Primal Fear

Unbreakable


CD-Review

Reviewdatum: 06.01.2012
Jahr: 2012
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Primal Fear
Unbreakable, Frontiers Records, 2012
Ralf ScheepersGesang
Mat SinnerBass & Gesang
Magnus KarlssonGitarre & Keyboards
Alex BeyrodtGitarre
Randy BlackSchlagzeug
Gastmusiker
Oliver HartrmannGesang
Erik MartenssonGesang
Produziert von: Mat Sinner Länge: 56 Min 07 Sek Medium: CD
01. Unbreakable (Part 1)07. Where Angels Die
02. Strike08. Unbreakable (Part 2)
03. Give 'Em Hell09. Marching Again
04. Bad Guys Wear Black10. Born Again
05. And There Was Silence11. Blaze Of Glory
06. Metal Nation12. Conviction

Sie sind die Konstante des deutschen Heavy Metal: PRIMAL FEAR. Wo dieser Name draufsteht, da ist teutonischer Edelstahl der Legierung Marke JUDAS PRIEST in der Güteklasse “Painkiller“ drin. Das machen sie schon seit ihrer Gründung so und sehen keinen Grund für irgendwelche Experimente – etwas wie “Nostradamus“ wird man von PRIMAL FEAR wohl nicht zu hören bekommen.

So legt die Band nach dem Intro auch mit Strikegleich mit einer Double-Bass-getriebenen Dampfwalze der besonderen Güteklasse los und man ertappt sich dabei, dass einem das jüngste Schwächeln von JUDAS PRIEST auf einmal gar nicht mehr so schlimm vorkommt. Und so könnte man meinen, ein ganz normales PRIMAL FEAR-Album in der Hand zu haben mit weiteren Krachern wie Give ’Em Hell, Bad Guys Wear Black, Blaze Of Glory (defintiv kein Jon Bon Jovi-Cover) und Conviction. Phasenweise sind neben den Verweisen in die eigene Vergangenheit aber auch die Parallelen zu Bands wie etwa HELLOWEEN oder GAMMA RAY - etwa bei And There Was Silence und Unbreakbale oder Marching Again (singt da wirklich Scheepers und nicht etwa doch Michael Kiske?) nicht von der Hand zu weisen.

Aber auf “Unbreakable“ gibt es auch mal neue Querverweise, so klingt der Song Metal Nation nach einer Mischung aus frühen DOKKEN und RATT. Anschließend werden PRIMAL FEAR bei Where Angels Die fast schon episch-hymnisch-progressiv. Beides ist sicherlich musikalisch ein kleines Wagnis für die Band, aber es lockert die Erscheinung des Albums deutlich auf. Zudem sind die beiden Songs eben auch einfach nur klasse und das ist es worauf es ankommt.

Ralf Scheepers zeigt auch auf “Unbreakable“ einmal mehr, dass er einem Rob Halford in Sachen Stimmumfang und Ausdruck in nichts nachsteht. Vereinzelt muss man sich beim Hören schon mal klar machen, dass das hier nicht die britischen Metal-Götter sind sondern die deutschen. Dazu passen natürlich hervorragend die hymnischen Songs, die einmal mehr Bandkopf Mat Sinner und das Gitarren-Doppel Alex Beyrodt sowie Magnus Karlsson an den Gitarren gezaubert haben. Hier gibt es keinen einzigen Song ohne eingängige Gesangsmelodie oder eiskalt schneidende Riffs.

“Unbreakable“ zeigt PRIMAL FEAR wieder einmal von ihrer besten Seite mit durch die Bank starken Songs und darüber hinaus auch ein paar musikalischen Ausflügen, die der Band aber hervorragend zu Gesicht stehen. Mir persönlich gefällt dieses Album deutlich besser als der Vorgänger “16.6. – Before The Devil Knows You’re Dead“. Der Abgang von Gitarrist Henny Wolter macht sich nicht bemerkbar, vielmehr scheint die Band jetzt etwas experimentierfreudiger als es früher der Fall war, was meines Erachtens nach absolut positiv zu bewerten ist. “Unbreakable“ ist eine runde Stunde erstklassiger Heavy Metal, der weiterhin keine Vergleiche zu scheuen braucht.

Marc Langels, 05.01.2012

 

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