Random Touch

Reverberating Apparatus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.11.2010
Jahr: 2010
Stil: Experimental Prog Rock

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Random Touch
Reverberating Apparatus, Token Boy Records/Roadnoise Productions, 2010
Christopher BrownDrums, Vocals
Scott HamillGuitars
James DayKeyboards
Produziert von: Christopher Brown Länge: 52 Min 36 Sek Medium: CD
01. Home For Twilight07. Approaching The Cusp
02. Before The Beginning08. Fire Tending
03. Apparitions Of Revelry09. Danger
04. Benevolent Outcomes10. Threshold
05. Fred Astaire-Ing11. Re-Membering
06. Purloining The Memo12. Gotta Go

Bei RANDOM TOUCH gibt es neben der steten Veröffentlichung neuer, massenuntauglicher Platten jetzt wohl eine weitere Konstante. Allem Anschein nach hat sich inzwischen die Triobesetzung Brown, Hamill und Day fest etabliert. Die äußerst rührigen Amerikaner servieren den Sympathisanten der nicht allzu leicht verdaulichen Klangkost mit ’Reverberating Apparatus’ den nächsten Gang.

Das Dreigestirn aus Illinois bleibt sich, wie bereits angedeutet, im Bezug auf seine Musik selber treu. Erneut kommen die Songs, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann oder will, nahezu ohne Melodien aus. Nur hin und wieder wird eine solche ganz zaghaft angedeutet. Zuallererst halten jedoch Chaos, ungezügelte Improvisation, kompromisslose Progressivität und wilde Experimentierfreude das Heft in der Hand. Es schwebt ruhig und sphärisch, rockt amtlich und jazzt recht munter völlig frei von der Leber weg vor sich hin. Vokalteile im herkömmlichen Sinne sind hier nicht auffindbar. Vielmehr werden Sprechgesang und gesprochene Worte, teils mit verfremdeter und auch schon mal überschnappender Stimme, geboten.

Es ist schon bewundernswert, wie hartnäckig und geradezu stur RANDOM TOUCH an ihrer scheinbaren Konzeptionslosigkeit festhalten und diese gerade dadurch zu ihrem (tatsächlichen) Konzept erheben. Damit zeigen sie eine gehörige Portion Mut und Selbstvertrauen. Jeder, der wirklich progressive Klänge favorisiert und mit vollkommen offenen Ohren durch diese Welt geht, sollte dies honorieren und sich einmal mit dieser kleinen, aber feinen und völlig fern jeder Anbiederei agierenden Truppe aus Algonquin beschäftigen. Doch Vorsicht! Nur für echte Grenzgänger geeignet! Kommt mir hinterher bloß nicht damit, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Michael Koenig, 24.11.2010

 

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