Primal Fear

Rulebreaker


CD-Review

Reviewdatum: 14.01.2016
Jahr: 2016
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Primal Fear
Rulebreaker, Frontiers Records, 2016
Ralf ScheepersGesang
Alex BeyrodtGitarre
Magnus KarlssonGitarre & Keyboards
Tom NaumannGitarre
Mat SinnerBass & Gesang
Francesco JovinoSchlagzeug
Produziert von: Mat Sinner Länge: 52 Min 04 Sek Medium: CD
01. Angels Of Mercy07. At War With The World
02. The End Is Near08. The Devil In Me
03. Bullets & Tears09. Constant Heart
04. Rulebreaker10. The Sky Is Burning
05. In Metal We Trust11. Raving Mad
06. We Walk Without Fear

Spricht man über die Speerspitze der deutschen Heavy Metal-Bewegung, so fällt unweigerlich binnen kürzester Zeit auch der Name PRIMAL FEAR. Neben den Legenden ACCEPT, HELLOWEEN und GAMMA RAY ist die Band um Sänger Ralf Scheepers sowie Bassist Mat Sinner (auch bei SINNER aktiv) wohl seit ihrer Gründung Mitte der 1990er Jahre eine der Konstanten in der hart-rockenden Musikszene. Mit schöner Regelmäßigkeit wird der Fan seit 1998 spätestens alle zwei Jahre mit einem neuen Machwerk der Band verwöhnt.

Die neueste Veröffentlichung der Band hört nun auf den Namen “Rulebreaker“. Allerdings werden hier die ehernen Gesetze der Band nicht gebrochen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird der typische PRIMAL FEAR-Metal geboten, der ja nicht ganz zu Unrecht häufig mit JUDAS PRIEST verglichen wird. Auf “Rulebreaker“ gibt es bei der Band zwei „Neue“ zu hören. Zum einen kehrte Gründungsmitglied Tom Naumann an der mittlerweile dritten Gitarre zur Gruppe zurück und zum anderen heißen PRIMAL FEAR hier den neuen Drummer Francesco Jovino (Ex-U.D.O. und HARDLINE) willkommen, der sich perfekt in den Sound integriert.

Kompositorisch allerdings bietet die Band einige kleine stilistische Schlenker. Zum einen klingen Tracks wie The End Is Near, Bullets & Tears oder auch The Devil In Me stark nach den aktuellen ACCEPT-Scheiben, dafür hätte In Metal We Trust auch auf dem PRIEST-Jahrhundertwerk “Painkiller“ einen Ehrenplatz erhalten. Zudem bieten Scheepers, Sinner, Naumann, Jovino sowie die beiden anderen Gitarristen Alex Beyrodt (außerdem noch VOODOO CIRCLE) und Magnus Karlsson (früher Songwriter für das Projekt ALLEN/LANDE, heute auch Magnus Karlsson‘s FREE FALL) mit We Walk Without Fear den bislang mit Abstand längsten Song ihrer Karriere. Und in The Sky Is Burning zeigt die Band ihre zarte Seite und verwöhnt die Gehörgänge mit einer feinen Ballade, deren Chorus sich nachhaltig im Langzeitgedächtnis des Hörers festsetzt.

Auch mit ihrem insgesamt 14. Werk (Best Of- und Live-Alben mitgerechnet) schaffen es PRIMAL FEAR auf ganzer Linie zu überzeugen. Denn obwohl sie ihrer Marschrichtung treu bleiben, ergehen sich die Musiker nicht darin, immer nur auf Nummer Sicher zu gehen. Allerdings handelt es sich eher um Feinjustierungen denn um große Veränderungen. Zudem ist es der Band hier gelungen, nahezu jeden der Songs mit einem starken Refrain zu veredeln, was dem Album von einem Highlight zum nächsten treibt und den Hörer vor die schwere Wahl stellt, welches denn nun sein persönlicher Favorit wird. Aber da kann ich mir unangenehmere Aufgaben vorstellen. “Rulebreaker“ unterstreicht einmal mehr den Anspruch von PRIMAL FEAR zu den ganz Großen in der Metal-Szene dazuzugehören, national wie international.

Marc Langels, 12.01.2016

 

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