Planet Thirteen

Third From The Right

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.10.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Planet 13
Third From The Right, Red Shoe Records, 2006
Ray Zarate Vocals, Keyboards, Piano
Lance Benedict Guitars, Drums
Gast:
Glenn Kenney Lead Guitar (The Quest and other various guitar conributions)
Produziert von: Lance Benedict Länge: 67 Min 01 Sek Medium: CD
1. Darker Side Of You (16:46)4. The Quest (7:36)
2. Eyes Of Deception (14:36)5. Rain (9:02)
3. Superstar [L. Russell/B. Bramlett] (4:04)6. Zero (14:53)
all songs by Benedict/Zarate exept Superstar

Vor einigen Wochen schwärmte mir der Kollege Fred in höchsten Tönen vom jüngsten Release der Florida Proggies PLANET 13 vor und überließ mir freundlicherweise deren neues Album "Third From The Right" zur Rezension. Ob er sich dabei an meine Ader für RUSH erinnerte vermag ich nicht zu sagen [so isses, Herr Kollege; F.S.], jedoch stelle ich nach einer Reihe von Durchläufen der CD des Duos (!) vom (?) dreizehnten Planeten fest, dass man einige Parallelen (oder Ähnlichkeiten) mit dem Trio aus dem Land des Ahornblattes aufweisen kann. Wer die Zeiten von "A Farewell To Kings" (1977) oder "Hemispheres" (1978) zumindest ein wenig wiederauferstehen lassen möchte, ist mit dem dritten Longplayer PLANET 13s nicht schlecht bedient.

Zweifelsohne nicht die Genialität der Messieurs Lee, Lifeson & Peart erreichend, kann man phasenweise doch tatswahrhaftig für Momente der Verzückung sorgen. Wie seinerzeit RUSH setzt man aus Fragmenten komplexe Songs zusammen, die aber niemals ins pure Frickeln abgleiten, sondern erstaunliche Spannungsbögen aufbauen und den Hörer in ein anderes musikalisches Universum katapultieren, um ihn dort mit einer erstaunlichen Reihe von Ideen an das Geschehen zu fesseln.
Die ersten beiden Songs der Scheibe, Darker Side Of You und Eyes Of Deception, setzen alleine durch ihre ungewöhnlich lange Spieldauer von jeweils um die Fünfzehn-Minuten-Grenze Maßstäbe, denen das Album in seinem weiteren Verlauf nicht mehr gerecht werden kann. Wer jedoch davon spricht, dass man bereits am Anfang sein Pulver verschossen hat, sollte sich vor Augen halten, dass es sich hierbei um locker mal eben eine halbe Stunde gnadenlos guter Musik handelt.

Im Info zum Release von "Third From The Right" zieht man Vergleiche zum Sound von BLACK SABBATH, RUSH, DREAM THEATER, IRON MAIDEN oder QUEENSRYCHE. Zugegeben, da wurde die Meßlatte recht hoch angelegt, allerdings ist das in weiten Momenten des Album durchaus gerechtfertigt. Die CD ist zugleich progressiv, hart und melodisch ausgefallen.
Der heftige Einstieg mit Darker Side Of You verspricht einen interessanten Longplayer, der jedoch mit dem dritten Track Superstar eine absolute Bruchlandung hinlegt. Glänzt man inmitten Eyes Of Deception noch mit einer unerwartet harten Passage, weist Titel Numero drei unerwartete Parallelen mit der Musik Barry Manilows auf. Vergleichsweise schnulzenmäßig hoch zehn stellt sich hier die Frage "what the f...ck is that?".
Zum Glück geht es mit The Rain wieder in andere Gefilde. Wer etwas mit TRIUMPHs "Thunder Seven" (1984) anzufangen vermag, dürfte hier richtig liegen.
PLANET 13 beherrschen laut beiliegendem Info-Blatt den Spagat zwischen technischer Virtuosität und rauer aggressiver Power. Unerfreulicherweise nicht immer, denn Rain lässt einen mit dieser Behauptung sprichwörtlich im Regen stehen. Leider handelt es sich hierbei nicht um einen kräftige Schauer, vielmehr plätschert der Track über neun Minuten mehr oder weniger einfallslos dahin. Zero geht noch einmal heftiger zur Sache und lässt sich nach seinem schnarchnasigen Vorgänger durchaus als rockig-progressiver Track mit RUSH-Anleihen bezeichnen. Zwischen diversen Härtegraden wandelnd, bietet man hier einen durchaus versöhnlichen Abschluss, der einen den Longplayer nicht gleichgültig ins Regal stellen lässt, sondern einen zweiten Durchgang durchs Drücken der "Play"-Taste hervorruft.

Anhängern des progressiven Rocks sei "Third From The Right" trotz der beiden Durchhänger empfohlen, die Fraktion der toleranten und neugierigen HoM-Leser/innen sollte der Scheibe zumindest mit einem Hörtest eine Chance geben.

Jürgen Ruland, 03.10.2006

 

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