Ramblin Jack Elliott

I Stand Alone

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.08.2006
Jahr: 2006

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Ramblin Jack Elliott Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Ramblin' Jack Elliott
I Stand Alone, Anti, 2006
Ramblin' Jack Elliott Vocals, Acoustic Guitar
Nels Cline Dobro
Flea Bass
DJ Bonebrake Drums
David Hidalgo Accordion
Lucinda Williams, Corin Tucker Vocals
Produziert von: Ian Brennan Länge: 32 Min 36 Sek Medium: CD
1. Engine 1439. Careless Darling
2. Arthritis Blues10. Mr. Garfield
3. Old Blue11. My Old Dog & Me
4. Driving Nails In My Coffin12. Leaving Cheyenne
5. Rake & Ramblin' Boy13. Remember Me
6. Hong Kong Blues14. Willy Moore
7. Jean Harlow15. Honey, Where You Been So Long
8. Call Me A Dog16. Woody's Last Ride

"I Stand Alone" erweist sich wohl als absolut passender Titel für Ramblin' Jack Elliotts neues Album. Einerseits weil er einer der letzten Überlebenden der alten Folkära ist, und andererseits weil Elliott, zumindest in weiten Teilen dieser Platte, ganz auf sich selbst beschränkt musiziert. Der alte Herr (geb. 01.08.1931) und seine Gitarre.

Elliotts Fähigkeiten als versierter Gitarrenpicker können sich allemal hören lassen und seine verwitterte Stimme funkelt immer noch hell genug, um die uralten Folksongs passend auszuleuchten. Ramblin' Jacks Output beschränkt sich zwar nur auf gute 32 Minuten, überrascht aber dennoch durch die breite Fächerung dieser immerhin 16 Tracks. Das reicht dann von Gassenhauern wie A.P. Carters Engine 143 und Leadbellys Jean Harlow über Hoagy Carmichaels Hong Kong Blues bis hin zu einer Handvoll Folk-Traditionals und einer selbstgeschriebenen Nummer (Woody's last ride), die, absolut nachvollziehbar, Jacks altem Weggefährten und Idol Woody Guthrie gewidmet ist.
Viele der Songs erreichen kaum die 2-Minuten-Grenze, imponieren deshalb aber nicht minder. Ramblin' Jack hat den Bogen raus und zerrt mit seiner untrügerischen Spürnase z.B. olle Kamellen wie das tragikkomische Arthritis Blues ans Tageslicht. Wer außer einem 75-jährigen könnte diesen Song authentischer interpretieren? Immer mit einem Schmunzeln um die Lippen.

Doch wartet "I Stand Alone" auch mit einigen überraschenden Intermezzi auf: Ramblin' Jack lud sich nämlich ein paar namhafte Kumpanen ins Studio ein, um seinen Solotrip noch ein wenig unterhaltsamer zu gestalten. Wie er allerdings auf Flea von den RED HOT CHILI PEPPERS kam, bleibt so erstaunlich wie rätselhaft. Doch Flea kriegt es hin, der alte Rocker.
Weniger Stirnrunzeln verursacht da natürlich das Mitwirken alter bekannter wie Lucinda Williams, David Hidalgo (LOS LOBOS), Nels Cline (WILCO) und Drummer DJ Bonebrake (THE KNITTERS, X, John Doe). Diese Herrschaften unterstützen den Altmeister ganz ausgezeichnet bei seinen Folk, Honky-Tonk, Bluegrass und Blues-Exkursen.

Das komplette Album vermittelt den Eindruck als sei alles ein großer Spass gewesen. Das allermeiste wirkt sehr spontan und dadurch total ungekünstelt und echt. Rein ins Studio, Mikrofonie aufgebaut und ab dafür... so können wirklich schöne Album entstehen.
Mit "I Stand Alone" gelingt dem alten Cowboy Ramblin' Jack ein kaum zu überhörendes Statement in Sachen American Folk Music.
Sicher völlig anders konzipiert als noch vor wenigen Monaten Bruce Springsteens gelungene Hommage an die Pete Seeger-Klassiker, transportiert Elliott seine pure Songkunst mit ebenso großer Leidenschaft in die Herzen der Hörer und belegt ein weiteres Mal die Unsterblichkeit dieses traditionellen Stils.

Frank Ipach, 22.08.2006

 

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