Primal Fear

16.6


CD-Review

Reviewdatum: 16.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Primal Fear
16.6, Frontiers Records, 2009
Ralf ScheepersVocals
Henny WolterGuitars
Magnus KarlssonGuitar, Keyboards
Randy BlackGuitars
Mat SinnerBass, Vocals
Produziert von: Mat Sinner Länge: 69 Min 34 Sek Medium: CD
01. Before the devil knows you're dead09. No smoke without fire
02. Riding the eagle10. Night after night
03. Six times dead (16.6)11. Smith & Wesson
04. Black rain12. The excorcist
05. Under the radar13. Hands of time
06. 5.0/Torn14. Cry havoc
07. Soar15. Scream
08. Killbound

Es gibt sicher leichtere Übungen als einen adäquaten Nachfolger für ein bärenstarkes Album wie "New religion" abzuliefern, zumal dessen Vorgänger "Seven seals" ebenfalls zu den Glanzlichtern des traditionellen und doch zeitgemäßen Heavy Metals gezählt werden muss.

PRIMAL FEAR meistern diese Herausforderung, indem sie auf einen mehrfach in der eigenen Historie erfolgreich praktizierten Kniff zurückgreifen. Man besinnt sich einfach auf seine Stärken, verschiebt dabei allerdings die Schwerpunkte ein wenig.

So fällt "16.6" kompositorisch weitaus geradliniger und bodenständiger wie die beiden Vorgänger aus. Es gibt weniger epische und orchestrale Elemente, und weniger Experimente mit progressiven und düster-melancholischen Ansätzen ohne diese jedoch völlig unter den Tisch fallen zu lassen. So schlägt ein Song wie Black rain oder 5.0/Torn durchaus die atmosphärische Brücke zu den letzten Veröffentlichungen.

In erster Linie jedoch kehren PRIMAL FEAR auf "16.6" zu ihrer typischen Variante des kraftvollen, klassischen Heavy Metals zurück. Auf großartige Refrains und mitreißende Melodien muss man natürlich auch dieses Mal nicht verzichten, man sollte sich aber tendenziell auf höheres Tempo und eine aggressivere Gangart einstellen. Die Songs wirken insgesamt straffer und kommen schneller auf den Punkt. Sie tendieren einfach eher zum klassischen Headbanger-Futter und vor allem live dürften viele der neuen Songs hervorragend funktionieren und dem einen oder anderen Livestandard aus vergangenen Tagen das Leben schwer machen sein Plätzchen in den Setlists auch zukünftig zu verteidigen.

So ist "16.6" zwar keine völlige Antithese zu "New religion" und "Seven seals", aber doch ein deutliches Zugehen auf die Fans, denen die letzten Veröffentlichungen zu verkopft und zu wenig purer Metal waren.

Martin Schneider, 21.04.2009

 

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