Tesla

Rose Tattoo
Havanna Heat Club

Pratteln, CH, Z7, 10.06.2008


Konzertbericht

Reviewdatum: 10.06.2008

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Redakteur(e):

Markus Hagner


Pratteln, CH, Z7, 10.06.2008

Genial, dass es sich an diesem Abend um ein Doppel-Headliner-Konzert von ROSE TATTOO & TESLA handelt.

Im sehr gut gefüllten Z7, dürfen aber Havanna Heat Club als Support Act der Rosen trotzdem auftreten. Die Punk'N Roll Songs mit viel MOTÖRHEAD-Einfluß inspirieren die Fans zum abrocken, am besten kommt Killer Karma live an.

Nach einer kurzen Pause legen die Rosen fullminant los mit One of The Boys. Frontmann Angry Anderson scheint physisch etwas erschöpft nach den Auftritten bei Rock Am Ring und Im Park, seine Stimme ist aber gewaltig wie immer. Kein Wunder, denn auch beim heutigen Gig verausgabt er sich total. Der gute Angry ist mittlerweile zum zahmen Mausekätzchen geworden, vorbei sind die aggressiven Tage und seine Parolen richtet er immer an seine Brüderchens und Schwesterleins. Preisende Worte an seinen Blutsbruder Pete Wells im Himmel als Originalgitarristen dürfen nicht fehlen. Das Z7 wird sofort zum Rock'N Roll Tollhaus und die Fans gröhlen so lautstark mit was die Stimmbänder aushalten. Mick Cocks hat natürlich mittlerweile die Führungsrolle als Lead-Gitarrist übernommen und ist Pete fast ebenbürtig. Dai Pritchard als Slide-Gitarrist zeigt bei seinen Soli ebenfalls, dass er ein Könner ist. Sein Herz schlägt immer noch für die tättowierten Rosen und so ist es exzellent, dass Geordie Leach, als Bassist wieder Back In The Roses Family ist und mit Paul de Marco die Hammer-Rhythmus-Kombo bildet, aber auch mit seinen Background-Vocals überzeugt. Zum Highlight wird der Heavy-Slide-Rock-Blues "The Butcher and Fast Eddy". Nach 90 Minuten ist mit "Astra Wally" der triumphale Schluss des Konzertes gekommen. Mister Anderson zeigt sich auch erneut als sehr fanfreundlich und erfüllt schon kurz nach Beendigung des Konzertes sämtliche Autogrammwünsche. Rose Tattoo sind einfach Kult

TESLA feuern dann ein Axeman-Feuerwerk der Extraklasse ab durch die beiden Gitarreros Frank Hannon und Dave Rude. Die beiden toben über die Bühne wie die wilden Derwische und spielen mörderische, jederzeit präzise Soli. Sänger Jeff Keith hat nichts an seiner jugendlichen Ausstrahlung verloren und ist live ein Sangesgott. Mit "Ez Come Ez Go" findet man gleich den richtigen Einstieg, so dass die Party abgeht ohne Ende. Die Freaks im Z7 hat er problemlos hypnotisiert, so dass diese der Backchoire par Excellence sind. Irre, die 9 minütige Killer-Version des Black Sabbath-Klassikers War Pigs, mit gigantischen Gitarren-Duellen, aber auch dem treibenden Ryhtmus von Brian Wheat am Bass und Troy Lucketta am Schlagzeug. Der gute alte Ozzy sollte mal Jeff als Gespenster-Sänger anheuern, da Ihn ja seine Gehirnzellen verlassen haben. Im Vergleich zum ersten Konzert im Z7 spielt man dieses mal mehr Balladen, wobei "Changes" live der Hammer ist. "Love-Song" kommt bei den weiblichen Chicks exzellent gut an. "Signs" beendet den offiziellen Konzertteil, die Zugaberufe erschallen sofort lautstark. So lassen die sympathischen Boys nicht lange auf sich warten und mit "Cumin Atcha Live", das zum Gig-Höhepunkt wird, in einer überlangen Version gibt man zum Schluss nochmals richtig Vollgas und verabschiedet die Fans in die Nacht, die sich aber vorher mit tosendem Applaus bedanken. TESLA eine liebevolle amerikanische Hardrockband der Extraklasse, die auf der nächsten Tournee erneut gern gesehene Gäste im Z7 sind und die das superbe Catering im Z7 lieben!

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