Pripjat

Hell:on

A Glimpse Beyond

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.06.2020
Jahr: 2019
Stil: Thrash Metal
Spiellänge: 48:20
Produzent: Kirill Gromada & Anton Vorozhtsov

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Plattenfirma: The Crawling Chaos Records


Redakteur(e):

Michael Koenig

Titel
Pripjat:
01. A Glimpse...
02. Protect And Secure
03. The Sprawl
04. Birth Control
05. ...Beyond
 
Hell:on:
01. Spreading Chaos
02. Ashes Of The Gods
03. B.S.B..
04. Satan (live)
Musiker Instrument
Pripjat:
Kirill "Kay" Gromada Guitars, Vocals
Eugen "Dude" Lyubavskyy Guitars
Pablo Tapia Bass
Yanik "Bobo" Bremeruch Drums
Hell:on:
Oleksandr Baev Vocals
Oleksandr Sitalo Bass
Oleg Talanov Drums
Anton Vorozhtsov Guitars
Oleksiy Pasko Guitars

Die beiden Bands PRIPJAT und HELL:ON haben, neben ihrer jeweiligen Herkunft aus der Ukraine, noch die Begeisterung für Thrash Metal gemein. Sowohl das wahlkölnische Quartett mit Kiewer Wurzeln, als auch das Quintett, dessen Heimatstadt Zaporizhzhya heißt, geben uns in Form der hier zu bewertenden Split-Scheibe "A Glimpse Beyond", die schon vor einiger Zeit über das Kölner Label The Crawling Chaos Records erschienen ist, ein gemeinsames Zeugnis ihres aktuellen spiel-/gesangstechnischen Status und ebenso den Stand der kompositorischen Fähigkeiten.

PRIPJAT sind Urheber und Interpreten der ersten fünf Tracks. Die Truppe steht eigentlich für die schonungslose Härte und brachiale Konsequenz des gemeinhin im Ruhrgebiet praktizierten Thrash Metal. Inzwischen scheinen die Jungs sich (wenigstens teilweise) eines anderen oder für sie sogar neuen Weges besonnen zu haben, denn es fehlen gerade zu Beginn die zum Markenzeichen gewordenen Schnellfeuergitarren. Außerdem warten die sonst durchgehend aggressiven und ultraintensiven Stücke streckenweise mit Raum für groovige Melodien und Unterbrechungen des (immer noch dominanten) extremen Metalsounds auf. Die Ansprüche an das eigene Schaffen sind offenbar gestiegen. In Puntko Abwechslung und Mehrdimensionalität hat sich echt was getan bei dem Vierer.

HELL:ON brauchen sich jedoch keine Sorgen dahingehend zu machen, dass sie ihren Landsleuten gegenüber eventuell den Kürzeren würden ziehen müssen, denn auch sie wissen wie Thrash Metal geht. Und um ihrem Material (den übrigen vier Nummern, darunter ein Konzertmitschnitt) noch zusätzliche Kicks zu verpassen, streuen die Südukrainer mal eben orientalisch anmutende Klänge und ruhigere Abschnitte ein und nähern sich stellenweise dem Death Metal an. Alles in allem zocken sie letztlich den härteren Stoff. Und das, obwohl PRIPJAT nun wahrlich ebenfalls keine Waisenknaben in dieser Hinsicht sind.   

"A Glimpse Beyond" beweist, dass die Ukraine durchaus Gruppierungen aufbieten kann, die bezüglich ihrer Fähigkeiten hinsichtlich der Verbreitung extremer Metalvarianten wenigstens europaweit ein Wörtchen mitreden dürfen. PRIPJAT und HELL:ON sollte jeder auf dem Zettel haben, dem Thrash Metal im Zusammenwirken mit andersgearteten Tönen interessant erscheint. 

 

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