Primal Fear

Live In The USA


CD-Review

Reviewdatum: 28.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Primal Fear
Live In The USA, Frontiers Records, 2010
Ralf ScheepersGesang
Mat SinnerBass & Gesang
Randy BlackSchlagzeug
Henny WolterGitarre & Gesang
Alex BeyrodtGitarre
Gastmusiker
Magnus KarlssonGitarre
Stefan LiebingGitarre
Pamela MooreGesang
Produziert von: Primal Fear Länge: 70 Min 12 Sek Medium: CD
01. Before The Devil Knows You're Dead08. Sign Of Fear
02. Under The Radar09. Fighting The Darkness
03. Battalions Of Hate10. Riding The Eagle
04. Killbound11. Final Embrace
05. Nuclear Fire12. Metal Is Forever
06. Six Times Dead (16.6)13. Hands Of Time
07. Angel In Black14. Chainbreaker

Das wurde ja auch mal langsam wieder Zeit. PRIMAL FEAR gehören schon seit Jahren zu den deutschen Export-Schlagern im Bereich Heavy Metal der Güteklasse A. Und nach 12 Jahren steht nun das erst zweite „Live-Album“ der Mannen um Ralf Scheepers (Ex-GAMMA RAY) und Mat Sinner (SINNER) an. Obwohl es sich beim ersten ja um ein so bezeichnetes „offizielles Bootleg“ handelte.

Sicherlich war es etwas überraschend, dass eine Band wie PRIMAL FEAR ein Live-Album in den USA einspielt, aber es spricht eine deutliche Sprache, wie weit es die Band eben schon gebracht hat. Zumal die Stimmung in den Sälen (das Album wurde bei drei Konzerten in Atlanta, New York und Los Angeles aufgenommen) jeweils sehr gut ist.

Generell ist der Sound exzellent, er bildet den Sound sehr räumlich und wohl authentisch (und wer weiß heute schon, was nachträglich im Studio bearbeitet wurde) ab. Die Band spielt ihre Songs sehr tight, ohne größere Fehler und mit viel Power. Die Vergleiche zu JUDAS PRIEST zu “Painkiller“-Zeiten und HELLOWEEN in der “Keeper“-Ära können PRIMAL FEAR bei Tracks wie Nuclear Fire, Angel In Black, Sign Of Fear oder Chainbreaker erneut nicht entkommen. Aber gute Bands kann man nie genug haben und kaum eine andere Gruppe schreibt so eingängige Power-Metal-Hymnen wie PRIMAL FEAR. Dass die Band auch anders – und zwar ganz anders – kann, beweist sie bei Fighting The Darkness, bei dem Scheepers zudem noch Unterstützung von Pamela Moore (Sister Mary ´bei QUEENSRYCHEs “Operation: Mindcrime“-Epos) erhält.

Etwas enttäuschend ist aber die Songauswahl. Fünf der präsentierten Stücke finden sich nämlich auch schon auf der ersten Live-CD, was angesichts des umfassenden und sehr starken Backkatalogs der Band etwas schade ist. Da fehlen einfach einige starke Stücke. Zumal bei einer richtigen Live-Veröffentlichung ja wohl zwei CDs durchaus drin gewesen wären, so dass man den Fans wirklich ein richtiges Best-Of-Set hätte anbieten können. Außerdem bleibt die Kommunikation zwischen Band und Publikum fast komplett Außen vor. Lediglich Metal Is Forever wird kurz angetextet. Das nimmt schon ein Stück weit den Konzertcharakter weg.

Ansonsten gibt es an “Live In The USA“ wirklich nichts auszusetzen. Tolle Band, starke Songs, gute Zuschauerreaktionen, so muss ein Live-Album sein, das dem Hörer zu Hause einen realistischen Eindruck vom Geschehen auf der Bühne vermittelt. Aber leider ist nach 70 Minuten bereits alles vorbei. Da wäre noch was mehr gegangen. Die Band hat das drauf.

Marc Langels, 26.05.2010

 

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