Planet X

Live From Oz

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.06.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Planet X
Live From Oz, Inside Out Music, 2002
Derek Sherinian Keyboards
Tony MacAlpine Guitar
Virgil Donati Drums
Gast:
Dave LaRue Bass
Produziert von: Planet X Länge: 72 Min 56 Sek Medium: CD
1. Ignotus Per Ignotium8. Warfinger
2. Inside Black9. Virgil Donati Solo
3. Dog Boots / Atlantis (4-6)10. Warfinger Reprise
4. Apokalypse 1470 BC11. Tony MacAlpine Solo
5. Sea Of Antiquity12. Her Animal
6. Lost Island13. Europa
7. Derek Sherinian Solo14. Pods Of Trance

Als ich seinerzeit PLANET X gründete hatte ich zwei Ziele. Ich wollte die verrückteste Instrumentalband der Welt an den Start bringen und damit eine Gruppe etablieren, die dermaßen virtuos spielt, dass anderen Musikern der Schrecken in die Glieder fährt.
Derek Sherinian

Noch Fragen?
Na ja, vielleicht: Woher kenne ich diese Gestalten?

Keyboarder und Bandgründer Derek Sherinian dürfte vor allem durch sein DREAM THEATER-Engagement und die Arbeit mit PLATYPUS in aller Ohren sein, aber er tourte auch mit Alice Cooper, KISS und dem ehemaligen Jimmy Hendrix-Schlagzeuger Buddy Miles.
Tony MacAlpine zählt seit den späten Achtzigern zu den versiertesten Gitarristen dieses Planeten und sorgte mit seinen Soloalben, mit M.A.R.S. (MacAlpine, Aldridge, Rock, Sarzo) und als Tourgitarrist und Keyboarder, unter anderem für Steve Vai, für Furore.
Schlagzeuger Virgil Donati dürfte noch vom Namen her der Unbekannteste sein, doch der Australier ist in seiner Heimat ein gefragter Tour- und Sessiondrummer und ist beispielsweise auf Alben von Steve Walsh oder Marc Boals zu hören.
Es sind also wirklich nicht die schäbigsten Musiker am Start.

Und wie klingt es, wenn die drei zusammen loslegen?
Ziemlich abgefahren. Eine Mischung aus Fusion und Heavy Rock trifft die Sache wohl am ehesten. Erwartet bloß keine Songs im herkömmlichen Sinne, oder einfach nachvollziehbare Kompositionen. Auf "Live from Oz" sind einfach drei absolute Könner am Werk, die zusammen Spaß auf der Bühne haben und sich nach Herzenslust austoben. Dabei bekommt jeder der Musiker mehr als ausreichend Gelegenheit sich in Szene zu setzen und PLANET X seine persönliche Note aufzuzwingen. Besonders erfreulich ist dies im Falle von Gitarrist Tony MacAlpine, und wäre nicht Derek Sherinian, der in erster Linie für die Fusion-Einflüsse steht, dann würden sicher noch viel mehr Passagen Erinnerungen an Tonys Gitarren-Meisterwerke "Edge of insanity" oder "Maximum security" hervorrufen.

Aha, wieder so ein Haufen Frickler, werden sicher einige jetzt denken. Irgendwo schon, nur PLANET X erschlagen einen wirklich mit der individuellen Klasse der einzelnen Musiker.
Es macht Spaß zuzuhören, weil die drei einfach verdammt toll spielen. Was dabei letztendlich heraus kommt wird fast schon zur Nebensache.

Es kommt wohl bei den wenigsten Leuten gut an, wenn ihr "Live from Oz" auf der nächsten Party auflegt, aber dazu ist dieses Album auch überhaupt nicht gedacht. Legt die Scheibe lieber mal für euch im stillen Kämmerlein auf und hört und staunt...

Martin Schneider, 12.06.2002

 

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