Raw Johnson

Hard Lessons


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1999

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Raw Johnson
Hard Lessons, Raw Johnson Records, 1999
Hugo Rodriguez Lead Vocals, Guitars
David Walsh Guitars
Stevan Rutherford Drums, Drums, Drums (Öh? Fred)
Rich Sellers Bass
Chris Watkins Piano, Organ
Produzent: Raw Johnson, aufgenommen in Houston/Texas Länge: 48 Min 33 Sek Medium: CD
1. Give Me Some (3:40)7. Climbs (3:56)
2. Hard Lesson (4:56)8. Sad And Blue (4:16)
3. The Lucky One (3:25)9. By Design (3:54)
4. Desert Moon (4:26)10. Marcy's Castle (3:59)
5. Dark Angel (4:24)11. Slow Matador (4:51)
6. Lies (3:17)12. Can't Fix You (3:29)

Aus dem Herzen Texas kommt die amerikanische Band RAW JOHNSON.
Mal wieder eine neue interessante Band, die sich nicht den gängigen Soundklischees unterordnen läßt.

HARD LESSONS ist ihre erste CD.
Das Album wird eröffnet von Give me Some. Ein Stevie Ray Vaughan mäßiges Intro läßt sofort aufhorchen. Give me some entwickelt sich zu einem Mix aus Rock und Heavy Blues. Die Gitarren klingen ausgesprochen gut.
Sänger Hugo Rodriguez verfügt über ein sympathisches Organ. Sein Gesangsstil ist für diese Art von Bluesrock ausgesprochen feinsinnig. Von Härte in den Stimmbändern keine Spur.

Hard Lesson als nächster Track klingt dann stilistisch anders. Tolles melodisches Rock-Sahnstückchen mit eindringlichem Piano und erstklassigen Gitarren.
Eine Mischung aus Rootsrock und Southern. Erinnert ein wenig an Sister Hazel.
In der Songmitte ein dynamisches Gitarrensolo.

The Lucky One wiederum klingt, als wäre Jimi Hendrix auferstanden. Das ist ein absoluter Hammersong. Die Gitarrenarbeit ist superb. Der hervorragende Refrain gibt den Song den letzten Schliff.

Was mir nach nur drei Tracks besonders ins Ohr fällt ist das Schlagzeug.
Drummer Stevan Rutherford spielt einen total ausgefallenen Stil. Da gibt's nicht den 1,2,3 bumms. Nein, auch zu den einfachsten Hooks trommelt er total vertrackt und unorthodox. Ähnlich spielt eigentlich nur Ritchie Hayward von den Feats.

Desert Moon schmeichelt anschließend den Ohren. Diese Ballade ist eine wahre Songperle. Obwohl im mittleren Tempo gespielt, hat das Schlagzeug Rutherfords einen Bumms wie bei einem Hard and Heavy Song. Genial.

Dark Angel klingt extrem heavy mit fetten Gitarren von allen Saiten.
Harter Rock voller Klasse. Und wieder dieses verrückte Schlagzeug.

Erdiger Rock ist der Folgetrack Lies. Stampfend und pulsierend ist der Sound. Das Gitarrensolo erinnert an Steve Morse. Die Arbeit an der Schießbude ist wieder schier unglaublich.

Wunderschön melodisch kommt die Ballade Climb rüber. Vollgepackt mit feinen akustischen und elektrischen Saiteninstrumenten.

Sad und Blue wird soulig groovend kredenzt, in bester Delbert McClinton Manier.

By Design läßt dann das Herz eines jeden Southern Rock Fans höher schlagen.
Typisch die singenden Gitarren. Ein tolles melodisches Kleinod.

Marcys Castle folgt als Hard and Heavy Power Song voll von verrückten rhythmischen Einfällen. Diverse Gitarren Soli, jedes Mal total anders gespielt, bringen mich schier um den Verstand.

Matador beginnt wie ein mexikanischer Folksong. Der Sänger imitiert witzig den amerikanisch/mexikanischen Dialekt. Nach 1 Minute mutiert der Song überraschenderweise zum Heavy Bluesrock. Super.
Die mexikanische Gitarre ist Weltklasse.

Mit Can't Fix you, einem schnellen Rockblues, endet eine der besten Debüt-CD's der letzten Zeit.

RAW JOHNSON's Album Hard Lesson ist Rock-Southern-Blues-Roots der Spitzenklasse. Die überragenden Gitarren werden nur noch von dem wahnwitzigen Schlagzeug getoppt. Drummer Stevan Rutherford ist ein rhythmisches Genie.
Selten habe ich so eine abwechslungsreiche CD gehört. Kaufen Kaufen Kaufen..
Klang und Produktion sind sehr gut.

Joachim Domrath 28.03.01

 

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