Rainravens

The Best Of Rainravens

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.02.2006
Jahr: 2006

Links:

Rainravens Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


The Best Of Rainravens, Blue Rose Records, 2006
Andy Van Dyke Vocals, Guitars, Piano, Harmonica
David Ducharme-Jones, Gurf Morlix, Dave McNair Guitars, Vocals
Rich Stanmyre, David Evertson, Steve Mendell, Brad Dienstbier Bass
Lloyd Maines Dobro
Herb Belofsky Drums
Ian McLagan Piano, Hammond B-3, Wurlitzer
Ron Knuth Fiddle
Mark Hallman Acoustic Guitar
Produziert von: Rainravens Länge: 77 Min 44 Sek Medium: CD
1. Left Undone11. Sunday Blue
2. Long Cold Summer12. What Are You Doing Tonight
3. Same Old Skin13. Spin You Around
4. Never Meet Again14. The Law Of Gravity
5. Wrap Your Arms Around Me15. Hands On The Wheel
6. Rose Of Jericho 16. Empty
7. Down In The Water17. One Last Saturday Night
8. Travelling Heavy18. Taking You With Me
9. Eleven Roses19. Wandering Heart
10. Coyote Man20. Is Your Heart Still Mine

Lange nichts gehört von den RAINRAVENS. Ihr letztes offizielles Album datiert aus dem Jahre 2002. Aber mal ganz ehrlich, so richtig vermisst habe ich sie nicht, dafür sind in den letzten paar Jahren zu viele gute Bands im Roots-Rock-Bereich nachgewachsen. Und wenn sie im kommenden Sommer ihr von Blue-Rose-Records angekündigtes fünftes Werk veröffentlichen möchten, dann muß es aber schon etwas Besonderes sein, um nicht zwischen den vielen gleichwertigen, wenn nicht hörenswerteren Bands unterzugehen.

Zunächst aber bringt Blue-Rose, quasi als Appetizer, einen sämtliche vier Alben umfassenden Querschnitt der RAINRAVENS-Karriere auf den Markt. Nach 10 Jahren Band-Leben mit Höhen und Tiefen haben sich die Jungs das schließlich verdient.
Zwei unveröffentlichte neue Songs haben sich ebenfalls dazwischengemogelt, aber die fügen sich ohne Aufsehen zu erregen in den Fluß der 20 Songs ein.
Möglicherweise möchte Blue-Rose auch die nachgewachsenen Americana-Liebhaber auf einen Schlag mit dieser Band vertraut zu machen. Denn was sich auf diesem "Best Of Rainravens"-Longplayer tummelt, stellt wahrlich die absolute Quintessenz des texanischen Vierers dar. Die häufigen Wechsel innerhalb des Bandgefüges haben der Qualität offenbar nie so viel ausgemacht, denn Hauptsonglieferant und Sänger Andy van Dyke blieb seinem Baby stets treu und markiert mit seinem Songwriting-Stil den Fixpunkt im RAINRAVENS-Kosmos. Im Großen und Ganzen spielen die Jungs einen oftmals akustisch gewandeten Roots-Pop, der in manchen Momenten an die Westcoast-Lieblichkeit der legendären EAGLES erinnert, ohne in deren produktionstechnische Gelacktheit zu verfallen. So bewahrten sich die RAINRAVENS immer ihren eigenen Charme. Doch das Gefällige, Melodiöse bleibt unverkennbar und Andy van Dykes ganz leicht angeraspelte Stimme liegt nun auch nicht gerade Welten von Don Henleys Timbre entfernt. Einer meiner Lieblingssongs What are you doing tonight klingt auch ganz höllisch nach EAGLES. Doch die Adler habe ich immer gemocht, insofern...
Witzigerweise erzählt Andy in den Liner-Notes eine Anekdote aus den Gründungstagen der Combo, als er sich gemeinsam mit Kumpel David Ducharme-Jones auf der Suche nach neuen Bandmates machte, um eine Truppe zu gründen, die den Faden der alten wieder aufnähme: nämlich Marshalls, Les Pauls and loud Rock'n'Roll. Tja, so kann's gehen. Die RAINRAVENS sind dann schließlich eher zahm geworden, immer recht gefühlvoll und sympathisch.

Die hier gebotene kompakte 20-Song Mischung aus Country, Singer-Songwriter, Pop und Country hinterlässt einen gelungenen Eindruck und dieses Wiederhören macht tatsächlich Spass. Ein Album, welches den Titel "Best Of" wirklich zurecht trägt. Somit sind RAINRAVENS die perfekte Schnittstelle zwischen eleganten Westcoast-Höhenflügen und burschikoser texanischer Bodenständigkeit.
Wie gesagt, im Sommer scheint das neue Album endlich fällig zu sein. Auf der Homepage der Jungs herrscht allerdings zur Zeit tote Hose, das letzte Update liegt Jahre zurück...

Als Geschenk legen die Blue-Rose'ler noch eine Live-In-Concert-CD mit hinzu, die mittels 10 weiteren Songs (mit 2 Überschneidungen zum Studioset) einen Ausschnitt eines Gigs vom 7. Oktober 2001 präsentiert. Bis auf die bisweilen etwas nervige Snare-Drum (zu laut, zuviel Hall) eine feine Ergänzung zu den Studioaufnahmen.

Frank Ipach, 14.02.2006

 

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