weil er schlicht und einfach gut gemacht ist, seit Jahr und Tag frisches und quirliges Juke Joint Feeling propagiert und genügend satten Groove vorweist, um tanzbar zu werden und weil Fankhauser mit seinem recht einfach gehaltenen, knurrigen Baritongesang, der wie eine Mixtur aus Chris Rea (Home) und Tony Joe Joe White (dessen Rainy Night In Georgia hier gecovert wird) wirkt, eine nachvollziehbare Leidenschaft transportiert, die offenbar direkt den Nerv des Publikums trifft.

Ähnlich wie die Dänen ihren Thorbjoern Risager mögen, schätzen die Schweizer ihren Philipp Fankhauser. Fankhausers Blues-Diktion klingt vergleichsweise etwas gediegener, etwas abgehangener und gelassener, Risagers R & B schäumt dagegen eher wild und ungestüm und funky. Die Musik des Schweizers dürfte auch was für die Eric Clapton Fraktion sein, tönt domestizierter, aber schließlich seelenvoll und packend genug, um mitzureissen. Kein Wunder also, dass sich 10.000 Schweizer zum Plattenkauf animiert fühlten.

Frank Ipach, 22.03.2015

 

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